Es folgten Giftgaben-und sprühungen, kräftige organische Düngungen und im vierten Jahr zeigten sich zaghaft erste Knospen und neue Triebe.
Als ich nun von meinem Korsikatripp zurückkehrte, sah ich weiße Pilzauflagen an der Borke des Stammes ...also, den Baum auf den Tisch und die befallenen und toten Rindenteile entfernt. Darunter zeigte sich schwammiges Kernholz ...also alles ausgeschält, gebürstet bis aufs feste Holz, danach geflämmt und alles mit Jinmittel behandet. Diese doch sehr waghalsige Tour der Eibe zurück ins Leben hatte aber auch glücklicherweise ihre guten Seiten. Ich war nicht mehr in der präkären Lage Totholz produzieren zu müssen und gegebenenfalls Saftrückzüge zu riskieren und damit ein Absterben weiterer Äste zu riskieren.
Der Baum hat glücklicherweise, oder besser der Pilz, alles selbst erledigt. Die Eibe besitzt jetzt lediglich zwei Lebenslinien die das ganze Kronengerüst versorgen. Vitalität ist auch wieder eingekehrt und frische Wurzeln zeigen sich im oberen Bereich ( nach Auflage einer zwei cm dicken Pferdemistschicht).
Nachdem ich also den Baum "totholzbearbeitet" hatte, wurde er auch gleich gedrahtet aber nicht !!! und das aus der Überlegung heraus, die Vitalität auf garkeinen Fall in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen, beschnitten und zurückgenommen.
Deshalb sieht er jetzt noch sehr dicht aus, zeigt keine Negativräume und Etagen und man kann seine Struktur nur schlecht erkennen. Wenn er das Winterlager gut überstanden hat werde ich nach Beurteilung im nächsten Jahr entscheiden ihn zurückzunehmen oder gegebenenfalls ersteinmal in eine Schale zu setzten.
saludos
avicenna
