Ralf
Vielen Dank für deine lobenden Worte. Es freut mich, wenn meine Sätze verstanden werden.
Ein Düngeschema habe ich nicht.
Schema, Plan, Ordnung, Regeln, das sind alles Worte, die mir ein leichtes Unwohlsein verursachen. Ich bin da wohl in einer spätpubertären Schleife gefangen.
Bei Birken zitiert man am besten Hermann Haas:
"Schmeiß an Dünger an die Birken, was du gerade da hast und nicht wenig!"
Das sagte er in Bezug auf rasche Masseentwicklung.
In diesem Jahr bin ich seiner Empfehlung nicht gefolgt, weil ich nicht soviel Zuwachs haben wollte. Aber sie hat fast durchgehend im Wasser gestanden und oben auf der Substratoberfläche habe ich das ganze Jahr das Moos nicht entfernt. Als Yami und Heike am ersten Dezemberwochenende bei mir waren, sprachen die beiden von Monstermoos weil es so hoch stand (die leichten Minusgrade haben unterstützt).
Das habe ich nicht ohne Grund gemacht.
Im nächsten Frühjahr wird umgetopft und da will ich zwei der alten starken Wurzeln weiter reduzieren, damit ich die Pflanzstellung optimieren kann.
Die Birke liebt zwar Wasser, ihre Wurzeln entwickelt sie aber lieber außerhalb. Und so hat sich zwischen dem Moos über das ganze Jahr starkes Wurzelwachstum gezeigt. Jetzt habe ich ausreichend Oberflächenwurzeln und kann im Frühjahr frei agieren.
Gibt sicher auch gängigere Methoden, mir hat es so Spaß gemacht, zumal ich dieses Jahr während der Wachstumsperiode längere Zeit nur eingeschränkt einsatzfähig war.
Die Schnittstelle an der Spitze ist jetzt freigefault. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt.
Die Arbeit am Baum wird sicher interessant werden.
Ich werde sie euch dokumentieren.