Neu ist die Idee ja nicht. Walter Pall hatte beim letzten SST dem staunenden Publikum schon mitgeteilt, dass er dem Substrat (manchmal? öfter? immer?) Holzkohle beimischt, weil es leicht, billig und auch sonst nicht weiter schädlich ist.
Aber vielleicht ist es noch viel mehr?
Letzten Samstag auf arte, 20.40 Uhr: El Dorado. Leider habe ich erst gegen Ende vom Länderspiel mal 'rübergezappt (hätte ich wohl besser mal früher gemacht

). Es ging wohl hauptsächlich um die 'schwarze Erde', die sich im Amazonastiefland auf altem Kulturland früherer Indianerzivilisationen findet, die enorm fruchtbar ist, die man sogar abbauen kann und die sich dann auch regeneriert, wenn man genügend übrig lässt. Aber auch ein anderer 'Feldversuch' wurde geschildert: Die Wirkung von Holzkohle auf brandgerodeten und dann mehrere Jahre teils ohne, teils mit Kunstdünger behandelten Flächen. Ergebnis nach 3-4 Jahren: Auf den gedüngten
und mit Holzkohle angereicherten Flächen blieb die Bodenfruchtbarkeit erhalten, während sie auf den Vergleichsflächen stark abfiel. Den Effekt versucht man sich damit zu erklären, dass die Kohle die Auswaschung verhindert bzw. stark verzögert.
Um den Bogen zurück zu unseren Bäumchen zu schlagen: Bei der Verwendung von stark körnigen, rein mineralischen Substraten könnte die Beimischung von zerstoßener Holzkohle vielleicht helfen, einiges an Dünger zu sparen. Ich werde mir jedenfalls fürs nächste Frühjahr einen Sack voll bereitstellen.
Gruß Harald