Hallo Ben,
das freut mich ja sehr, dass du mir einen solchen Namen gibst hier im Forum

aber letztlich kochen alle nur mit Wasser ...
Ich habe genauso Versager und Nichtstarter dabei wie alle anderen auch und auch einige richtig tolle Brummer sind in meiner langen Yamadorizeit schon abgeschmiert ...leider.
Ich versuche jetzt eben nur die besten Vorbedingungen und Nachbereitungen zu schaffen, dass es nach Möglichkeit gut ausgeht. Was gehört dazu ...
Bei vielen Bäumen spreche ich von meiner "Biobaumschule", ich schneide oft in der freien Natur am Standort zurück und versuche Lichträume zu schaffen wenn es möglich ist. Das heißt, alle Äste von herumstehenden Bäumen auch zurückschneiden. Die ersten Austriebe im Folgejahr verlaufen dann oft sehr gut und zuweilen schneide ich während der Wachstumsphase nicht zu gebrauchende Triebe heraus. Das wiederum je nach Art unterschiedlich.
Wenn es sehr wertvolle und schon alte Bäume sind, ist es ratsam, die stammnahe Feinwurzelbildung zu fördern vor yamadori. Das kann man durch Abmoosen vor Ort probieren ( wie z.B. bei zurück gebissenen Buchen die aus Wurzelsprossung entstanden sind ; bei sehr alten Crataegen mit eher langen Pfahlwurzeln ; bei großen und dicken Eichen oder dicken Hainbuchen ) oder den Wurzelbereich großzugig zu umstechen (spatentief) und die Erde aus zu tauschen und die Fläche zwischen den Nebariwurzeln mit Sphaghnum zu versehen. Hier kann man sicher gut den Weg gehen, dass man im oberen Wurzelbereich unterhalb des Nebaris die Abmoosung vornimmt weil dort die Zellen deutlicher einem feuchten Milieu ausgesetzt sind. Die Abmoosstellen dann neben Sphaghnum mit nährstoffhaltigem, humosem Substrat versehen und dann die Zeit haben auch eine vielleicht zweite Wachstumsperiode zu warten und öfter mal nach dem rechten zu schauen.
Für die Bergung dann die richtige Zeit im Frühjahr abwarten und den Baum am besten ins Freiland setzen.
Zum Bergen selbst hab ich einen Flaschenzug der bis 1000 kg zieht und nicht sehr schwer zu transportieren ist. Den schonend in entsprechender Höhe am Baum befestigen und unter Spannung setzen bis der Baum sich neigt. Dann mit einem scharfen Spaten die dicken Haltewurzeln kappen ( am besten mit einer Teleskop Astschere ) und dann wieder die Spannung über den Flaschenzug erhöhen usw. Das schont den unter dem Baum liegenden Feinwurzelanteil und das Teil kann dann völlig rückenschonend herausgehoben werden. Dann einen Plastiksack drumrum und diesen dann noch zusätzlich mit Band umwickeln damit nicht die Erdanteile Wurzeln abreißen.
Das wär eigentlich alles.
saludos
avicenna