ich hab hier ja bisher noch nicht viel von meinen Bäumen gezeigt. Das möchte ich gerne ändern und einen meiner kleinsten seine kurze Geschichte bei mir vorstellen.
Es handelt sich um eine Stileiche, Quercus robur. Erstanden habe ich den Baum im Frühjahr 2011 bei der Bonsaischule Enger:
Beim ersten Umtopfen in eine Schale habe ich den Baum aufgerichtet. Warum genau kann ich nicht sagen, es hat einfach besser so für mich gepasst. Meistens strebt man ja diese leicht geneigten Zick-Zack-Formen an, aber für mich hat das einfach nicht gepasst. Vielleicht weil in meiner Vorstellung Eichen nicht wie japanisch gestylte Kiefern wachsen.
Die Schale gefiel mir damals eigentlich ganz gut, auch wenn das unglasierte hier auch nicht die Regel ist. Mir wurde aber gesagt, dass das gar nicht geht, und da ich dann irgendwann 2013 die Schale auch noch zerdeppert habe, kam der Baum 2014 in eine professionell ausgesuchte. Gleichzeitig habe ich auch (weniger professionell..) etwas Draht angelegt.
Nachdem der Baum dieses Jahr frei durchwachsen durfte, durfte er gestern (noch nicht überarbeitet) mal wieder vor die Linse. Das Herbstlaub war heuer leider nichts besonderes, die eine Hälfte hatte schon der Herbststurm weggeblasen, bevor der Rest sich erst verfärbte.
Und damit sind wir auch schon bei dem Problem, das mich bei diesem Baum beschäftigt. Irgendwie kriege ich die Feinverzweigung nicht hin. Nach jedem Rückschnitt treibt der Baum brav aus, allerdings nur aus der ersten Knopse. Wenn ich die Spitzenknopse wegnehme, ist es halt die dahinter. Deswegen hat sich der Baum auch in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt. Wenn dann hin und wieder auch noch ein Ast fallengelassen wird, bleiben damit trotz Rückschnitt diese langen staksigen Äste übrig:
Eine Recherche in den Untiefen des Forums hat mich dann auf diesen Beitrag gebracht, in dem empfohlen wird:
- Rückschnitt im Frühjahr wenn die Knopsen schwellen
- Blattschnitt
Über kritische Kommentare und nützliche Hinweise würde ich mich sehr freuen!
