Diagonalenschnitt - Hainbuche

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MrBigWednesday
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von MrBigWednesday »

bevor ich über die technische ausführung dieses schnittes diskutiere, würde ich mich fragen, ob dieser schnitt in gestalterischer hinsicht überhaupt sinnvoll ist. ich glaube, bei diesen dimensionen hast mit einem solchen schnitt folgende probleme:
1. das auswachsen des übergangs vom stamm zum verbleibenden ästlein wird eine gefühlte ewigkeit dauern
2. wie willst du gestalterisch weiter verfahren?
3. die bereits ausführlich diskutierte problematik der wundheilung einer solch grossen schnittfläche

ich bin der meinung, dass die gestaltung anders angegangen werden muss. ich würde die vorhandenen äste die nächsten jahre voll durchtreiben lassen, damit die verhältnisse überhaupt stimmen.

grüsse
gérald
jonny kontroletty
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von jonny kontroletty »

MrBigWednesday hat geschrieben: 1. das auswachsen des übergangs vom stamm zum verbleibenden ästlein wird eine gefühlte ewigkeit dauern
2. wie willst du gestalterisch weiter verfahren?
3. die bereits ausführlich diskutierte problematik der wundheilung einer solch grossen schnittfläche
1. zeit is relativ
2. es gibt nichts was gestaltet bzw. in nächster Zeit gestaltet werden könnte
3. ausführlich wurde nichts diskutiert, heilt nicht zu *Punkt*, war die allge. Aussage...
MrBigWednesday hat geschrieben:ich bin der meinung, dass die gestaltung anders angegangen werden muss. ich würde die vorhandenen äste die nächsten jahre voll durchtreiben lassen, damit die verhältnisse überhaupt stimmen.
Es soll hier nichts gestalltet werden und es sollen auch keine Verhältnisse der Äste zum Stamm stimmen.


Vllt. anders formuliert...

Wie sehen bei euch Verjüngungsschnitte aus? Bei geringen Durchmessern natürlich.

Eher glatt, konkav oder konvex?
Bei nicht glatter Form, zieht ihr die Vertiefung bzw. Erhöhung dann eher weiter nach oben oder weiter nach unten?
(siehe dazu zweites Bild im Startpost)


Grüße Stephan
MrBigWednesday
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von MrBigWednesday »

mit einer konkavzange
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stoefal
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von stoefal »

Hallo!

So eine große Wunde sollte eigentlich auch kein Problem sein, die einzige Hürde bei dem ganzen ist eine halbwegs glatten Schnitt über Jahre zu erhalten.
In der Schale wird es zu lange dauern, aber in Feldkultur ist das sicher in einer überschaubaren Zeit zugewachsen.

Welche Rolle der glatte Untergrund spielt, lässt sich bei diversen Schildüberwallungen beobachten...

Die überwallte Fläche ist offt größer als der Stammquerschnitt!
Dateianhänge
(Foto von Prof. Dr. Martin Dambach, Altenberg, Rheinisch-Bergischer Kreis, 2003)
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Alex_B
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von Alex_B »

Ist ja schon wieder eine lebhafte Diskussion :oops: Aber da mir persönlich noch nicht ganz klar ist wo für den Baum bzw. für den Besitzer die Reise hingehen soll ....

@Stephan: Ich muß doch schon wieder Fragen stellen - Soll die Schnittstelle später zu sehen sein? Soll sie der Stammverjüngung dienen?

Wenn letzteres wäre mein Vorschlag ein einfacher schräger Schnitt mit der Säge und dann manuelle Nachbearbeitung zu einem Totholz. Ich würde es zumindest so machen, da ich nicht glaube, dass die Wunde in absehbarer Zeit vernünftig zuwächst. Dann lieber so wie Walter es bei seinem Beispiel gemacht hat - aus der Not eine Tugend. Vielleicht wäre ja auch ein ausgehölter Stamm eine Idee (z.B. Blitzschlag aus der Natur, wo ein Seitenast zu neuen Krone wird???).
Falls der Baum vital genug ist hätte ich evtl noch eine andere Idee: ganz radikal möglichst tief abschneiden und darauf hoffen, dass viele Seitentriebe kommen, mit denen man neu arbeiten kann.
Wie auch immer - ein langfristiges, spannendes Projekt.

Aber es ist wohl so wie immer: Gib ein und den selben Baum 10 Leuten und hast hinterher 20 Lösungen! *dance*

Grüße
Alex
Zuletzt geändert von Alex_B am 26.08.2012, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von peter krebs »

Entschuldigung, das musste jetzt sein.
k-Ziegenpeter.jpg
Viele Grüße
Peter
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Sigrid
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von Sigrid »

Lieber Peter: Thanx für die hübsche Montage :P (wobei der Rüssel leider unterschlagen wurde :( )

Ergänzung: wurde gerade gefragt, ob ich mein Ei gelegt hätte, da ich so gegackert hätt :P
think pink
Totoro

Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von Totoro »

Hallo Jonny,

also egal ob in der Schale oder im Freiland eine solch große Wunde kann eine Hainbuche die ein BONSAI ! werden will nicht überwallen *nene* !

WARUM ? *kopfkratz* :
Ein Hainbuchenbaum von etlichen Metern Höhe kann so etwas natürlich leisten *huch* .
Man muss einfach einen Trieb in direkter Nähe der Wunde etwa gleichdick oder dicker !!! ca 6m durchwachsen lasssen . Dann hast du aber wieder einen großen Baum :lol: Den mußt du dann wieder köpfen und so weiter.... *schmoll*



Die einzige Option wäre die Methode von Walter Pall meine ich. *daumen_new*

Gruß
Dirk
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von Anja M. »

Obwohl ich zu dem Baum gleich eine Idee hatte, die weder einen Schnitt an dieser Stelle noch irgend etwas frei aufrechtes beinhaltet, ist das nicht die Frage. Wenn ich einen Schnitt dieser Art mache, so ist die Fläche eigentlich konkav. Bei einer Schnittfläche dieser Größe würde ich die Mitte aber wieder etwas höher machen, quasi einen flachen Hügel mit Grabe drum herum.
73 Anja
jonny kontroletty
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von jonny kontroletty »

Freut mich der rege Gedankenaustausch!
MrBigWednesday hat geschrieben:mit einer konkavzange
:?:
stoefal hat geschrieben:Welche Rolle der glatte Untergrund spielt, lässt sich bei diversen Schildüberwallungen beobachten...
Dank dir für dein Bildbeispiel. Schildüberwallung werd ich mal genauer googeln müssen, weil so richtig erschließt sich mir noch nicht der von dir benannte Zusammenhang zwischem glatten Untergrund und Überwallung. Vllt. können wir das im weiteren ja nochma genauer betrachten.

*edit* jetz hab ich das mit der Schildüberwallung geschnallt *autsch*

Alex_B hat geschrieben:@Stephan: Ich muß doch schon wieder Fragen stellen - Soll die Schnittstelle später zu sehen sein? Soll sie der Stammverjüngung dienen?
Dass die Schnittstelle(n) später auch zu sehen sein werden, wird sich nicht vermeiden lassen, daher der Gedanke einer möglichst optimalen Formgebung der Schnittfläche.
Und ja sie soll der Stammverjüngen dienen, der Schritt wird der Theorie nach mehrere Male wiederholt
Alex_B hat geschrieben:Vielleicht wäre ja auch ein ausgehölter Stamm eine Idee (z.B. Blitzschlag aus der Natur, wo ein Seitenast zu neuen Krone wird???).
Für diese Gestaltungsform stehen andere Kandidaten in der Aufbauphase ;)
Alex_B hat geschrieben:Falls der Baum vital genug ist hätte ich evtl noch eine andere Idee: ganz radikal möglichst tief abschneiden und darauf hoffen, dass viele Seitentriebe kommen, mit denen man neu arbeiten kann.
Der Baum war beim 'Sammeln' an die 6 Meter hoch und wurde dann wie von die angeregt bearbeitet, mit der ersten Zielstellung über die Jahre mehrere Verjüngungsschnitte anzubringen.
Totoro hat geschrieben:...
WARUM ? *kopfkratz* :
Ein Hainbuchenbaum von etlichen Metern Höhe kann so etwas natürlich leisten *huch* .
Man muss einfach einen Trieb in direkter Nähe der Wunde etwa gleichdick oder dicker !!! ca 6m durchwachsen lasssen . Dann hast du aber wieder einen großen Baum :lol: Den mußt du dann wieder köpfen und so weiter.... *schmoll*
so solls nach Herrn Naka ja auch gemacht werden.
Schneiden... Wachsen lassen... wieder Schneiden... Wachsen lassen... usw.
peter krebs hat geschrieben:Entschuldigung, das musste jetzt sein.
Peter, fühl dich frei das Thema aufzulockern ;)
jetz wo ich dein Bild seh, lud es ja förmlich dazu ein...
Anja M. hat geschrieben:Obwohl ich zu dem Baum gleich eine Idee hatte, die weder einen Schnitt an dieser Stelle noch irgend etwas frei aufrechtes beinhaltet, ist das nicht die Frage. Wenn ich einen Schnitt dieser Art mache, so ist die Fläche eigentlich konkav. Bei einer Schnittfläche dieser Größe würde ich die Mitte aber wieder etwas höher machen, quasi einen flachen Hügel mit Grabe drum herum.
Danke für deine Schnittausgestalltung. Kannst du noch versuchen die Gedanken hinter deiner Idee zu posten.
Achso, wer seine Schnittform verrät, darf auch eine alternative Gestalltung einbringen ;)


Grüße Stephan
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von Bonsai-Bene »

peter krebs hat geschrieben:Entschuldigung, das musste jetzt sein.
k-Ziegenpeter.jpg
Viele Grüße
Peter

*lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach* *lach*

Sau cool *daumen_new*
MfG Benedict

Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
Totoro

Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von Totoro »

Hallo Jonny,

der perfekte Bonsai-Fachartikel für dich und deine Hainbuche :


www.bonsai4me.com

dort den Artikel lesen : "Developing deciduous bonsai branch structures :Part One : Building a branch structure"


Gruß
Dirk
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von Anja M. »

Anja M. hat geschrieben:Obwohl ich zu dem Baum gleich eine Idee hatte, die weder einen Schnitt an dieser Stelle noch irgend etwas frei aufrechtes beinhaltet, ist das nicht die Frage. Wenn ich einen Schnitt dieser Art mache, so ist die Fläche eigentlich konkav. Bei einer Schnittfläche dieser Größe würde ich die Mitte aber wieder etwas höher machen, quasi einen flachen Hügel mit Grabe drum herum.
Danke für deine Schnittausgestalltung. Kannst du noch versuchen die Gedanken hinter deiner Idee zu posten.
Achso, wer seine Schnittform verrät, darf auch eine alternative Gestalltung einbringen ;)
Konkav wird der Schnitt, damit die Narbe nachher nicht einen Hubbel bildet. Wenn der Baum aber erst einmal die Ränder ein Stück überwallt hat, dann ist aber auch der Stammdurchmesser größer und in der Mitte der Schnittstelle wird das zu überwallende Loch immer tiefer. Ob der Hügel in der Mitte jetzt nur optisch besser aussieht oder auch zeitlich etwas bringt, hab ich keine Ahnung.

Ich hätt den Baum eher in Richtung eines Besens geführt mit einem horizontalen Schnitt ein Stück weiter oben. Damit wär er wohl Walters Beispiel näher gekommen.
73 Anja
jonny kontroletty
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von jonny kontroletty »

@ Dirk - sehr passender Beitrag, dank dir!

@ Anja - danke für deine Asuführung, konnt ich nachvollziehen. Mit einer Besenform, ob mit oder ohne Bltizschlag setz ich mich auch ma noch auseinander ;)


Grüße Stephan
jonny kontroletty
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Re: Diagonalenschnitt - Hainbuche

Beitrag von jonny kontroletty »

Hallo zusammen,

die anfängliche Aufregung über die große Schnittwunde, welche wohl schwer verheilen wird, hat sich gelegt.

Alternativen wurden gebracht, Beispiele für für starke Überwallungen und ein interessanter Link zum Thema Diagonalschnitt.


Zum Thema, wie man die Schnittwunde ausformen könnte, bei etwas größeren Wunden, hatte leider nur Anja etwas geschrieben.

Machen alle Anderen es genauso, wenn sie einen Verjüngungsschnitt an etwas größeren Stammdurchmessern vornehmen?


Grüße Stephan
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