Die Wild(e)Birne

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klauso
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Die Wild(e)Birne

Beitrag von klauso »

Hallo zusammen,

heute stelle ich Euch eine Wildbirne vor die im April 2010 den Weg in meinen Garten fand. :) Schöne Borke, schöne Verjüngung dachte ich mir. Vom Nebari war nicht so viel zu sehen, was auch einen Grund hatte, wie sich später herausstellte. :? Nun ist es halt mit Birnen so eine Sache, damals hatte ich noch keine Wachholder. Da aber schon eine mächtige Birne in meinem Garten steht war mir das damals dann doch egal.

April 2010

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Im Juni 2011 wurde ein Blattschnitt gemacht und die Äste erstmals grob in Richtung gestellt.

Juni 2011

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Im April 2012 habe ich die Birne dann umgetopft. Ein ziemlicher Schock. :shock: Rechts wuchs eine 3-4 cm dicke Wurzel senkrecht nach oben und ging dann erst nach ca. 8-10 cm in die Waagrechte. An dieser dicken Wurzel war ein nicht unerheblicher Teil an Feinurzeln. Was tun? Wer Wildbirnen kennt, weiß, dass das ziemliche Zicken im Wurzelbereich sind und die ersten Jahre in der Schale nur wenig Wurzelwachstum herrscht. Ich nahm allen Mut zusammen, ging das Risiko ein, und kappte die Wurzel auf der Höhe der ersten horizontalen Wurzel auf der linken Seite. Nun, was soll ich sagen..... ich hatte Glück…. :) Auf dem nächsten Bild sieht man deutlich wie tief die Birne eingetopft war.

April 2012

2012-04.jpg

Im April 2013 hat mir mein ungarischer Freund einen Ast an einer günstigen Stelle ablaktiert. Ob das von Erfolg gekrönt ist, weiß ich noch nicht. Das wird sich zeigen.

April 2013 Ablaktion

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Und so sieht die Birne heute aus. Natürlich hat sie noch einen weiten Weg vor sich, um einmal wirklich herzeigbar zu sein. Man sieht gut, dass die Borke im damals eingegrabenen Bereich schon sehr schön die alte Struktur bekommen hat. Ich möchte die Birne wenn möglich sehr natürlich gestalten. Die Schnittstellen auf der Rückseite stören mich nicht! :)

Oktober 2013

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Thomas_H
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von Thomas_H »

Hallo Klaus,

danke für Deine Doku - ist schön anzusehen.

Der Stamm hat einen sehr schönen Verlauf und sichtlich Charakter.

Mit meiner Wildbirne hatte ich dieses Frühjahr nach einem ähnlichen Wurzeleingriff leider nicht so viel Glück. Ich habe mir nun eine neue zugelegt, da mir der Baum sehr gut gefällt.

Deiner sieht mir ganz nach Käflein aus ?

Viel Erfolg mit Deinem Baum und viele Grüße aus der Nähe von München

Thomas
jupp

Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von jupp »

Ich denke die Wildbirne sieht mehr ungarisch aus :lol: aber wie auch immer... sie ist wunderschön mit ihrer alten Borke und der Bewegung im Stamm. Sehr dynamisch das Ganze....
Schalen sind Geschmacksache, diese gefällt mir persönlich nicht, muss sie auch nicht.
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Norbert_S
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von Norbert_S »

Das ist eine Wildbirne, wie sie mir gefällt.
Sie hat nur einen Fehler, Klaus. Sie steht im falschen Garten.
Norbert

So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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akamazu
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von akamazu »

Hallo Klaus

Mein lieber Freund!
Den Fehler den Norbert anmeldet sehe ich auch so.
Deine Birne hat das Zeug zum richtig guten Bonsai!
Haste gut gemacht. Ich freue mich immer wenn ich sowas sehe.

Gruß Ralf
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Heike_vG
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Klaus,

das ist ein wirklich interessanter Baum, die Borke ist ja herrlich und auch sonst sind viele schöne Bonsai-Voraussetzungen gegeben. *daumen_new*
Nur gut, dass die Wurzel-OP gelungen ist!

Wie gehst Du denn jetzt mit der Koexistenz von Birnen und Wacholdern in Deinem Garten um, spritzt Du die Birnen immer vorsorglich gegen BGR?

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
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Hans Peter
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von Hans Peter »

Hallo Klaus,

bis jetzt wirklich gut gemacht......aber so sind wir es ja von Dir gewohnt!

Gruß

Hans Peter
olli.w.
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von olli.w. »

Ahh, herrlich diese Birne !

Ich liebe diese Pflanzen-Art auch wenn ich selber nur eine im Garten habe (noch).

Das mit den Wurzeln ist ein typisches Problem bei Birnen. An ihren natürlichen Standorten (zumindest die ich kenne) vermehren sie sich meistens durch Wurzelausläufer.
Da habe ich schon viele Stunden verbracht und im Boden gegraben und meistens mit ernüchterndem Ergebnis, ein,zwei dicke Wurzeln mehr war da nicht.
Eine Wildbirne mit gutem Nebari ist fast ein Sechser im Lotto.

In diesem Jahr will ich es wagen eine wirklich dicke Wildbirne vor Ort abzumoosen, diese habe ich die letzten vier Jahre immer wieder zurückgeschnitten. Wir werden sehen ob es funktoniert.Hat jemand Erfahrung mit Wildbirnen und abmoosen wären Infos hilfreich.

Zur "ewigen" BGR Diskussion , jede Birne trägt den BGR in sich. Durch regelmäßiges spritzen von Fungiziden kann man aber ein ausbrechen verhindern. Meine Birne hat die letzten zwei Jahren keine Anzeichen der Krankheit gezeigt. Und ob nun eine Birne im Garten steht oder beim Nachbarn, das ist dem BGR egal :-D .

Lieber Klaus ich hoffe wir werden das "Birnchen" wieder sehen.Gruß Olli.
Mosel-Riesling !
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klauso
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von klauso »

Hallo zusammen,

Danke für eure Beteiligung und die netten Worte *daumen_new* Bin heute den ganzen Tag in München unterwegs. Melde mich heute Abend nochmal um ausführlich zu antworten. :)
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nemsi
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von nemsi »

Hallo Klaus,
vielen Dank für den anschaulichen Bericht. Deine Birne gefällt mir sehr gut, wird ein weiteres Vorbild für meine zwei Holzbirnen. Ist eine Holz- bzw. Wildbirne das Selbe?
Ich habe bisher beim Umtopfen keine Zickerei festgestellt, obwohl ich im Frühjahr den Wurzelballen von den Höhe um gut 50 % reduziert habe, da noch zuviel Stamm unter der Erde liegt. Vielleicht aber auch nur Glück gehabt.
Kann man ein Wildbirne auch jetzt drahten?

Also nochmals vielen Dank für Deine Entwiklungsgeschichte, bin sicher da wird was sehr schönes draus.

Grüße
nemsi
Liebe Grüße
Robert

Bonsaifreunde Franken e. V.
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klauso
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von klauso »

So jetzt also, ist gestern etwas später geworden :(

Zur Birne....
nemsi hat geschrieben:Hallo Klaus,
vielen Dank für den anschaulichen Bericht. Deine Birne gefällt mir sehr gut, wird ein weiteres Vorbild für meine zwei Holzbirnen. Ist eine Holz- bzw. Wildbirne das Selbe?
Ich habe bisher beim Umtopfen keine Zickerei festgestellt, obwohl ich im Frühjahr den Wurzelballen von den Höhe um gut 50 % reduziert habe, da noch zuviel Stamm unter der Erde liegt. Vielleicht aber auch nur Glück gehabt.
Kann man ein Wildbirne auch jetzt drahten?
Grüße
nemsi
Hallo Nemsi, natürlich kannst Du jetzt drahten und es freut mich wenn meine Birne Vorbild sein darf :)

Wiki schreibt: Die Wildbirne, auch Holzbirne genannt, ist ein sommergrüner Baum. Sie erreicht eine Höhe von acht bis 20 Meter, kommt aber auch als mittelgroßer Strauch mit einer Höhe von zwei bis vier Meter vor. Die Wildbirne hat eine graue, kleinschuppige Rinde.

Olli, danke und sehr gerne. Natürlich werde ich weiter berichten! Erfahrung mit Abmoosen von Wildbirnen habe ich nicht, könnte mir aber vorstellen, dass das eher schwierig ist. Bin gespannt ob das klappt!

Hans Peter, Danke :)

Heike, danke für die Blümchen :) Wie gesagt, ich habe eine dicke 6 Meter Birne im Garten stehen und bin umgeben von Streuobstwiesen auch mit Birnen. Lange habe ich mich gescheut Wachholder in meine Sammlung aufzunehmen. Inzwischen stehen da 2 Sabina und noch 2 rum. So richtig konsequent vorbeugend gespritzt habe ich nicht. Wenn mal Spritzen gegen Pilz oder so angesagt war bin ich auch über die Wachholder gegangen. Zwischenzeitlich habe ich mich mit wirksamen vorbeugenden Mitteln bewaffnet. Damit werde ich nächstes Jahr etwas bewusster arbeiten. Duaxo von Combo schreibt sogar in der Anleitung anscheinend gegen BGR zu wirken. Natürlich gibt es auch noch andere Mittelchen aus ungarischen Quellen :)

Ralf und Norbert, nö nö, die steht schon richtig :) *dance*

Ja Jupp, das ist eine feurige Ungarin :) Danke! Die schöne Erwin-Schale ist sicher nicht die Endgültige. Die hatte ich zur Hand und dann einfach genommen. Die richtige sollte etwas größer sein.

Thomas, danke und es tut mir leid mit deiner Birne!
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Frank Abbing
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von Frank Abbing »

olli.w. hat geschrieben:In diesem Jahr will ich es wagen eine wirklich dicke Wildbirne vor Ort abzumoosen, diese habe ich die letzten vier Jahre immer wieder zurückgeschnitten. Wir werden sehen ob es funktoniert.
Hatte die Abmoosung funktioniert? In einem anderen Thread las ich leider, dass Wildbirnen sich nicht abmoosen lassen. Selber hab ich 4 Wildbirnen zur Abmoosung vorbereitet, die 2015 stattfinden soll. Aber wenn es keinen Zweck hat... :cry:
Liebe Grüße
Frank *up*
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zopf
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von zopf »

Hallo Klaus
Letztes Jahr hatte meine Birne BGR (wie jedes Jahr)
also entblättert, Duaxo gespritzt und es war Ruhe für den Rest des Jahres.
Nächstes Jahr will ich es endlich schaffen präventiv zu spritzen
um mir keine weiteren Sorgen um meine Wacholder machen zu müssen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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klauso
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von klauso »

Hallo zusammen,

die letzten 2 Tage war Umtopfen angesagt. Nun frage ich euch für welche der beiden neuen Schalen hättet ihr Euch entschieden?? :) Oder passen die beide nicht? :?

Die Birne ist auf einem guten Weg und muss dringend umgetopft werden.
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Manni61
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Re: Die Wild(e)Birne

Beitrag von Manni61 »

Hallo Klaus,

ich habe mal auf die schnelle die Verschiedenen Varianten zusammen gestellt....

mir würde die linke Schale sehr gut gefallen.....aber ist halt alles Geschmackssache... :)

Gruß
Manni
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Viele Grüße

Manni
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