verluste frühjahr 2012 :(

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Odoridori
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Odoridori »

Bergi
Dazu zwei Fragen:
- Welches Substrat verwendest du? Zumindest so die grobe Richtung...
- Die meisten Verluste treten bei mir und anderen nicht beim "Erfrieren und gar nicht mehr Austreiben", sondern beim "Austreiben und dann von Spätkälte erwischt werden, Steckenbleiben, noch ein bisschen Rumzicken und dann Sterben" auf. Wie und wann stellst du denn deine Bäume raus? Erst Mitte Mai, wenn (fast) keine Fröste mehr drohen? Oder werden die Bäume durch frostfreie Überwinterung so robust, dass sie solche Spätfröste besser wegstecken?[/color
Hallo Stefan,

ich verwende als Substrat für alle meine Bäume, hartes Akadama, Kanuma, Kiryu, Bims und Sphagnum.
Je nach Baumart und Baumgröße ungemischt oder gemischt. Ich siebe jede der Japanischen Erden vor dem Pflanzen um die Staubanteile zu entfernen.


Die Bäume stehen ab Anfang April nicht mehr im Gewächshaus, drohen Kälteperioden mir Frost räume ich wieder ins Gewächshaus. Das Gewächshaus habe ich dieses Jahr Ende April abgebaut. Heute nacht droht noch mal Frost, also werde ich alle empfindlichen Shohin in meinen Flur über Nacht räumen. Die großen Laubbonsai decke ich mit einem Vliestoff ab und rücke Sie an die Hauswand unter den Balkon. Die Nadelbäume schütze ich jetzt nicht mehr.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
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Odoridori
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Odoridori »

"schmieda"

So gesehen hätte man das Gewächshaus bei den zeitigen Plusgraden kühlen müssen. :lol:
Nein, einfach die Tür und das Fenster vom Gewächshaus offen lassen und wenn nötig mit dunklen Wolldecken einfach
das Dach beschatten ... aber das mußte ich noch nie in den 19 Jahren, wichtig ist nur gute Belüftung
bei Sonnenschein.

Ich kann Ende Januar schon meine Laubbaum Shohin wie Zürgelbaum, Premna und Dreispitzahorn etc.
umtopfen. Alle Azaleen kann ich im Februar ohne Probleme umtopfen. Ich habe keinen eingefrorenen
Wurzelballen, muss keine Nässe durch Regen fürchten, die Bäume haben im Foliengewächshaus eine hohe
Luftfeuchtigkeit, was den Umtopfstreß mindert. Alles nur Vorteile ...

Vielleicht kannst Du Dir ein kleines Anlehngewächshaus für den Balkon anschaffen, kleinen Frostwächter rein und
deine Probleme haben ein Ende.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Baumbärtchen
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Baumbärtchen »

Hi Leute!
das klingt jetzt vieleicht doof aber ich kann mir jetzt nicht so recht was vorstellen unter nem Frostwächter :oops:
ist das so was wie ne kleine öllampe oder was...

Gruß Christoph
zwanziger
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von zwanziger »

Christoph, bitte, sowas kann man auch selbst suchen.
http://www.google.de/search?q=Frostw%C3 ... tAbnst3UDA
MfG André

Hummel Hummel, Mors Mors
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Dirk K. aus L.
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Hallo allerseits!

Auch ich wünschte, ich könnte mir mein Posting hier ersparen.

Bei mir hat es die Hainbuchen erwischt. Ausgerechnet die Hainbuchen, von denen ich mir so viel versprochen habe! Überwintert wurden diese im unbeheizten Gewächshaus auf dem Boden stehend; ausgewintert wurde Anfang April. Der leichte(!) Nachtfrost hat sie also draußen erwischt. Aber hat es daran gelegen?

"Interessant" ist, dass Bäume unabhängig davon betroffen sind, ob sie umgetopft wurden oder nicht. Auch an der Art des Substrates hat es wohl nicht gelegen, da einige Bäume noch in Lehm standen, andere in modernem Substrat. Die Knospen begannen überall ordnungsgemäß zu schwellen -- seitdem stagnieren sie seit Wochen. Ich erkläre mir den Verlust folgendermaßen: Ich habe den Bäumen schlichtweg zu viel zugemutet. Sie wurden im Frühjahr 2011 aus dem Feld gehoben, und im Herbst des gleichen Jahres stark zurückgeschnitten. Die Bäume hatten also kaum Gelegenheit, Reserven anzulegen. Eine frostfreie Überwinterung wäre angezeigt gewesen.

Meine Fächerahorne wachsen bei gleicher Art der Überwinterung wie blöd. Selbst die Mädchenkiefern haben prächtige Austriebe. Toi, toi, toi.

Ich habe einige Bilder beigefügt. Es ist zum Heulen.
IMG_5891.jpg
IMG_5890.jpg
IMG_5889.jpg
Grüße, Dirk
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ashtar
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von ashtar »

Hallo, da ja anscheinend mehrere das Problem haben, mal eine Frage - kann ein Baum beim Austreiben einfach "stehenbleiben"? An meinem Dreispitz sind einige Knospen, die dick und hellgrün sind - da tut sich sonst aber seit Wochen sonst garnichts. Was passiert denn in so einem Fall? Treiben die später noch aus, sterben die irgendwann ab - und wenn ja, stirbt dann automatisch der ganze Ast oder gar der Baum? Oder tut sich einfach garnichts und man kann bis zum nächsten Jahr hoffen? Ich dachte, es gibt nur ein entweder - oder... Enteder Austrieb oder Tod...
Gruß Jörg

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Stefan 82
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Stefan 82 »

Hallo Jörg ,

es kann passieren das der Austrieb "stecken" bleibt. Wenn die Pflanze von der Wurzel her erfroren ist, dann wird lediglich die Energie die noch im Holz steckt verbraucht. Das führt dann zu einem Anschwellen der Knospen. Ist die restliche Power aufgebraucht ,und kann dann aufgrund der abgestorbenen Wurzel keine neue nachgeliefert werden geht's mit der Pflanze zu Ende. Die Baumschulen in meiner Region haben da herbe Verluste zu verzeichnen.
In so einem Fall ist meist die ganze Pflanze abgestorben.
Ich würde allerdings die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben und weiter abwarten, obwohl die Chancen wahrscheinlich eher schlecht stehen. :?


Gruß Stefan
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MarionS
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von MarionS »

ashtar hat geschrieben:Hallo, da ja anscheinend mehrere das Problem haben, mal eine Frage - kann ein Baum beim Austreiben einfach "stehenbleiben"?
Es mag ein blöder Vergleich sein, aber wie beim Auto: Sprit alle. Die eingelagerten Nährstoffe reichen einfach nicht, um den"geplanten" Austrieb so weit durchzuführen, dass der "Solarmotor" anspringt und neue Nährstoffe ranschafft, die den Austrieb vorantreiben. So begreife ich das.
Ich gehe davon aus, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt, wenn feststeht, dass die Startenergie nicht zum Ausfahren der Solarsegel reicht, der Baum eine Art Rückwärtsgang einlegen muss, um vielleicht noch mal kleiner anzufangen - falls es dazu noch reicht. Mehr oder weniger viele der Triebe sterben dann ab.

Bei meinem Malus ist die Spitze draufgegangen, die unterne Zweige sind gekommen. Ob es nun bei einem Ausschalten eines Teils der Triebe zu sowas wie einer umgekehrten Apikaldominanz kommt oder die Spitze sonst irgendwie Schaden genommen hatte, kann ich nicht sagen. Von ihm weiß ich, dass das letzte Jahr nicht gut war, irgendwas hatte der. Vielleicht hat ihm der Blauregen, der ihn mittags schattieren sollte, doch zuviel Licht weggenommen. Und im November war es so warm gewesen, dass man in den Nachrichten von erneut blühenden Apfelbäumen hörte. Meiner war da keine Ausnahme, der hats auch versucht.
Gruß,
MarionS

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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Olaf_Gd »

Hallo.
ich hatte mal eine Hainbuche die nach einem ruppigen Wurzelschnitt erst Ende August ausgetrieben hat.
Erst wenn sich an einem Zweig od. Ast diese charakteristischen längsfalten vom austrocknen des Zweiges zeigen, ist dieser Teil abgestorben. Solange das nicht der Fall ist besteht immer noch Hoffnung, das die Pflanze sich erholt.

Gruß Olaf
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Dirk K. aus L.
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Olaf,

dein Wort ist Gottes Ohr! Das wäre zu schön, um wahr zu sein.

Gruß, Dirk
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo,

der Winter muss dieses Jahr aber schon ein besonderer gewesen sein, denn ein ficus carica, der seit über 10 Jahren im Garten ausgepflanzt war und mir einen Teil der Stellbänke duch seine bekannt grossen Blätter vor all zu heftiger Sonneneinstrahlung geschötzt hatte, ist auch über den Jordan gegangen. Am Stamm ist das Kambium teils noch etwas saftig, vielleicht tut sich da noch was.

Beste Grüsse,
Heiner
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Norbert Jäger
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Norbert Jäger »

Hy,

bei mir sind auch - trotz Gartenhaus mit Frostwächter - dieses Frühjahr 4 Hainbuchen, 3 Rotbuchen und was mich sehr schmerzt... eine ca. 30 jährige Lärche (hab die seit 25 Jahren) und ein Käflein Weißdorn "eingegangen".... Die meisten haben noch ausgetrieben, blieben aber dann einfach stehen...

Gruß
Norbert
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Simdie1 »

Hallo
bei mir hat es auch einige Bäumchen erwischt. Bisher habe ich noch auf einen späten austrieb gehofft. Aber So langsam glaube ich nicht mehr daran. War meint ihr. Wo ich jetzt noch keinen austrieb erkennen kann muss ich wohl leider entsorgen. Oder kann da noch immer was nachkommen.
Gruß Simon
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von MarionS »

Da kann immer noch was kommen, solange nicht der ganze Baum vertrocknet. Gib ihm ein ruhiges Plätzchen und halte ihn mal unter "ferner liefen" weiter feucht...
Gruß,
MarionS

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Odoridori
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Odoridori »

Norbert Jäger"

bei mir sind auch - trotz Gartenhaus mit Frostwächter - dieses Frühjahr 4 Hainbuchen, 3 Rotbuchen und was mich sehr schmerzt... eine ca. 30 jährige Lärche (hab die seit 25 Jahren) und ein Käflein Weißdorn "eingegangen".... Die meisten haben noch ausgetrieben, blieben aber dann einfach stehen...
Hallo Norbert,

was ist da nur passiert in deinem Gartenhaus ?

Das der Frostwächter bei -18°C das Gartenhaus nicht frostfrei halten kann ist klar, aber diese
Minustemperaturen bringen die Baumarten, die du im Gartenhaus hattest nicht so schnell um.

Hast Du eventuell zu wenig gegossen und der Frostwächter hat im Dauerbetrieb die Luft komplett
ausgetrocknet, d.h. kein Frostschaden sondern eher Trockenschaden ? Deine Bäume haben dann
noch mit letzter Kraft versucht auszutreiben, aber von den geschädigten Wurzeln kam dann kein Saft
mehr nach. Es wäre gut zu wissen was passiert ist, um so etwas in Zukunft zu vermeiden.

Schade, schade ich kann mit Dir fühlen.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
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