Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Heike_vG
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Heike_vG »

klauso hat geschrieben:
Lioth hat geschrieben:Auf der Insel herrscht aber auch ein anderes Klima als bei uns.
Wenn man das englische mit unserem Klima gleichsetzen würde, könnte es sein das ein zweiter Austrieb hier nur gebietsweise möglich ist!?
Hallo gerd,

Wo bei uns? In freiburg, karlsruhe, köln oder kiel? :twisted: :)
Es gibt natürlich Unterschiede. Wobei ich denke, mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Sehr wichtig ist auch daran zu denken, dass das Kleinklima von Garten zu Garten oder zu Balkon auch sehr unterschiedlich ist.

Wenn man seiner Schwarzkiefer nicht viele Sonnenstunden am Tag bieten kann und keinen Winterschutz, dann kann man es vermutlich überall, nicht nur in Europa, vergessen.
Auf einem Ostbalkon oder in einem völlig beschatteten Garten braucht man es bestimmt nicht zu versuchen.

Hat man einen Standort, der den ganzen oder fast den ganzen Tag Sonne bekommt, und einen guten Winterschutz, dann sollte es in Oregon, England, Freiburg, Karlsruhe, Köln und Kiel funktionieren, wie ich Ryan Neil verstehe.
Das entscheidende ist, a) dass der Baum fitte, leistungsfähige Wurzeln hat, b) die Einhaltung des Zeitplans und c) dass man das komplette Programm wie beschrieben durchzieht und nicht einzelne Schritte auslässt, vergisst, zum falschen Zeitpunkt macht o.ä.

Ryan Bell, der mir übrigens den Tipp mit dem Link gegeben hat, schrieb mir auch, dass Schwarzkiefern gar kein großes Problem mit viel Regen haben (gut trocknendes Substrat natürlich vorausgesetzt!), da sie Küstenpflanzen sind. Er hat 6 Shohin-Schwarzkiefern von ausgezeichneter Qualität.
In Mississippi legen die Bäume übrigens in der heißesten Zeit eine Wachstumspause ein und Ryan Bells Bonsai kommen dann in Schattenhäuser oder unter Netze. Die Mörderhitze dort hat auch wahrlich nicht nur Vorteile.

Michael Hagedorn und Ryan Neil haben sich in Portland niedergelassen, weil sie das Klima dort für Bonsai besonders günstig finden (wobei Michael schief grinsend zugab, dass die Region von Vulkanen, Wirbelstürmen und Erdbeben bedroht wird). Weitere amerikanische Japan-Heimkehrer werden sich noch dazugesellen und inzwischen sind es auch schon mehr als 10 Betriebe dort, die mit Bonsai zu tun haben (Anzuchtgärtnereien, jemand der schöne Tische macht etc.).
Auch wir dürfen uns wohl nicht beklagen. Ich habe mich amüsiert, dass ein Bonsaimann in Miami mich um das deutsche Klima beneidet hat, weil wir hier die ganzen schönen japanischen Bonsaiarten halten können und auch noch die ganze europäische Artenvielfalt haben. Da war ich jedoch gerade im Entdecker- und Forscherfieber und habe mich für die tropische Vegetation begeistert. Jeder findet spannend, was er zu Hause nicht hat. 8)

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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manuu29
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von manuu29 »

Ich seh es so wie Heike und moechte evtl auch sagen dass es evtl auch darauf ankommt wie lange der Baum schon (in unserem Fall mal angenommen) schon in Deutschland bzw Europa ist
Bzw gepflegt wird und sich unserem Klima so langsam anpasst

Dann wird sicherlich das alter des Baumes auch ne Rolle spielen bzw wie lange in Schale usw


Aber ich mich mich da nicht verrückt die Schilderungen von Ryan sind ja jetzt auch nicht das "neue Rad" sondern wie ich für mich finde super aufgegliedert (Wann was wo und warum ueberhaupt) find ich sehr dufte


Und so hab ich es voriges Jahr auch fast angewendet gut ich hab die Kerzen zu spät geschnitten aber es gab ein 2 Ten austrieb (dank Walter)
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
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Lioth
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Lioth »

klauso hat geschrieben:
Lioth hat geschrieben:
Heike_vG hat geschrieben: Ryan NEIL hat den Vortrag in England gehalten und dem Publikum dort gesagt, dass diese Methode Schwarzkiefern zu behandeln auch dort funktioniert.
Auf der Insel herrscht aber auch ein anderes Klima als bei uns.
Wenn man das englische mit unserem Klima gleichsetzen würde, könnte es sein das ein zweiter Austrieb hier nur gebietsweise möglich ist!?
Hallo gerd,

Wo bei uns? In freiburg, karlsruhe, köln oder kiel? :twisted: :)
Hallo Klaus,
vielleicht in den von Dir genannten Orten, vielleicht auch nicht.
Wenn man sieht was in englischen und auch schottischen Parks und Gärten an, teilweise exotischen, Pflanzen und Gehölzen munter vor sich hinwächst!
Die würde ich nicht mal in unserem "milden" rheinischen Klima frei auspflanzen!
Deshalb denke ich schon, dass die Schwarzkiefern auf der Inseln einige Vorteile haben könnten!?
Gott schuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt...!

Allegra
Gerd
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klauso
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von klauso »

Sorry gerd,

Ich wollte nicht "korinthenkacken". Ich denke auch, dass england im klima gewisse vorteile hat. Aber eben auch bei uns gibt es klimatische unterschiede.

Heike,

Ich kenne auch nur jpp der es an einer mugo schon seit jahren macht. Die mugo hat eine nadellänge von höchstens 2cm. Muss mal schauen, ob ich das passende bild finde.

Vielleicht sollte man das "mekiri" (hoffentlich richtig geschrieben) auch im wechselnde rythmus ausführen. So ungefähr, dass immer wieder verschnaufpausen, in denen die kiefern wachsen dürfen, eingelegt werden. Bei shohin ist das etwas schwieriger, weil die doch schnell aus der form wachsen. Ich halte es eh für einen fehler unsere bäume nicht immer mal wieder wachsen zu lasse. M.m ist es nicht möglich einen bonsai immer auf ausstellungsniveau zu halten ohne auf dauer an vitalität zu verlieren.
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Stephan mit ph
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Stephan mit ph »

Liebe Heike
Vielen Dank, für die Mühen welche Du Dir speziell in diesem Fall, aber auch in vielen anderen Beiträgen machst.
Viele Grüße
Stephan
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bonsaimike
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von bonsaimike »

Anbei noch Fotos von heute, speziell für die Zweifler :-D

Sind zwei unterschiedliche jp. Schwarzkiefern.

MFG Mike
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kuromatsu1.jpg
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Thierry
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Thierry »

WOW *respekt*
Viele Grüße,
Thierry

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Heike_vG
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Heike_vG »

Ja, das sind bemerkenswerte Bilder! Hoffentlich sieht es in einem Jahr bei mir auch so gut aus. :-D
Danke für's zeigen, Mike!

Liebe Grüße,

Heike
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MrBigWednesday
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von MrBigWednesday »

*doh* ich wage mich daran zu erinnern, in einem anderen thread einmal geschireben zu haben, sämtliche kerzen zu schneiden, was damals aber als zu riskant abgetan wurde.... (nichts für ungut)
der richtige zeitpunkt, um die kerzen zu schneiden, ist kurz bevor die nadeln geschoben werden. die ideale länge des verbleibenden stumpfes beträgt 3mm.
von einem zweiten austrieb würde ich bei dieser methode aber nicht sprechen, da der erste austrieb sich nicht vollständig ausbilden kann und entsprechend auch nicht nadeln gebildet werden. letzes jahr haben einige meiner kiefern tatsächlich 2 austriebe gemacht, sprich sie haben 2 mal kerzen und nadeln gebildet.
ich sollte noch irgendwo ein foto haben, wo man die geschnittenen kerzen sieht mit den sich neu gebildeten knsopen. werde sie selbstverständlich hier nachreichen.

grüsse
gérald
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kerzen01.JPG
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MrBigWednesday
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von MrBigWednesday »

p.s.: ganz wichtig bei dieser methode ist, sie jedes jahr zu wiederholen. wird sie auch nur eine vegettionsperiode ausgelassen, werden die nadeln wieder lang und die arbeit beginnt von neuem!
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Heike_vG
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Gérald,

über die Bearbeitung der japanischen Schwarzkiefern ist schon viel verschiedenes geschrieben worden und es hat eine Menge Verwirrung gegeben. Vieles hat mir überhaupt nicht eingeleuchtet und einiges erschien wirklich unsicher oder riskant. Deswegen hatte ich lange Zeit überhaupt keine Lust, mir überhaupt eine japanische Schwarzkiefer zuzulegen.
Was ich an der Methode wie Ryan sie schildert so interessant finde ist, dass er den Zeitpunkt des Kerzenschneidens gar nicht unbedingt am Zustand der Kerzen oder deren Größe etc. festmacht. Zeitplan Ende Mai - Anfang Juni, fertig. Wartet man bis Mitte oder Ende Juni, weil man meint, die Kerzen sind noch nicht so weit, dann wird nach hinten raus die Zeit zu knapp.
Ich würde daher empfehlen, die geschilderte Methode von Ryan komplett und genau einzuhalten, wenn man sie probieren möchte, sie aber nicht mit anderen Methoden und Empfehlungen zu vermischen.
Dass wenn man die Nadeln und Internodien kurz halten will, die Sache kein Jahr ausgelassen werden sollte, ist einsichtig. Jedoch sollte einem bewusst sein, dass man bei einer geschwächten und daher gefährdeten Kiefer zur Kräftigung die Kerzen lieber einmal wachsen lassen sollte (trotzdem wo möglich auf den Wuchskraftausgleich achten, damit die Spitze nicht auf Kosten der unteren Äste überdimensional stark wird), da lieber mal auf die Nadellänge pfeifen...

Liebe Grüße,

Heike
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MrBigWednesday
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von MrBigWednesday »

hallo heike

das finde ich so gar nicht schlimm. ich freue mich, dass du den weg zu den japanischen schwarzkiefern gefunden hast und ich kann nur zu gut verstehen, dass du dich in der anfangsphase in bezug auf diese sorte gern an einen strikten "fahrplan" halten möchtest.
ich wollte nur einige ergänzungen machen, die mir wichtig erscheinen. bislang war es aber tatsächlich immer so, dass die kerzen ende mai/anfang juni ausgereift und kurz vor dem nadelschub waren.

letztes jahr habe ich einen anderen versuch gestartet mit dem schneiden der kerzen, der bislang auch erfolgversprechend aussieht. darauf einzugehen verzichte ich aber an dieser stelle, um nicht unnötig wieder verwirrung über verschiedene methoden aufkommen zu lassen.

grüsse
gérald
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Funkadalic
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Funkadalic »

Hallo,
auf der Seite bonsai-aktuell.de hab ich folgenden Artikel von W. Busch gefunden, was haltet ihr davon?
Er beschreibt die Pflege dieser Art doch etwas anders Als Ryan.
http://bonsai-aktuell.de/index.php?opti ... 9&Itemid=1


April 2013
Die Japanische Schwarzkiefer – Pinus thunbergii
Werner M.Busch

Unsere Baumart des Monats ist die Japanische Schwarz-Kiefer, in Japan Kuro-Matsu genannt. Die immergrüne, zweinadelige Kiefer erreicht am natürlichen Standort eine Höhe von bis zu 30 Metern. Die dunkelbraune Borke alter Bäume reißt in unregelmäßige Platten auf. Die waagerecht am Stamm stehenden Äste tragen dunkelgrüne, spitze, stechende bis 11 cm lange Nadeln, die 3 Jahre am Baum verbleiben.


Besonderheit als Bonsai
In Japan zählt die Schwarz-Kiefer zu den am häufigsten als Bonsai gestalteten Bäumen. Der Import nach Europa ist immer noch verboten. Die Sorte ‚Cortocosa‘ (Nishiki-Matsu) entwickelt eine außergewöhnlich grobe, mit tiefen Rissen versehene Borke.

Pflege- und Gestaltungshinweise
Beachtet man folgende Hinweise ist die Pflege der Schwarz-Kiefer recht einfach. Sie ist nicht so frostfest wie die heimischen Kiefern. An heißen Sommertagen sollte sie mit reichlich Wasser übersprüht werden. Gedüngt wird im Frühjahr wenig, im Herbst ab September dafür stärker.

Standort – Wasser – Substrat
Sie muss als Bonsai vollsonnig aufgestellt werden. Äste, die in den Schatten geraten kümmern. An das Wasser stellt sie keine besonderen Ansprüche. Kurzzeitige Trockenheit wird toleriert. Das Pflanzsubstrat kann aus einer Mischung AKADAMA und Gesteinsgranulat im Verhältnis 2:1 bestehen.

Gestaltung - Rückschnitt
Wird für gewöhnlich in alle Stilarten, bis auf die Besen-Form gestaltet. Trotz ihrer langen Nadeln wird sie in Japan oft als Shohin gestaltet. Eine exakte Form lässt sich nur durch regelmäßiges Drahten erhalten.
Die Wuchskraft der Triebe im oberen Kronendrittel muß durch das Entfernen eines Teils der Nadeln ständig reduziert werden, da sonst auf Dauer die unteren Äste wegen Lichtmangels absterben. Im Frühjahr werden die starken Kerzen, bevor sich die Nadeln aus der Hülle schieben, komplett entfernt, die schwachen bis auf ein Drittel eingekürzt.

Überwinterung
Bei Temperaturen unter -5°C sollte sie auf dem Boden stehen; zusätzlicher Schutz der Wurzeln ist bei stärkerem Frost empfehlenswert.

Textquelle: Werner M. Busch, Dr. Achim R. Strecker presse-bonsai-museum-düsseldorf.
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Heike_vG
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Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Heike_vG »

Das ist eine der Pflegeanleitungen, wie man sie oft liest, in natürlich extrem kurzer Form, in nur wenigen Sätzen dargestellt.

Sicherlich ist sie auch nicht verkehrt, viele Leute pflegen etwa so ihre Schwarzkiefern. Was ich allerdings immer wieder gehört und an vielen Schwarzkiefern gesehen habe ist, dass man dabei nicht immer bzw. nicht jeder jedes Jahr (auch wetterabhängig) wirklich gute Ergebnisse erzielt, dass der Baum manchmal struppig aussieht. Wo die Kerzen ganz bzw. auf den kleinen Stummel entfernt wurden und ein zweiter Austrieb wächst, kommen kurze Nadeln, dort wo mehr stehen blieb sind lange Nadeln und vielleicht kein zweiter Austrieb. Dann sieht sich mancher veranlasst, die zu langen Nadeln zu schneiden und das sieht auch nicht so schön aus.
Solange der Baum noch in der Entwicklung ist, ist alles kein Problem, auch bei größeren Bäumen mag es bei guten Leuten durchaus gute Ergebnisse geben.
Mich haben diese Unsicherheiten lange Zeit davon abgehalten, mich mit Schwarzkiefern abzugeben.

Die Methode von Ryan - bzw. Kimura - war mir auch neu. Für mich klingt sie wie gesagt gut und logisch. Ich habe nun zwei Shohin-Schwarzkiefern (eine relativ rohe und eine reifere), wo die Nadel- und Internodienlänge besonders bedeutend ist, und bin sehr gespannt auf die Erfahrungen, die mir bevorstehen.

LG, Heike
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Joseph Conrad
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Registriert: 25.05.2013, 19:16

Re: Pflege von japanischen Schwarz- und Rot-Kiefern

Beitrag von Joseph Conrad »

Sevus miteinander,


als eifriger Mitleser dieses Forums war ich sehr dankbar für die tollen Ryan Neil Pinus Video part 1 und part 2 Hinweise.

Noch mehr als part 1 faszinierte mich sein zweiter Teil-Vortrag über die nur einen Austrieb machenden Kiefernarten wie die Schottische Kiefer (wohl unsere Föhre).
Bei Yamadoris : 1stes Jahr für die Wurzeln, 2 tes Jahr für den Austrieb neuen Laubes, 3 tes Jahr für exessives Zusatzlaub um im 4ten Jahr die Kiefer bearbeiten zu können und im 5ten dann evtl. bereits ausstellen zu können. (wenn ich richtig verstanden habe).

Dazu ein paar Fragen, da mein Englisch recht schwächlich ist :
1. Ist die Astlänge im dritten "zusätzlichen" Ruhejahr dann nicht schon recht lang geworden , da man ja nur den diesjährigen Teil der Triebe pinzieren (pinchíng ?) kann?
2. Meint er das das Zusatzlaub des 3ten Jahres hintere Knospen entstehen ! lässt, obwohl er an anderer Stelle sagt das das Auxin der Endknospen den Austrieb hinterer Knospen verhindert ? Also Entstehung würde gefördert , Austrieb verhindert ?
3. Im 4ten Jahr beschreibt er das pinching, also ein paar Nadelpaare des neuen Austriebs belassen nicht alles wegschneiden wie bei jap. blackpines Mitte Mai-Mitte Juni. Das gäbe den Auxin -Effekt und würde die Knospen im hinteren oder inneren Teil zum Austrieb anregen. Meint er damit bestehende ! Knospen, die sich im 3ten Zusatzjahr gebildet haben , oder würden sich dadurch erst hintere Knospen neu bilden ?


Um Aufklärung wäre ich sowas von dankbar !

LG Joseph
Jeder Grashalm hat seinen Fleck Erde, aus dem er sein Leben und seine Kraft zieht; ...
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