Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

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Bail_Organa
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Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Bail_Organa »

Hallo zusammen,

nach vielen missglückten Anfängen mit "Bonsais" aus dem Baumarkt und ersten Versuchen mit Ficusen, habe ich diesen Frühling den großen Outdoor-Anfang gewagt, das fehlende Werkzeug gekauft (z.B. Wundverschluss etc.) und mir zwei vorgestaltete Pre-Bonsais aus der Baumschule zugelegt. Bereits dabei hat mir das Forum schon riesig geholfen, z.B. Heikes thread zum Thema Potentialerkennung *daumen_new*

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Hast du schon Erfahrung mit Bonsai
[x] Ja – seit 1 Jahr
[ ] Nein

Welchen Bonsai hast du und wie lange, ist der Name des Bonsai bekannt?
[ ] Indoor
[x] Outdoor Ahorn -Acer Palmatum - erworben Mitte März

Wo steht dein Bonsai
Vorgarten Richtung Westen - sehr hell, direkte Sonne ab dem Mittag, ab dem Sommer halbschattig wegen der intensiven Blattfarben

Herkunft des Bonsai (Fachhandel, Baumarkt, Supermarkt, Geschenk)
Bonsai-Baumschule

Welches Substrat ist im Topf
Selbst gemischt: Drainageschicht aus groben Tonkugeln (bis 8mm); Substrat besteht aus 2:1:1 Akadama:Seramis:Bio-Gartenerde; Deckschicht aus gesiebter Erde, vermischt mit zerriebenem, getrocknetem Moos

Hast du den Baum schon mal umgetopft ?
Ja, direkt nach Kauf in einen mit Abzugslöchern versehenen 20L-Mörteleimer; 12cm tiefer gesetzt, so dass der Nebari komplett bedeckt ist

Welchen Dünger verwendest du (flüssig, fest, ist der Name bekannt?)
Bis jetzt noch keinen, geplant ist ab Ende April ein fester, organischer Dünger (Name leider unbekannt, kein Bio-Gold)

Wie ist dein Gießverhalten (wie oft? Wie lange bleibt dein Substrat feucht/nass evtl. Fingerprobe? gießen oder tauchen)
gießen (außer am Wochenende, da ich Pendler bin), sobald die Deckschicht aus feiner Erde angetrocknet ist

Hat die Schale mindestens ein Wasserabzugsloch?
[x] Ja - zwei Abzugslöcher an den tiefsten Stellen des Eimers
[ ] Nein

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Bisher erledigte Arbeiten:
- leichter Wurzelschnitt (ca. 1/5)
- untere Stammpartien von allen Zweigen befreit, die nicht für die spätere Gestaltung evtl. gebraucht werden könnten, so dass der Stammansatz klarer herausgearbeitet erscheint
- alle unvorteilhaft gewachsenen Zweige entfernt (sich überkreuzende, nach oben oder unten wachsende)
- alle Vorjahrestriebe bis auf 2-3 Blattpaare eingekürzt
- die beiden Stämme ein wenig näher zusammengedrückt und schräg eingepflanzt. Ursprünglich ergab sich ein rel. symmetrisches V

nun meine Frage: WIE KÖNNTE MEIN GESTALTUNGSZIEL AUSSEHEN???
Vor allem frage ich mich, wie ich jemals eine baumähnliche Silhouette mit diesem großen Abstand zwischen den Stämmen hinkriege. Eigentlich dachte ich an einen Sokan, bei dem der größere Stamm gewunden nach oben wächst, während der andere zur Seite geneigt den unteren, langen Schenkel des Dreiecks bildet. Drücke ich die beiden Stämme vorsichtig zusammen, sind beide in ähnlicher Weise gewunden und ausgerichtet. Bei dem Bild der alternativen Vorderseite sind die Stämme näher beieinander und der Abstand zwischen den Stämmen verringert sich optisch deutlich. Doch hat mich gerade dieser deutliche Doppelstamm zum Kauf bewogen.

außerdem: meint ihr es reicht dieses Jahr "nur" zu pflegen und treiben zu lassen und dann im nächsten Frühjahr einen Workshop zu besuchen? (war bisher auf denen von Andrea Melloni in Berlin und war jedesmal begeistert!)

Kritik, Empfehlungen und Kommentare sind gern gesehen und erbeten.

Vielen Dank und mit den besten vorosterlichen Grüßen
Felix
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vorläufige Vorderseite
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vorläufige Rückseite
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alternative Vorderseite um den Abstand zw. den beiden Stämmen zu reduzieren
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Bergi
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Bergi »

Hallo Felix,
schönes Projekt, da werden sicher viele Ahornexperten hier was dazu sagen können!
Meine paar allgemeinen Anmerkungen:
- das Substrat (ev. nur die Deckschicht?) scheint mir viel Erde zu enthalten. Das wird das Bäumchen zwar wohl überleben, aber es wird sehr stark zusammensacken und gibt dem Ganzen wenig Halt. Das würde ich - auch jetzt noch - mit mineralischem Material (z.B. Lavasplit, Trockenschüttung, ganz wenig Erd- bzw. Torfzuschlag) ersetzen.
- Du hast die Äste bzw. Stämme durch "Biegen und Eingraben" fixiert? Das hält nicht, schon gar nicht bei dieser lockeren Mischung (s.o.). Man nimmt dazu normalerweise Draht und/oder Schnur... gibt es irgendeinen speziellen Grund für dein Vorgehen?
- Diese Mörtelkübel... kämen mir nicht in den Garten. Sie funktionieren zwar, aber optisch, nee. Magst du dir nicht z.B. ein Kistchen aus Fichtenleisten zusammennageln? Das sieht o.k. aus, und funktioniert sogar noch besser (und kostet auch nicht mehr). Es ist darin auch einfacher, den Baum an den Wurzeln mit Drähten zu fixieren, dadurch brauchst du dann auch kein übergroßes Gefäß mehr (im Moment kommt mir der Kübel zu groß vor, meiner begrenzten Erfahrung nach schätzen Bäume das nicht so sehr).
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Bail_Organa
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Bail_Organa »

Hallo Stefan,

danke für deine schnelle Antwort.

zum Thema Erde:
- Das Substrat enthält in der Tat viel Erde. Ich hatte des öfteren diese Substratmischung für Ahorne empfohlen bekommen und zusammen mit "reichlich Platz im Pflanzgefäß" sollte beides zu kräftigem Wurzelwachstum führen.

zum Thema Drahten und Fixieren sowie Optik des Mörteileimers:
- Ich habe erstmal komplett auf das Drahten verzichtet (kein unnötiger Stress, außerdem habe ich ohnehin noch keine konkrete Vorstellung). Den gesamten Ahorn habe ich am Wurzelballen mit je zwei Drahtschlaufen am Kübel befestigt. Also habe ich im Grunde lediglich den Einpflanzwinkel verändert und diese neue Position fixiert. Für den Mörteleimer habe ich mich entschieden, weil er genau die richtigen Maße (zumindest dachte ich das) hat und dem Baum viel Platz bietet.

Meine Gegenfragen:
- wieso funktionieren Holzkisten besser? Bessere Durchlüftung für den Wurzelballen? Und wie kann ich darin den Baum besser fixieren? Im Mörteleimer kann ich doch an jeder beliebigen Stelle einen Draht theoretisch fixieren.
- und am wichtigsten: WIESO SCHÄTZEN BÄUME GROßE KÜBEL NICHT??? Kontraproduktiv soll das bestimmt nicht sein. Dann pflanze ich am liebsten gleich nocheinmal um!!!
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achim73
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von achim73 »

kurz gesagt:
ist zuviel undurchwurzeltes substrat vorhanden, bleibt dies zu lange nass, es reichern sich dort salze etc. an. ist nicht mit der situation im freiland vergleichbar.

holzkisten funktionieren aller erfahrung nach mit ahörnern einfach gut. wahrscheinlich tatsächlich gutes absorptions/pufferverhalten, temperatur etc.

und du kannst dir jede gewünschte grösse herstellen. ausserdem wird direkt ein flacher wurzelballen ausgebildet.

willst du erstnmal den kübel behalten, würde ich ihn mit ner groben schere auf die halbe höhe runterschneiden. (den kübel natürlich ;) )
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Bail_Organa
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Bail_Organa »

Danke Achim,

Dann nehme ich doch lieber die Variante mit der Holzkiste.
--> Welche Maße wären da am besten? Bestehen Grundregeln wie z.B. doppelter Wurzelballen in alle Richtungen?
--> Und welches Holz wäre am besten geeignet?
--> Wie tief sollte ich den Ahorn zur Entwicklung einpflanzen (wie viel Platz sollte "leeres" Substrat unter dem Wurzelballen vorhanden sein und macht es Sinn den Nebari mit Erde zu bedecken um ihn ungestört weiterwachsen zu lassen?
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espanna
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von espanna »

Moin,

die Kiste von Gary ist klasse, http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... ry#p402252
ich habe den auch schon paar mal nachgebaut- TOP!
Gruß
László

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camaju +
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von camaju + »

Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Bail_Organa
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Bail_Organa »

Guten Morgen,

hier mal ein kleines Update und die Bitte um Ursachenforschung für verkümmerte Blätter.

Der Mörteleimer ist einer Holzkiste gewichen mit den Maßen cm30x30x15 und reichlich Abflussmögichkeiten am Boden.
Außerdem habe ich das Substrat noch einmal erneuert --> 1 Teil grober Blähton und 1 Teil des alten Substrats (siehe oben).
(als Blähton habe ich übrigens FIBOTHERM Trockenschüttung in verschiedenen Körnungen beim Baumstoffhandel gekauft. Kosten: <10€ je 50l Sack!!!)
Vor dem Gießen prüfe ich mit der hier im Forum beschriebenen Holzstäbchenmethode und geregnet hat es auch kaum. Staunässe sollte also kein Problem mehr sein.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! nun aber hoffentlich zur Lösung meiner Sorgen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Einige Blätter verfärben sich an den Blattspitzen schwarz und scheinen sich zudem nicht richtig zu entfalten. Außerdem ist mir seit gestern aufgefallen, dass einige Blätter seltsam deformiert wachsen.

mögliche Ursachen:
- Nach ersten, schreckerfüllten Recherchen habe ich den Verticillium-Pilz fast schon ausgeschlossen, da am selben Ast oder Zweig nicht alle Blätter befallen sind und auch unter der Rinde (an einigen Stellen habe ich mit dem Nagel die oberste Holzschicht abgekratzt) keine schwarze Verfärbung zu sehen ist.
- Der Ahorn steht südlich von München und wir hatten in den letzten Wochen noch einige sehr kalte und frostige Nächte als schon einige Blätter ausgetrieben waren (deswegen machte ich mir auch zuerst weniger Sorgen).
- Bis auf den späten Nachmittag bekommt der Baum keine direkte Sonne ab und steht auch sonst zu zwei Seiten in einer Hausecke, so dass der Wind nicht allzu stark weht.

Ich hoffe hier weiß jemand wie bisher guten Rat und kann mir sagen was zu tun ist, bzw. dass es "nur" am Frost und der anfänglichen Staunässe lag.
Vielen Dank schonmal.
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neue Holzkiste hat den Mörteleimer ersetzt --&gt; allein schon der Spaß beim Hämmern und Sägen war es Wert
neue Holzkiste hat den Mörteleimer ersetzt --> allein schon der Spaß beim Hämmern und Sägen war es Wert
neues, luftigeres Substrat
neues, luftigeres Substrat
so sehen die meiner Meinung nach gesunden Blätter aus.<br />Oben links erkennt man aber auch die schwarzen Blattspitzen
so sehen die meiner Meinung nach gesunden Blätter aus.
Oben links erkennt man aber auch die schwarzen Blattspitzen
verkümmerte und deformierte Blätter
verkümmerte und deformierte Blätter
nicht richtig entfaltete Blätter
nicht richtig entfaltete Blätter
stark deformierte Blätter
stark deformierte Blätter
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Reiner K
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Reiner K »

Hallo,
hast Du den Wurzelballen auch fotografiert beim Umtopfen? Hast Du den komplet ausgewaschen?
War da ein muffiger Geruch beim Umtopfen?
Besser wäre gewesen, du hättest die komplette Erde getauscht.
Warum einen Teil auswechseln und einen Teil belassen?
LG Reiner
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Bail_Organa
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Bail_Organa »

Hallo Reiner,

es gab noch keine Wurzelfäule. Ich habe auch komplett umgetopft, allerdings das alte Substrat nach dem Mischen mit dem Blähton wieder verwendet. (Hatte irgendwo mal gelesen, dass auch der Ahorn in Symbiose mit Wurzelpilzen lebt) Der Wurzelballen wurde nicht komplett ausgewaschen. Der Ahorn stand auch nur einige Tage in der zu dichten und feuchten Erde.

Sieht das für dich wie klassische Wurzelfäule (also zu nasses Substrat) aus?

VG Felix
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achim73
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von achim73 »

zu nasses substrat muss noch nicht unbedingt wurzelfäule bedeuten. dann ist der baum meistens hin.
aber es könnte schon sein, dass die wurzeln probleme haben, weil es dauerhaft zu feucht ist
deine substratmischung wird das wasser eher lange speichern, und die kiste ist recht grosszügig.

ich würde den ahorn so sonnig wie möglich stellen. wurzeln mögen nämlich wärme !

und wir haben noch keinen hochsommer.
Gruss, Achim
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Georg
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Re: Ahorn Baumschule Gestaltungsideen

Beitrag von Georg »

Folgendes möchte ich noch ergänzen:
Frost führt zu Deformation der Blätter bis zu deren Absterben. Kann eine Ursache sein.
Die Holzkiste sollte etwas angehoben stehen, damit es richtig abfließen kann.
Jetzt in die Sonne.
Im Hochsommer ist aber Halbschatten angesagt.
LG
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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