"Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Alles andere was zu Bonsai passt.
Benutzeravatar
Odoridori
Beiträge: 3798
Registriert: 04.12.2011, 15:46
Wohnort: Südhessen

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Odoridori »

Vielen Dank Thierry für diese tollen Bilder *daumen_new*


Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24312
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Heike_vG »

Grossartig, sowas würde ich mir auch gerne mal selbst anschauen. *daumen_new*
Danke fürs Zeigen, Thierry!

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
Martin_S
Beiträge: 11869
Registriert: 05.01.2004, 20:26
Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Martin_S »

Wahnsinn!
Wieder einer der Momente wo ich sage: wie gut das es dieses(!) Forum hier gibt! Das hätte ich sonst wohl nie im Leben erfahren dürfen oder können!
Merci!
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Thierry »

Hi! :-D

Freut mich, dass es euch gefällt! :-D

Ich habe noch viel viel mehr, denn Jean-Paul wollte mir unbedingt einen kompletten Überblick verschaffen über die Population der alten Wacholder.
Und irgendwann sagte meine Kamera "Card Full"... :lol:

Wenn ich aber wieder zuhause bin, stelle ich alle Bilder in einen Thread rein.

Heute bin ich dafür zu müde...
Komme gerade von einer Bergsteigung von 800m (von 1300 auf 2100m Höhe) zurück... *muede*
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
HeRo
Beiträge: 267
Registriert: 06.03.2008, 22:23
Wohnort: in der Wetterau

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von HeRo »

Hallo Thiery, wieder ein sehr interessanter Bericht von dir. Vielen Dank dafür!
Auf dem eingestelllten link kann man die Dimensionen sehr gut erkennen. Solch riesige Wacholder habe ich bisher nicht mal auf Bildern gesehen.
Wie man sieht, können sich Bäume mir ihrem Wuchs auch sehr gut an beengte Bedingungen anpassen.
Um das Alter dieser Bäume zu erkennen braucht man sicher ein gut geschultes Auge.
Gruß
Helga
Benutzeravatar
migo
Freundeskreis
Beiträge: 5233
Registriert: 04.02.2006, 21:49
Wohnort: östl. Ruhrgebiet

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von migo »

Hallo Thierry,

also wenn ich das richtig herausgelesen habe, ist der Stamm vor dem Jean-Paul steht eben der, den der Parkwächter entdeckt hat. Und das ist auch der Stamm, den Du zersägt und ins Tal geschleppt hast, ja?
Bin mal gespannt, welches Alter die Uni in Marseille da herausfindet.
Die Baumscheibe, die Du uns auf dem Sommerfest gezeigt hast, war ja schon irre beeindruckend.

Wenn man die Fotos der Steilwände mit ihren grünen Büschchen so sieht, täuscht man sich in den Dimensionen ja ganz gewaltig. Hätte nicht gedacht, dass da solch kapitale Brocken in den Wänden sitzen.
Die Fotoserie macht auch Lust auf Klettern. Ich muss schon sagen, wenn ich in den Höhlen das Sauerlandes mal einen Schacht von 15 bis 20 Metern Tiefe bezwungen habe war ich schon stolz wie Oskar, aber wenn ich sehe, wie Jean-Paul da mit rund 150 Metern Luft unter dem Hintern in seinem Klettergurt hängt... Mann oh Mann *respekt* ...und das in seinem Alter *respekt*

DANKE für die waaaahnsinns Bilder. :shock: *daumen_new* 8)

Leider können wir den Film aber wegen der GEMA nicht sehen.
Es wird nur der folgende Text eingeblendet:
"Leider ist dieses Video, das Musik von UMG enthält, in Deutschland nicht verfügbar. Die GEMA hat die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt.
Das tut uns leid
."
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Benutzeravatar
Robert S.
Freundeskreis
Beiträge: 9783
Registriert: 28.03.2005, 07:09
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Robert S. »

migo hat geschrieben:Leider können wir den Film aber wegen der GEMA nicht sehen.
Wen dieses ewige "tut uns leid" nervt kann sich ein Tool wie z.B. Hotspotshield installieren. Damit wird eine VPN-Verbindung ins Internet aufgebaut die nicht über Deutsche Provider läuft.

@Thierry

Super, dass Du uns an Deinen tollen Eindrücken teilhaben läßt. Die Bilder dieser Baum-Methusalems (äh wie lautet der Plural von Methusalem?) sind faszinierend. Wenn man sich nur vorstellt was alles im Leben solch eines Baums auf der Welt passiert ist :shock:

Servus,
Robert
Benutzeravatar
HarryII
Beiträge: 295
Registriert: 02.07.2009, 21:13
Wohnort: Solingen

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von HarryII »

Thieery, danke für zeigen *daumen_new* *daumen_new* *prost*
gruß Harry (Harald)
Benutzeravatar
Odoridori
Beiträge: 3798
Registriert: 04.12.2011, 15:46
Wohnort: Südhessen

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Odoridori »

"
HeRo" Hallo Thiery, wieder ein sehr interessanter Bericht von dir. Vielen Dank dafür!
Auf dem eingestelllten link kann man die Dimensionen sehr gut erkennen. Solch riesige Wacholder habe ich bisher nicht mal auf Bildern gesehen.
Dann empfehle ich Dir einfach mal das erste Buch von Kimura.

Dann siehst Du auch wie Kimura mit ähnlichem Material, damals revolutionär (Anfang 1980),
die Wacholder verkürzte und aus Ihnen Bonsai machte, die heute berühmt sind.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Thierry »

Hallo Ihr Lieben,
HeRo hat geschrieben:Wie man sieht, können sich Bäume mir ihrem Wuchs auch sehr gut an beengte Bedingungen anpassen.
Ja, Bäume die in diesem felsigen Milieu wachsen, funktionieren anders als Bäume die im Tal wachsen.

Dies wurde teilweise geforscht und publiziert, u.a. seit dem ersten Artikel von D.W. Larson in der Fachzeitschrift Nature im Jahre 1999 ("Ancient stunted trees on cliffs"; Nature 398) und weitere Forschungsarbeiten und Publikationen (wie die von Jean-Paul).

Was man bei diesen Forschungen herausgefunden hat, sind z.B. die individuelle Anpassungen der Bäume an das Felsleben.

Eine dieser individuellen Anpassungen der Bäume an das Felsleben, ist die Aufteilung in Sektoren des Saftflusses, siehe hier:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =31883/url
HeRo hat geschrieben:Um das Alter dieser Bäume zu erkennen braucht man sicher ein gut geschultes Auge.
Das Alter von Bäume kann man mit dem blossen Auge nicht erkennen.

Um das tatsächliche Alter eines Baumes zu bestimmen, geht das nur wenn man es unter wissenschaftlichen Bedingungen untersuchen lässt.

Wie gesagt, der älteste Juniperus Phoenicea (1491 Jahre), den Jean-Paul bisher untersucht hat, hatte einen Stammdurchmesser von 17cm und der dickste (60 cm Durchmesser an der breitesten Stelle) war viel viel jünger... er war zwar schon relativ alt (mehrere Hundert Jahre!), aber er gehörte von weitem nicht zu den ältesten Exemplare...

Und allgemein, ein Baum mit einem kleinen Stammdurchmesser kann sehr alt sein, genauso wie ein Baum mit einem grossen Durchmesser sehr jung sein kann. Wichtig ist: wie und unter welchen Bedingungen ist der Baum gewachsen.
migo hat geschrieben:Hallo Thierry,

also wenn ich das richtig herausgelesen habe, ist der Stamm vor dem Jean-Paul steht eben der, den der Parkwächter entdeckt hat. Und das ist auch der Stamm, den Du zersägt und ins Tal geschleppt hast, ja?
Ja.
migo hat geschrieben:Bin mal gespannt, welches Alter die Uni in Marseille da herausfindet.
Die Baumscheibe, die Du uns auf dem Sommerfest gezeigt hast, war ja schon irre beeindruckend.
Ich bin auch gespannt, was die herausfinden! :lol:
migo hat geschrieben:Wenn man die Fotos der Steilwände mit ihren grünen Büschchen so sieht, täuscht man sich in den Dimensionen ja ganz gewaltig. Hätte nicht gedacht, dass da solch kapitale Brocken in den Wänden sitzen.
Ja, man täuscht sich tatsächlich.

Jean-Paul hat mir mit seinem professionellen Fernrohr mit Stativ einige Exemplare gezeigt (die ich leider mit dem Objektiv von 300mm nicht ablichten konnte...), die man aus der grossen Entfernung so gar nicht erkennen kann, die aber unglaubliche Dimensionen aufweisen, von mehrere Meter Länge.... Umgekehrt, zeigte er mir in einem anderen Gebiete viel kleinere Exemplare, die wir aus der Nähe betrachten konnten, Exemplare von nur ein paar Zentimeter bis ca. 20/30 cm (und wo man gar nicht aufpassen würde...) und die extrem alt waren!!!
migo hat geschrieben:Die Fotoserie macht auch Lust auf Klettern. Ich muss schon sagen, wenn ich in den Höhlen das Sauerlandes mal einen Schacht von 15 bis 20 Metern Tiefe bezwungen habe war ich schon stolz wie Oskar, aber wenn ich sehe, wie Jean-Paul da mit rund 150 Metern Luft unter dem Hintern in seinem Klettergurt hängt... Mann oh Mann *respekt* ...und das in seinem Alter *respekt*
Ja, Jean-Paul hat wohl "Ziegengene" im Körper... :lol: Ich war sprachlos wie er ist in diesem felsigen Gebiet hoch und runter geklettert ist...
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Totoro

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Totoro »

Hallo zusammen,

@Thiery: Vielen Dank für die Bilder dieser phantastischen alten Bäume. Zu deren Wachstumsraten : Ich hab mal gehört das solche Bäume in Extremlagen in manchen besonders widrigen Jahren Jahresringe auslassen, also gar keinen anlegen. Ist da was dran ?

@Holger: Den ersten Kimuraband habe ich und fand diese Fräsarbeiten immer unschön. Wenn schon ein Kimura das nicht richtig hinkriegt ! :lol: Aber was für ein Unterschied in der Qualität des Totholzes welches in hunderten von Jahren reifen durfte !(siehe das Photo von Thiery mit dem jungen Bergsteiger)


Gruß
Dirk
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Thierry »

Robert S. hat geschrieben: @Thierry

Super, dass Du uns an Deinen tollen Eindrücken teilhaben läßt.
Kein Problem, Robert.

Du weisst ja, wie ich dazu stehe: Wissen ist da um verbreitet zu werden.

Und, je mehr Wissen ein Betrachter hat, umso mehr ändert sich damit auch seine Wahrnehmung.
Robert S. hat geschrieben: Die Bilder dieser Baum-Methusalems (äh wie lautet der Plural von Methusalem?) sind faszinierend. Wenn man sich nur vorstellt was alles im Leben solch eines Baums auf der Welt passiert ist :shock:
Ja, das sind Zeitdimensionen, die man sich kaum richtig vorstellen kann...
Sich vorzustellen, dass der eine oben gezeigte Wacholder schon zu Zeiten des Fränkischen Reiches lebte!!!!!!!!... Wahnsinn...
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Thierry »

Odoridori hat geschrieben:das erste Buch von Kimura.

Dann siehst Du auch wie Kimura mit ähnlichem Material, damals revolutionär (Anfang 1980),
die Wacholder verkürzte und aus Ihnen Bonsai machte, die heute berühmt sind.
Alternativ kann man auch das Buch von Takeo Kawabe erwähnen (mit Bilder von Wacholder im Fels).
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Benutzeravatar
Odoridori
Beiträge: 3798
Registriert: 04.12.2011, 15:46
Wohnort: Südhessen

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Odoridori »

Totoro

Holger: Den ersten Kimuraband habe ich und fand diese Fräsarbeiten immer unschön. Wenn schon ein Kimura das nicht richtig hinkriegt ! :lol: Aber was für ein Unterschied in der Qualität des Totholzes welches in hunderten von Jahren reifen durfte !(siehe das Photo von Thiery mit dem jungen Bergsteiger)

Hallo Dirk,

es geht um das Kürzen der Wacholder, Trennen des Lebenden und des Todholzes. Wie aus einem
Wacholder von 3 Meter Länge ein Bonsai von 80 - 90 cm wird und das war das Revolutionäre.
Übrigens der Assistent in diesem Buch ist meist Kawabe.

Besuch einfach mal den Garten von Kimura und dann schreib hier nochmal etwas über
seine Totholzgestaltungen.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: "Hilfe ich hab den Jean-Paul geschrumpft"

Beitrag von Thierry »

Totoro hat geschrieben:Zu deren Wachstumsraten : Ich hab mal gehört das solche Bäume in Extremlagen in manchen besonders widrigen Jahren Jahresringe auslassen, also gar keinen anlegen. Ist da was dran ?
Ja, das ist richtig.

Ein Beispiel:

Mehrere "Datationen" (aso Altersbestimmungen) mit Karbon 14 im Forschungszentrum von Lyon, im Auftrag des Labors der Uni von Marseille, haben erstaunliche Ergebnisse gezeigt:

1. Ein toter Stamm, den Jean-Paul in einem der untersuchten Felsen gefunden hat, wurde auf ein kalibriertes Alter von 2520 Jahre (± 35 Jahre) gemessen. Aber der Stamm weisst nur 577 Jahresringe auf. Was also drei Hypothesen lässt, um diese Anomalie zu erklären:
- Ein Teil des peripherischen Holzes ist erodiert und es fehlen Jahresringe (das ist sicher, aber wieviele?)
- Es gibt zahlreiche fehlende Ringe und die Zahl der Jahresringe unterschätzen das tatsächliche Alter, aber von wieviel?
- Der Baum ist schon sehr lange tot, Jahrhunderte, gar Tausende von Jahren, und hat sich vor Ort bewahrt...

2. Einer der zwei Stämme eines lebenden Baumes, der in einem anderen Gebiet gesammelt wurde (mit Genehmigung der Präfektur), um im Labor von Marseille untersucht zu werden. Die Ergebnisse der Datation/Altersbestimmung zeigten ein Alter zw. 1072 und 1278 Jahre, und dass er begonnen hat, zu wachsen, zw. den Jahren 730 und 936 n.C.. Aber, der Stamm hatte nur 992 Ringe. Es ist also eine wichtige Schlussfolgerung, dass der Baum manche Jahre keine Jahresringe produziert hat, wahrscheinlich in Jahren starker Trockenheit.

In der Forschung gibt es eine wichtige Angabe, die man immer wieder benutzt: das Jahresdurchschnittswachstum (darüber gibt es zahlreiche Statistiken...).

Die lange Lebensdauer von Wacholder ist auf mehrere Eigenschaften der Kategorie der "Nacktsamer" (Gymnospermae) zurückzuführen.

Es gibt sechs Baumarten (darunter Juniperus) von Gymnospermae, deren Lebensalter 1000 Jahre überschreitet.

Die lange Lebensdauer dieser Bäume ist verbunden mit sehr wirksamen Verteidigungsmechanismen, die die Pathologien begrenzen, die auf die holzfressenden Pilze und Insekten zurückzuführen sind. Ihr starker Widerstand gegen die Trockenheit, ihr "wirtschaftliches Funktionieren", ihr schwaches Nahrungsbedürfnis und ihre Fähigkeit, Reserven anzuhäufen, erhöhen ebenfalls die Lebenserwartung der Gymnospermea.

Diese lange Lebensdauer erklärt ebenfalls ihre schwache Wachstumsrate.

Wie es die Ergebnisse mehrerer Studien zeigen, sind die Raten jährlichen radialen Zuwachs der Wacholder aus Felsen extrem schwach. Sie sind vergleichbar mit jenen der Lebensbäume (Thuja occidentalis), die von 0,4 mm/Jahr sind (Larson, 1991).
Beim Juniperus phoenicea der Felsen in den untersuchten Gebieten in Frankreich, liegen sie zwischen 0,2 und 0,4 mm/Jahr.

Felsenbäume haben sehr wahrscheinlich die schwächste Wachstumsrate des Planeten. Dieses langsame Wachstum verursacht ein Holz mit sehr starker mechanischer Festigkeit, eine Eigenschaft, die dann die Kapazität der Bäume erhöhen würde, auf den Felsen während Jahrzehnte zu bestehen, selbst wenn sie schon sehr lange tot sind...
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Antworten