Mein großer Palmatum

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Thomas L.
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Mein großer Palmatum

Beitrag von Thomas L. »

Hallo zusammen!
Seit einiger Zeit frage ich mich, welchen Palmatum genau ich da auf dem Balkon habe.
Meine Recherchen, auch in diversen Flora Datenbanken haben noch nicht gefruchtet.
Kennt jemand dieses Blatt? Austrieb ist Mittelgrün, das ausgereifte Blatt auch. Er hat also keine besonderen Verfärbungen, wie Seigen oder Deshojo z.B.

Der Punkt ist allerdings:
Je nach Blattgröße sind diese siebenlappig oder neunlappig. Meine anderen Palmatums sind alle eher fünf lappig...?

Da ich aktuell keine ordentliche Präsentationsmöglichkeit habe, bitte ich die schlechten Bilder zu entschuldigen. Denke für die Taxonomie Einordnung sollten die genügen ;-)

Vielen Dank für die Hilfe!
Beste Grüße!
Thomas

P.S. Also mir mach der Baum richtig Spass! Ab nächstem Jahr kümmere ich mich um den Austaufbau und im Frühjahr braucht er eine schickere Schale.

p.p.s. NATÜRLICH sind jedwede andere Kommentare, Anregungen, Ideen sehr gerne gesehen!! :-)
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Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
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bonsaiheiner
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Re: Mein großer Palmatum

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Thomas,
typisch für den "normalen" japanischen Fächerahorn ist die unterschiedliche Blattausformung. Er ist die Stammform von mittlerweile unzählbaren Neuzüchtungen, siehe J.D. Vertrees,"Japanischen Ahorne", Verlag Ulmer. Die Mittellappen sind stets die grössten. Habe bei meinem gerade eben mal nachgeschaut und vier-,fünf,- sechs- und siebenlappige Blätter entdeckt. Die 9-lappigen sind wohl zu gross und daher von mir im Rahmen der Sommerpflege entfernt worden.
Dein Baum steht ganz gut da, mehr kann man bei einem Winterbild von mehreren Seiten sagen.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
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Thomas L.
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Re: Mein großer Palmatum

Beitrag von Thomas L. »

Hallo!
Zunächst vielen Dank für Deine Antwort, Heiner!

In der Zwischenzeit ist mir noch eine wichtige Frage gekommen. Dieser Baum steht seit min 2012 in der aktuellen Schale. Er kam aus Japan in dieser Trainingsschale. (Winter 12/13)
Bei mir hab ich ihm keine großen Maßnahmen angetan, bisher.
Nun sollte er so langsam aber wirklich mal umgetopft werden.
Die Frage ist:
Mache ich das, wie Walter Pall auch ab und zu, jetzt Mitte August oder lasse ich ihn noch den Winter über in der
Wurzel befüllten Schale stehen?

In diesem Jahr hat er nur im Juni einen Formschnitt bekommen und im oberen Drittel sind jeweils ein Blatt der Blattpaare im äußeren Kronenbereich entfernt worden.
Er macht einen kräftigen Eindruck, schiebt aber nun nicht nochmal einen Zweitaustrieb seit Ende Juni. Letzteres verwirrt mich etwas..der zusehr durchwurzelte Topf schwächt bereits den Baum???

Könnte Ihr mir da den einen oder anderen Rat geben? Generell bin ich da schon nicht mehr ganz unerfahren, das Ausbleiben des Zweitaustriebes nach dem Schnitt hat mich allerdings verunsichert.
(Da der Astaufbau nun erst beginnt, sollte der Baum schon noch ein wenig gesteuertes Wachstum haben, sonst wird das ja nichts....)

Beste Grüße!
Thomas
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
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bonsaiheiner
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Re: Mein großer Palmatum

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Thomas,
Bevor der Ahorn seine vorläufig endgültige flache Schale bekommt, würde ich ihn in eine, im Vergleich zur jetzigen, schon flachere, weitere Übergangsschale setzen, für etwa 2 Jahre und das Nebari bedeckt lassen.
Mit dem Umpflanzzeitpunkt Spätsommer/Herbst für Ahorn habe ich keine Erfahrung. Ich pflanze im März um, wenn nicht mehr mit Starkfrostperioden zu rechnen ist. Wenn die Knospen anfangen zu schwellen, ist für mich der richtige Zeitpunkt.
Der Baum kommt dann ins Kalthaus, wenn Nachtfrost droht.
Mit der Erfahrung von heute hätte ich den Baum allerdings sofort nach Erwerb umgetopft, weil die Händler bei zum Verkauf stehenden Bäumen erfahrungsgemäß damit ziemlich nachlässig umgehen. Das soll aber nicht heissen, dass jetzt Eile geboten ist. Ab Mitte Oktober beginnt der Ahorn, seine Winterruhe zu entwickeln. Ich würde bei März bleiben. Dann ist allerdings mit einem erheblich verfilzten, total durchwachsenen Ballen zu rechnen, der beherzt ausgedünnt werden muss.
Ahornballen werden bei mir massiv zurückgeschnitten. Wenn man meint: "So, jetzt ist aber das Ende der Fahnenstange erreicht",
muss noch ein bisschen mehr ausgedünnt werden!
Wichtig ist die Säuberung des Kernballens von altem Substrat. Ich spüle ihn mit ziemlichen Druck (Wasserschlauch) aus. Bei Ahornen geht das gut. Dass dabei auch penible Nebaripflege betrieben werden muss, versteht sich von selbst, denn das Nebari bekommst Du ja nur alle 2-3 Jahren während des Umtopfens zu sehen, entwickelt sich aber hervorragend "von selbst" bei flachen Schalen und Wegnahme aller nach unten wachsenden Wurzeln.
Beim nächsten Mal werde ich noch etwas radikaler ausdünnen
Beim nächsten Mal werde ich noch etwas radikaler ausdünnen
Bei Ahornen im speziellen wird viel zu wenig Wert auf den Zustand des Ballens gelegt. Oben kann die Gestaltung nicht gelingen, wenn unten geschludert wird.
Beste Grüsse,
Heiner
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Norbert_S
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Re: Mein großer Palmatum

Beitrag von Norbert_S »

Über den Zeitpunkt des umtopfens ist hier js schon in den verschiedensten Threads geschrieben worden.
Das ich besonders hier im Norden den spätsommerlichen/frühherbstlichen Termin für mindestens gleichwertig zum Frühjahrstermin halte ist bekannt.
Noch ist es zu früh, das Klima noch viel zu sommerlich trocken. In zwei bis drei Wochen wird es anders sein, dann beginnt die richtige Umtopfzeit.

Thomas,
dein Baum steht seit vielen Jahren in dieser Schale.
Exportbäume müssen in Japan zwei Jahre vorher angemeldet werden, spätestens ab diesem Zeitpunkt wird nicht mehr umgetopft. Es ist sicherlich aber nicht verkehrt davon auszugehen, dass sie zum Zeitpunkt der Exportanmeldung schon mindestens zwei Jahre nicht mehr umgetopft wurden.
Der Baum zeigt es dir ja.
Was Pflanzposition, bzw. -tiefe und Nebaribearbeitung angeht, stimme ich Heiner vollumfänglich zu, besonders der Unterschrift zum Bild.

Mir wäre die winterliche Pflege des Ahorn in diesem Zustand zu kompliziert. Die richtige Feuchtigkeit des gesamten Ballens über den Winter zu gewährleisten ist nicht ohne.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht alle neuen Bäume im Erwerbsjahr zu topfen, damit ich einen gesicherten Einblick ins Unterhaus gehabt habe und mit meinem Substrat meinen Gießgewohnheiten folgen kann.
Norbert

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micha k
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Re: Mein großer Palmatum

Beitrag von micha k »

Hallo zusammen,

erstmal Kompliment zu dem schönen Baum. Und über das Nebari von Heiner´s Ahorn braucht man ja gar nicht zu sprechen, das ist sensationell !
Sieht richtig toll aus :-)

Was mich etwas wundert : Ihr sprecht oft von Problemen bei der Überwinterung ?!?

Ich habe vielleicht Glück mit der klimatischen Lage (Südwesten, Weinbau-Klima,...) Aber auch bei uns gibt es mal -10°C/-12°C. Selten zwar....

Ich überwintere seit 15 Jahren alle Bäume (viele Dreispitzahorne, Azaleen, Palmatums, etc.) immer draussen. Einfach (je nach dem) mit oder ohne Schale eingegraben bis knapp oberhalb Nebari. Drüber ein bisschen (gutes !) Rindenmulch und/oder Pinienrinde. Das war´s.
So gut wie noch nie was kaputt gegangen. Auch keine Probleme mit Fäulnis, Pilzen, etc. Wird ja auch oft geschrieben in diversen Beiträgen.
Wenn es sehr kalt wird (kälter als ca. -6°/-7°C) dann decke ich dei oben genannten Arten noch zusätzlich mit einem leichten Vlies ab.

Von Ende Oktober bis Februar muss ich daher eigentlich so gut wie nie giessen. vielleicht max. 5 x in 4-5 Monaten(kontrolliere trotzdem regelmässig mehrmals wöchentlich)
Ich muss dazu sagen, dass von November bis Februar dort auch quasi keine Sonne hin kommt.
Gruß,
Micha
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Norbert_S
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Re: Mein großer Palmatum

Beitrag von Norbert_S »

Micha schrieb:
Ich habe vielleicht Glück mit der klimatischen Lage
Genau so ist es.
So gut wie noch nie was kaputt gegangen.
Das sollte für einen Ahorn dieser Qualität nicht ausreichend sein.
Norbert

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