Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

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heinz leitner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von heinz leitner »

Heike_vG hat geschrieben:Ein Traum, Heiner! *lieb* Und erneut aufgefrischte Motivation, meine Zelkowenkrücke noch richtig aufzubauen. *floet*
Vielen Dank für's zeigen.Liebe Grüße,Heike
Dem kann ich nur zustimmen...eine der besten Zelkoven ,die ich kenne....
Und meine Zelkova ist da meilenweit entfernt.. :roll:

Gruss Heinz
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Jürg Stäheli
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von Jürg Stäheli »

Grossartig Heiner
Es macht grosse Freude diesen herrlichen Baum zu sehen.
Danke fürs Zeigen.
Liebe Grüsse
Jürg
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Georg
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von Georg »

Das ist Heiner! *daumen_new*
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Heike, Walter, Norbert, Jürg, Heinz, Holger, Rüdiger und Christian,

vielen Dank für die positiven Kommentare.

Bei der Herbstschnipselei an den Endtrieben ist mir aufgefallen, dass der Baum bei einer 135°-Drehung im Uhrzeigersinn besser wirkt. Allerdings muss auf der Rückseite die Borke noch etwas rissiger werden. Auf dieses Altersmerkmal möchte ich nicht verzichten. Das wird noch 2-3 Jahre dauern.
Bei den Zelkowen-Besen ist der verfremdende 2 D-Effekt im Foto erheblich. In Wirklichkeit ist die Krone nicht so dicht, wie es auf dem Foto zu sein scheint. Und daher bin ich auch etwas versöhnt, Christian, denn so dicht wie im BA, Heft 100 die Zelkowen des japanischen Meisters aussehen, werden sie in Wirklichkeit auch wohl nicht sein, wenngleich feststeht, dass die gezeigten Bäume zweifellos allerhöchstes Niveau besitzen.
Hier in Mitteleuropa müssen wir andere klimatische Verhältnisse tolerieren, die eine solche Finesse wohl nicht zulassen. Ausserdem möchte ich gern wissen, mit welchen Tricks die Nippon-Kollegen arbeiten.
Und noch eine Anmerkung:
In manchen Büchern - manchmal habe ich den Eindruck, dass der Eine vom Anderen abschreibt- ist zu lesen, dass die Besenform einfach, ja simpel wäre (s. auch F. Jeker, Bonsaiästhetik, Band I). Die Schaffung einer ausgewogenen Krone, mit gut verteilten, sich verjüngenden Ästen bei eine Zelkova serrata ist aber alles andere als simpel. Nicht nur die Schaffung, besonders auch die Erhaltung!. Sie erfordert ganz engmaschige Kontrollen des Zweigwerks. Ein gut aufgebauter Baum ist schnell ruiniert, wenn der Neuerwerber dieses nicht berücksichtigt.

Beste Grüsse,
Heiner
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akamazu
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von akamazu »

Hallo Heiner

Ich bewundere alle Deine hier gezeigten lang aufgebauten Bäume, auch wenn ich nicht immer meinen Kommentar abgebe,
"Toller Baum, schön gemacht...o.ä."
kannst Du sicher sein das ich begeisterter Leser Deiner Beiträge bin.
Auch die nicht "regelkonformen" Dinge die nicht den Regeln aus den Büchern entsprechen, haben ihren berechtigten Reiz
auf das Auge des Betrachters, wie Du es beim Ulmen Dreierstamm beschreibst.
Mit meinem Mentor bin ich auch nicht immer einer Meinung was die Gestaltung anbelangt, doch genau dies zeigt doch
die manigfaltige Vielfalt an Kreativität der Menschen.
Qualitativ hochwertige Besenformen zu "erzeugen" sind wirklich nicht einfach.
Selbst bei den im Freiland gesetzten Bux oder Ligusterkugeln ist für die filigrane Verzweigung die grobe Heckenschnittmethode auch nichts nütze. Der belaubte Baum mag ja optisch noch etwas hergeben, nackt sieht es dann jedoch anders aus und da wir beim Bonsai eine andere Qualität bevorzugen scheidet diese Methode aus.
Vor 3 Jahren habe bei ich einer Ulme, den Stamm gerade abgeschnitten, es wuchs jedoch nicht so wie ich es
gerne gehabt hätte.entsorgen.
Die Stammbasis mit schon leicht erkennbarem Nebari hat sich jedoch weiter entwickelt.
Den V-Schnitt kenne ich aus D. Koreshoff "Bonsai", konnte jedoch irgendwie nichts damit anfangen, nun bei Dir live zu bewundern.
Durch Deinen Beitrag angeregt habe ich nun beschlossen nächstes Jahr das gleiche anzuwenden.
Nun ja bin mal gespannt, vielleicht bekomme ich das auch so gut hin wie Du.

Gruß Ralf
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bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Ralf,

finde ich ganz prima, dass Du an einer Ulme diesen drastischen Rückschnitt zum Neuaufbau anwenden willst.

Auf Seite 1 + 3 habe ich ja die ersten Schritte gezeigt, immer schön so, wie es Naka vorgemacht hat. Das Umwickeln des oberen Stammabschnittes ist nach Kappung und Einkerbung wichtig, um die ärgerlichen Verdickungen bei der Entwicklung des neuen Zweig-/Astwerkes zu verhindern. Wenn sich die neuen Triebe bilden, dann wird der Druck auf diesen Verband so gross, dass eine Plastikmanschette mit mehreren stramm umwickelten Raffialagen bei weitem nicht ausreicht. Dieser Verband wird einfach reissen, wie mir das ja auch prompt passiert ist. (s. auch Seite 3)
die gerissenen Raffialagen sind keineswegs morsch!
die gerissenen Raffialagen sind keineswegs morsch!
Da war ein Rettungsversuch mit einem massiven Neuverband nur noch eine halbherzige Sache. Das Malheur war schon passiert. Mit der entstandenen unförmigen Verdickung wollte ich nicht weiterarbeiten.(leider kein Foto)
In weiser Voraussicht hatte ich vor 3 Jahren die Stammlänge so gewählt, dass eine weitere Verkürzung noch möglich war. Diese Option musste ich nun ziehen. Der Kopfverband besteht jetzt aus der bereits benutzten Manschette plus Alu-Gewebeband mit 3 maliger Drahtverdrillung (3mm), wobei die Drille jeweils um 30° versetzt angebracht wurden.
Zelkewenaufbau neuer Kopfverband.jpg
Die Sache hält jetzt bombensicher, aber 2 Jahre habe ich verloren, was ja bei diesem Geschäft nicht schrecken darf, nur nachmachen muss man es ja nicht unbedingt. Im kommenden Frühjahr werde ich wohl umtopfen müssen. Hätte ich in diesem Stadium des Neuaufbaus gern vermieden.
Herbstfarben sind bei dieser Methode nicht zu erwarten.
1x im August geschnitten
1x im August geschnitten
17.11.13
17.11.13
Kurze Zusammenfassung der Erkenntnisse zu dieser Methode:
1. Die Schutzmanschette am oberen Ende soll ihren Namen auch verdienen. Sie muss ziemlich kräftig dimensioniert sein.
2. Es können sich am Kambium überall Neutriebe bilden, nicht nur am Boden der Kerbe, dort aber ganz sicher.
3. Der erste Austrieb am Kambium lässt nach Stammkürzung im März ziemlich lange auf sich warten. Bei meinen beiden Versuchen hat es jedes Mal bis Mitte Juni/Anfang Juli gedauert, bis sich was zeigte.

Beste Grüsse und gutes Gelingen,
Heiner
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kressevadder
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von kressevadder »

Das mit der Manschette hätte ich mal früher lesen müssen. Ich hab im Frühsommer eine jap. Ulme gekappt. Ich hoffe, das die Astansätze mit der Zeit nicht mehr zu sehen sind.

Danke für den Tip.
Ich fordere einen BioGreenHealthGenderPoliticalCorrectness freien Tag pro Woche - Erholung muß sein!

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akamazu
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von akamazu »

Heiner

Vielen Dank für die Tips, das die Zellen wenn sie wachsen Drücke um die 100 bar ausüben und
auch vor Asphalt und Pflastersteinen nicht halt machen ist zur Genüge bekannt.
Die daraus entstehenden Verformungen kann man zur Genüge beobachten.
Jetzt habe ich dank Deiner Tips ja mühevolle Zeit eingespart.
Vielen Dank für Deine Mühe.

Liebe Grüße Ralf
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Hans Peter
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von Hans Peter »

Hallo,

ich habe stelle einmal das Bild einer älteren Ulme ein und frage das Forum, ob sich hier ein drastischer Rückschnitt
nach der "Heiner-Methode" im Frühjahr rentieren würde.

Natürlich möchte ich vorher noch beim Umtopfen das Nebari auf Vordermann bringen. Der Stamm ist eigentlich sehr ansprechend.

Gruß

Hans Peter
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Erwin
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von Erwin »

*huch* lass das sein, Hans Peter, *nono*

der Pott dafür ist schon trocken....und soll morgen in den Ofen

Erwin
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Odoridori
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von Odoridori »

Hans Peter,

bring den mal ohne Laub mit und dann bereden wir mal wie es weitergehen kann ...

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
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bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von bonsaiheiner »

Verstehe ich nicht ganz, Hans Peter,

die gezeigte Ulme hat doch bereits einen drastischen Rückschnitt hinter sich.
Da ist doch sicher oben noch die Schnittstelle zu sehen.

Gruss,
Heiner
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fuzz77
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von fuzz77 »

Hallo Heiner,

darf ich fragen, wie lange die Manschette dran bleiben muss?


Vielen Dank,

Henrik
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bonsaiheiner
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Henrik,

hängt davon ab, wie schnell Du die neuen Äste/Substämme sich bilden lässt. Bei der Methode Wachsen-lassen und Rückschnitt im Herbst, wie ich es mehr oder weniger praktiziere, wird die Manschette schon im ersten Jahr wichtig sein, im 2. Jahr ist sie unerlässlich. Da ist sie ja im ersten Versuch gerissen. Ab dem 3. Jahr, wird man sehen müssen. In der Vegetationszeit sicher erforderlich, besonders ab Juni, wenn Holz gebildet wird. In der Vegetationsruhe (Spätherbst bis Ende Februar) wird man sie vielleicht dann auch mal abnehmen können.
John Y. Naka hat in seinem Beispiel den Verband während der ersten 4 Jahre am Baum, ob nur in der Wachstumszeit sagt er nicht. Er hat auch nicht gesagt, ob er ihn danach nicht mehr benutzt.

Gruss,
Heiner
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Hans Peter
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Re: Besenzelkowe durch drastischen Rückschnitt

Beitrag von Hans Peter »

Hallo Heiner,

ja sie hat schon einen Rückschnitt hinter sich. Aber nicht in der Form der V-Kerbe.

Mal sehen ob ich noch ein Bild ohne Laub einstellen kann.

Gruß

Hans Peter
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