Hallo Norbert,
Norbert_S hat geschrieben:Nun,
ich spiele ja auch schon weit mehr als 15 Jahre mit kleineren Bäumen und bin außer im Sport nicht japanisch erzogen.
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Von einem breiten Pfad der Freude und Lust am Spiel mit unseren Pfleglingen sehe ich nur einen angedeuteten Trampelpfad.
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nun, ich hätte auch 25 Jahre schreiben können, aber dann nimmt mich als Opa am Ende keiner mehr Ernst, wenn es überhaupt jemand tut.
Aber zu Deiner Trampelpfad-Metapher muss ich aber wirklich etwas entgegnen:
Warum so defaitistisch?
Das sehe ich hier im BFF und in der Szene ganz anders. Die Reaktion auf meine Ginnala-Samen-Aktion war enorm, das Subforum "Junge Wilde" und "Anzucht" ist auch sehr lebendig. Auf Klasse und Reife muss man geduldig warten können. Das steht ja ungeschrieben über jedem Workshop und im Giebel jeder Bonsaischule.
Norbert_S hat geschrieben:
In den Bildbänden sehe ich Bäume mit gut verheilten Schnittstellen.
Wie wird ein Kerbbuchenstamm rund ohne Äste im Frontbereich während der Entwicklung? In einer BA wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Frontbereich dicke Opferäste dafür notwendig sind.
Ahorne haben durchweg gepfropfte Äste, weil die ursprünglichen über die Jahre zu dick und ersetzt worden sind.
Die, die ohne auskommen, sind die wenigen, die mein Herz berühren, mit richtig dicken Ästen und in der Gestaltung auch wesentich "wilder".
In den Periodika ist es doch ein gängiger Inhalt gerade beim Dreispitz den Ersatz zu dick gewordener Äste zu zeigen.
Bei Azallen wird der Meister, der ganze dicke Äste mit Verzweigung in vorgefertigte Bohrungen im Stamm versenkt geradezu gefeiert.
Das er mahnend schreibt, dass es längst nicht immer klappt, was soll's, das gezeigte Beispiel ist Applaus Wert.
Das stimmt!
Die klassische Schule hebt aber den auf den Ehrenschild, der es verstanden hat, seine Bemühungen von vor Jahren (oder Jahrzehnten) unsichtbar zu machen, wohingegen neue Strömungen den Slogan erfunden haben "Wenn das Loch nicht zuwächst, stelle es heraus, mache es zum Fixpunkt !" Wer das kann, wer das beherrscht und auch noch gut aussehen lässt: Chapeau!
Aber das hatte ich ja bereits ähnlich erwähnt und besonders Marco auch.
Gerade eben habe ich versucht, mir Jürgs auf dem zurückliegenden BFF-Fest dekorierten Hainbuchenwald mit frischen oder in Abheilung befindlichen Frontnarben vorzustellen ... lieber nicht.
Beste Grüsse,
Heiner