Mein Bericht (

war ein Artikel im Schweizer Magazin "Natur & Mensch") zum Thema .....
Oliven
Oliven treiben nach der ersten Grundgestaltung sehr willig, auch aus dem alten Holz, aus.
In der Entwicklungsphase empfiehlt es sich im Frühjahr (bevor der Baum neu austreibt), die Spitzen der Äste, die eine angemessene Dicke erreicht haben, auf vier bis sechs Blattpaare zurückzuschneiden: Unmittelbar nach dem Schnitt werden die Blätter entfernt, nur an den Astspitzen verbleibt ein Blattpaar, damit der Saftfluss nicht unterbrochen wird.
Beim Entfernen der Blätter dürfen auf keinen Fall die Achselknospen ausgerissen werden (Blätter Richtung Triebspitze ausreißen oder abschneiden)!
Durch diese Schnittmaßnahme wir die Olive stark zurücktreiben und kahle Astbereiche verzweigen sich wieder.
Die Oliven sind relativ leicht durch Schnitt zu gestalten, lassen sich aber auch drahten, wobei sie dabei sehr leicht brechen (bei dickeren Ästen unbedingt Raffia verwenden!).
Ist eine Grundgestaltung einmal erreicht, (Angel Mota berichtet von maximal 1–2 Korrekturgestaltungen nach der Erstgestaltung), muss der Neuaustrieb regelmäßig eingekürzt werden.
Die Kronen werden nach wenigen Jahren derart kompakt und fest, dass man sich, so Angel, auf den Baum setzen kann! – Er selbst demonstriert das für Gäste seines Gartens hin und wieder auf einer kugelig geschnittenen, frei ausgepflanzten Olive.
Regelmäßige organische Düngung (Angel Mota düngt seine Oliven auf Mallorca insgesamt 3x; im März, Juli und September; bei uns empfehlen sich aufgrund der kürzeren Vegetationszeit eher nur 2 Düngegaben), kräftiges, durchdringendes Wässern und viel Licht sind für ein optimales Gedeihen notwendig.
Getopft werden die Oliven in durchlässige Substratmischungen aus Flusskies, Akadama und Lava. Umgetopft wird alle 3–5 Jahre, bevor das Substrat verschlämmt.
Die Bäume vertragen zwar kurzfristig Frost, sollten aber grundsätzlich hell und frostfrei (eher kühl), z.B. in einem Wintergarten, Gewächshaus, hellen Kellerraum,... überwintert werden: In der Ruhezeit wird selbstverständlich sparsamer als in den heißen Sommermonaten gewässert.
weitere Anm.:
In Italien waren Oliven immer bis zu einer nördlichen Linie, die etwa in der Po-Ebene liegt, winterhart; d.h. 4 - 6 Minusgrade mussten sie in manchen Wintern überstehen. In den vergangenen Jahren sank die Temperatur z.T. auf 8 - 12° unter Null und beinahe alle Oliven erfroren.
Dein Optimismus wird dir leider wenig helfen, denn bei unseren Wintertemperaturen erfrieren Oliven nun leider mal .......
