Norbert_S hat geschrieben:Du wirst wesentlich mehr Freude an diesem schönen Hobby haben, wenn du gleich mit ansprechendem Baummaterial beginnst. Außerdem stellst du dann nicht in einigen Jahren fest, dass du verdammt viel Zeit mit ungeeignetem oder minderwertigen Material verplempert hast.
Bei dem "Thema" bin ich ganz bei Norbert.
Um aus einem günstigen "Prebonsai" (für 10, 20 oder 50 Euro) einen mehr o. weniger ansehnlichen "Bonsai" zu machen (wo man sich also auch ein "Baum in klein" vorstellen kann), dauert es u.U. so viele Jahre, dass einige Bonsaianfänger/innen bis dahin einfach aufgeben - was ja verständlich ist.
Denn das Wichtigste bei Bonsai ist : Zeit.
Nimmt man hingegen am Anfang keinen so ganz billigen/günstigen Baum, sondern ein bisschen teurer und lässt man sich von erfahrenen Hobbyisten/innen oder vom Fachverkäufer auch beraten, dann hat man nach wenigen Jahren schon einen recht ansehnliches Ergebniss, welches die Freude am Hobby wieder hochtreibt und motiviert (und nicht die Frustration, dass aus dem billigen Prebonsai selbst nach mehrere Jahren noch nichts wirklcih ansehnliches geworden ist...).
Deshalb wäre meine Empfehlung auch : lieber das Geld zusammenlegen bis man sich einen korrekten Rohling kaufen kann, anstatt der Versuchung zu erliegen einen billigen Prebonsai mitzunehmen, weil er einem im Geschäft so gut gefallen hat ("der sieht doch so süss aus!" - das kennen wir und haben es alle schonmal selbst erlebt ) und dann feststellen dass es doch schwieriger ist aus so einem billigen Prebonsai einen relativ ansehnlichen Bonsai zu machen und u.U. aus diesem Grund dieses so schöne Hobby aufzugeben...
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Ich wollte es nicht gleich anbringen und lieber andere Meinungen abwarten, aber ich frage mich die ganze Zeit, wie ein Bonsai eigentlich eine "Geldanlage" sein kann.
Selbst wenn ich es hinbekomme, einen Baum zu erstehen und ein Jahr später zum gleichen Preis wieder zu verkloppen, habe ich doch eine Arbeit hineingesteckt, die ein Vielfaches wert ist. Gerade heute: da war es nicht mit dem täglichen Gießen getan, da musste ein Pinsel geholt werden, um mehrere Bäume Blatt für Blatt abzubürsten, wo sich eine Kolonie Blattläuse breitgemacht hatte. Auf einem anderen suche ich seit zwei Tagen das Mistviech, das sich an den Blättern gütlich tut. Klar, ich könnt sie auch spritzen, aber das kostet ja auch Geld.
OK, an Dünger kostet es nur eine Flasche von Aldi, zwischendrin immer wieder ein paar Löffel Blaukorn von Lidl. Die Arbeit, das Zeug zu verteilen ist wieder ein Vielfaches wert.
Öhm, wenn ich das Geld aufs Sparbuch lege, kriege ich aber ohne Arbeit mehr raus (selbst bei meiner Konkurrenz *eg*)
Die Wertsteigerung bei einem Bonsai erfolgt wenn dann nur sehr langsam, es sei denn, man hat einen Brüller-Yamadori gefunden - und man muss auch noch wissen, was man tut. Aber selbst das schützt einen nicht vor einem Fiasko.
vorweg - keine Angst, ich will Dir keinen Baum verkaufen, bin froh an jedem Baum den ich habe! Aber ich kann Dir anbieten, wenn Du Interesse hast, schau doch mal bei mir vorbei. Ich wohne bei Aalen, also gar nicht weit weg von Dir. In den letzten Jahren habe ich mir viele Bäume in dieser Preisklasse zugelegt und die meisten wurden inzwischen in einem workshop grundgestaltet. Die Arten sind u.a. versch. Ahornarten, Apfel, Kuchenbaum, Hainbuchen, versch. Kiefernarten, Wacholder. Fichten, Eiben, Linden, Azalee. Daneben noch selbst gezogene Buchen, Eichen, Lärchen, usw. in allen nur denkbaren Größen. Dann könntest Du sehen, welcher Baum und welche Größe Dir zusagt. Des weiteren, was Du an Werkzeug, Draht, Dünger, Substrat und andere Hilfsmittel, zwar nicht unbedingt brauchst, aber ab und zu ganz hilfreich sind. Du könntest auch sehen, welcher Baum von welchem Händler kommt.
Ist vielleicht sinnvoller, als einfach zu sagen: "Also gut, dann halt eine Hainbuche".
Bei Interesse schreib mir einfach ne pn.
Man muss sich in die Haut eines/r Bonsaianfängers/in versetzen : Sie sehen hier im BFF oder im Bonsaigeschäft und anderswo diese tollen Bonsai, und lesen von irgendwelchen komplizierten Fachbegriffe und Techniken, und stehen mit ihren eigenen Bäumchen u. Prebonsai vor einem riesigen Tal zw. dem wo sie selbst stehen (was sie haben/besitzen/wissen) und das was sie sehen/lesen, und stellen sich dann tausend und eine Fragen, und wissen nicht wie kommen sie von ihrer Seite des Tals auf die andere Seite.
In solche (typische) Fälle, die viele Bonsaianer/innen am Anfang durchmachen, ist es ganz besonders wichtig, sich Hilfe und Rat zu holen.
Das kann ein professionnelles Bonsaigeschäft sein (wie Enger und die anderen Profis, also nicht im Baumarkt!!!), oder ein Bonsai-Arbeitskreis in der näheren Wohnumgebung, usw.
Wichtig ist : viele Fragen stellen (viele Anfänger/innen trauen sich nicht zu fragen! Das ist schade. Es gibt keine dummen Fragen! Es gibt nur dumme Antworten! Wer Ahnung hat, ob erfahrener Bonsaianer/in oder Profi, der wird das verstehen und auf jede Frage eingehen, völlig Wurst ob die Frage einem selbst blöd erscheint oder nicht - es gibt eben keine blöden Fragen wenn man am Anfang dieses Hobbys ist).
Und dann gibt es noch eine bessere Lösung : Der Kauf mit einem (oder mehrere) Workshop zu verbinden.
Also : mit ansprechendem Baummaterial beginnen und dieses unter Anweisung vom Profi-Auge zu bearbeiten und zu gestalten.
Noch besser sind regelmässig mit dem gleichen Baum zum gleichen Profi zu gehen um an dem Baum weiter zu arbeiten, dann sieht man auch die Zwischenergebnisse, und lernt mehr (wie sich der Baum entwickelt, warum man wann umtopfen kann und wie man richtig umtopft, wann und warum man die Triebe und Äste schneidet, und der richtige Umgang mit dem Werkzeug, und vieles viels mehr).
Während der Zeit wo ich bei Uli war, ist mir aufgefallen, dass die Mehrheit seiner Stammkunden (egal ob Anfänger/innen oder Bonsaianer/innen die schon ein paar Jahre Erfahrung haben), das sehr gut verstanden haben (bzw. dass Uli ihnen das sehr gut vermittelt ist) : sie kaufen nur Bäume nachdem sie mit ihm über Pflegeaufwand, Budget, Ziel, usw. gesprochen haben, und dann wenn Uli den besprochenen Baum besorgt hat, kommen die Kunden auch regelmässig wieder zu ihm um an diesem Baum zu arbeiten wenn etwas ansteht (umtopfen, schneiden, usw.). So lernen sie sehr viel und unter Anleitung wie das geht.
Ich habe bei Uli nicht nur Weltklassebäume aus seiner eigenen Sammlung bearbeitet (umtopfen, schneiden, usw.), sondern auch ab und zu den einen oder anderen seiner Stammkunden/in betreut (wenn er keine Zeit hatte, ich war ja da also kein Problem), und mir ist aufgefallen dass selbst ganz "frische" Bonsainer/innen die erst seit ein paar Jahren mit dem Hobby angefangen haben schon eine Menge wissen!
Da sieht man dass es sich auszahlt wenn ein Anfänger/in sich vor dem Kauf beraten lässt, mit ansprechendem Baummaterial beginnt und dieses ausgesuchte Baummaterial unter Anleitung gestaltet und pflegt.
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Man muss sich in die Haut eines/r Bonsaianfängers/in versetzen : Sie sehen hier im BFF oder im Bonsaigeschäft und anderswo diese tollen Bonsai, und lesen von irgendwelchen komplizierten Fachbegriffe und Techniken, und stehen mit ihren eigenen Bäumchen u. Prebonsai vor einem riesigen Tal zw. dem wo sie selbst stehen (was sie haben/besitzen/wissen) und das was sie sehen/lesen, und stellen sich dann tausend und eine Fragen, und wissen nicht wie kommen sie von ihrer Seite des Tals auf die andere Seite.
In solche (typische) Fälle, die viele Bonsaianer/innen am Anfang durchmachen, ist es ganz besonders wichtig, sich Hilfe und Rat zu holen.
Das kann ein professionnelles Bonsaigeschäft sein (wie Enger und die anderen Profis, also nicht im Baumarkt!!!), oder ein Bonsai-Arbeitskreis in der näheren Wohnumgebung, usw.
Wichtig ist : viele Fragen stellen (viele Anfänger/innen trauen sich nicht zu fragen! Das ist schade. Es gibt keine dummen Fragen! Es gibt nur dumme Antworten! Wer Ahnung hat, ob erfahrener Bonsaianer/in oder Profi, der wird das verstehen und auf jede Frage eingehen, völlig Wurst ob die Frage einem selbst blöd erscheint oder nicht - es gibt eben keine blöden Fragen wenn man am Anfang dieses Hobbys ist).
Und dann gibt es noch eine bessere Lösung : Der Kauf mit einem (oder mehrere) Workshop zu verbinden.
Also : mit ansprechendem Baummaterial beginnen und dieses unter Anweisung vom Profi-Auge zu bearbeiten und zu gestalten.
Noch besser sind regelmässig mit dem gleichen Baum zum gleichen Profi zu gehen um an dem Baum weiter zu arbeiten, dann sieht man auch die Zwischenergebnisse, und lernt mehr (wie sich der Baum entwickelt, warum man wann umtopfen kann und wie man richtig umtopft, wann und warum man die Triebe und Äste schneidet, und der richtige Umgang mit dem Werkzeug, und vieles viels mehr).
Während der Zeit wo ich bei Uli war, ist mir aufgefallen, dass die Mehrheit seiner Stammkunden (egal ob Anfänger/innen oder Bonsaianer/innen die schon ein paar Jahre Erfahrung haben), das sehr gut verstanden haben (bzw. dass Uli ihnen das sehr gut vermittelt ist) : sie kaufen nur Bäume nachdem sie mit ihm über Pflegeaufwand, Budget, Ziel, usw. gesprochen haben, und dann wenn Uli den besprochenen Baum besorgt hat, kommen die Kunden auch regelmässig wieder zu ihm um an diesem Baum zu arbeiten wenn etwas ansteht (umtopfen, schneiden, usw.). So lernen sie sehr viel und unter Anleitung wie das geht.
Ich habe bei Uli nicht nur Weltklassebäume aus seiner eigenen Sammlung bearbeitet (umtopfen, schneiden, usw.), sondern auch ab und zu den einen oder anderen seiner Stammkunden/in betreut (wenn er keine Zeit hatte, ich war ja da also kein Problem), und mir ist aufgefallen dass selbst ganz "frische" Bonsainer/innen die erst seit ein paar Jahren mit dem Hobby angefangen haben schon eine Menge wissen!
Da sieht man dass es sich auszahlt wenn ein Anfänger/in sich vor dem Kauf beraten lässt, mit ansprechendem Baummaterial beginnt und dieses ausgesuchte Baummaterial unter Anleitung gestaltet und pflegt.
Gut gesagt. Ich glaube dem ist nichts hinzuzufügen!!
Ich - ein Anfänger - werde mich auch mal dazu äußern.
Zu erst einmal muss jeder für sich entscheiden was ein günstiger Bonsai ist. Für manche ist es der 20€ Baumarktbaum, für andere its ein 400€ Bonsai günstig. Ich für meinen Teil bereue es überhaupt nicht, dass ich mit günstigeren Bonsai angefangen habe. Mein erstes echtes Bäumchen war ein Acer palmatum Kyohime - Ruhe in Frieden! Es war ein 50€ Bäumchen und durch die Anfängerfehler - die man unweigerlich macht - es es eingegangen. Wäre dies nun ein wirklich wertvoller Baum, hätte ich mich wirklich geärgert und eventuell die Freude an Bonsai verloren. Deshalb bin ich der Meinung, dass man sich ersteinmal an günstigeren Bäumchen versuchen sollte. Sich direkt ein 200-300€ Bäumchen zu kaufen, halte ich subotimal, wenn man ein Bloody Beginner ist.
Bei Baumarktbäumchen hat man auch den Vorteil, dass man schnell Erfolge sieht. Meist stehen sie in schlechtem Granulat(meist einfache Erde) und sie sind häufig in einem weniger guten Zustand. Wenn man diesen Bäumchen eine neue Umgebung, Granulat und einen neuen Schnitt verpasst, sind Erfolge eigentlich schnell sichbar - was mich am meisten freut.
Ich persönlich habe auch Freude daran, die Entwicklung meines Bäumchens zu beobachten. Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan! Kauft man sich direkt einen "fertigen" Bonsai, hat man weniger zu tun. Und Fehler und Misserfolge halte ich sogar für wichtig, da man aus ihnen lernt und dies gehört m. M. n. zu diesem Hobby dazu, wie Stürze beim Fahrrad fahren.
Dies ist meine Sicht. Ich bin jetzt ca. 3 Jahre dabei und habe seit einem Jahr meine ersten "Profibonsai" aus der Fachhandlung(auch vom Sponsor)
Eigentlich, so muß ich sagen, finde ich mich in keiner der aufgeführeten Anfängergruppen wieder. Ich hab von Anfang an Matereial aus meiner Umgebung genommen, was zur Hand war: Omas Ficus, eigene Sämlinge bzw Stecklinge oder Baumschulpflanzen. Ich wär damals nie auf die Idee gekommen einen Baum zu kaufen, der schon auf den Weg gebracht worden ist.