bei meiner Kastanie ist ganz ähnliches aufgetreten. Sie hat die letzten Jahre auch immer schon so ihre Problemchen gehabt, anfangs die Miniermotte, dann auch einmal ein Hitzeschaden wie von Norbert beschrieben.
Da ich die Sache mit der Miniermotte ja inzwischen kenne, habe ich den Baum die letzten zwei oder drei Jahre nach dem Austrieb im Abstand von einigen Wochen zweimal mit einem entsprechenden systemischen Mittel gespritzt und so hatte ich Ruhe vor den Biestern. Auch meine Kastanie sah erst einmal super vital aus.
Nach dem ersten Schnitt der Triebe und Teilblattschnitt der größten Blätter ging dieses Jahr dann wieder der Kummer los, ganz ähnlich wie hier bei Kryz. Ich habe mit vielen Leuten darüber gesprochen und tippte dann auch auf einen Pilz. Zweimal habe ich mit einem systemischen Fungizid gespritzt, das auch auf der Liste des Arbofux-Links aufgeführt ist, aber es hat sich keine sichtbare Besserung gezeigt.
Die Blätter sind deutlich verfrüht abgefallen, Ende August waren die meisten schon weg. ein paar Zweige sind abgestorben, die anderen haben aber noch lebendige Knospen, wenn auch relativ kleine.
Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich vor dem Einwintern (frostfreie Überwinterung halte ich beim geschwächten Baum für wichtig) den Baum einmal mit dem Hochdruckreiniger säubere und dann eine Winterspritzung vornehme. Im Frühjahr wiederhole ich dies und pflanze den Baum in eine etwas größere Trainingsschale um. Nächste Saison freies Durchwachsen ohne Schnitt, systemische Spritzung gegen Miniermotte und Pilz, bei großer Hitze kommt der Baum in den Schatten.
Hoffentlich kann ich die Kastanie damit wieder fit und vital bekommen und brauche zukünftig nicht mehr so viele Mittelchen. Wenn der Baum nicht so schön wäre, wäre ich wohl in Versuchung, ihn zu entsorgen.
Auf jeden Fall werde ich mir nach den vielen Scherereien keine weitere Kastanie mehr zulegen.
Liebe Grüße,
Heike
