Holzkohle im Substrat

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
KHarry
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Holzkohle im Substrat

Beitrag von KHarry »

Neu ist die Idee ja nicht. Walter Pall hatte beim letzten SST dem staunenden Publikum schon mitgeteilt, dass er dem Substrat (manchmal? öfter? immer?) Holzkohle beimischt, weil es leicht, billig und auch sonst nicht weiter schädlich ist.

Aber vielleicht ist es noch viel mehr?

Letzten Samstag auf arte, 20.40 Uhr: El Dorado. Leider habe ich erst gegen Ende vom Länderspiel mal 'rübergezappt (hätte ich wohl besser mal früher gemacht :wink: ). Es ging wohl hauptsächlich um die 'schwarze Erde', die sich im Amazonastiefland auf altem Kulturland früherer Indianerzivilisationen findet, die enorm fruchtbar ist, die man sogar abbauen kann und die sich dann auch regeneriert, wenn man genügend übrig lässt. Aber auch ein anderer 'Feldversuch' wurde geschildert: Die Wirkung von Holzkohle auf brandgerodeten und dann mehrere Jahre teils ohne, teils mit Kunstdünger behandelten Flächen. Ergebnis nach 3-4 Jahren: Auf den gedüngten und mit Holzkohle angereicherten Flächen blieb die Bodenfruchtbarkeit erhalten, während sie auf den Vergleichsflächen stark abfiel. Den Effekt versucht man sich damit zu erklären, dass die Kohle die Auswaschung verhindert bzw. stark verzögert.

Um den Bogen zurück zu unseren Bäumchen zu schlagen: Bei der Verwendung von stark körnigen, rein mineralischen Substraten könnte die Beimischung von zerstoßener Holzkohle vielleicht helfen, einiges an Dünger zu sparen. Ich werde mir jedenfalls fürs nächste Frühjahr einen Sack voll bereitstellen.

Gruß Harald
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Na ja Harald,
ganz so kannst du das nicht auf Bonsai übertragen ....... :?

Dem Bonsaisubstrat beigemengte Holzkohle (kein Staub!!) schadet den Bäumen bestimmt nicht - sie hat z.B. eine desinfizierende Wirkung u. die Erde ist nicht mehr ganz so schwer ..... - , aber den Dünger kannst du dir damit nicht ersparen.
KHarry
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Beitrag von KHarry »

Wolfgang, es geht nicht darum, sich den Dünger zu sparen, sondern die Auswaschung desselben zu verringern - und nicht mehr so viel nachschmeissen zu müssen!
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flu
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Beitrag von flu »

Also im Endeffekt doch eine veringerte Düngegabe. :wink:
Dass kann ich, auch in Hinsicht auf unsere Umwelt, nur gut heißen.
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Den Beitrag auf Arte hab ich auch gesehen und im BoB ist auch schon was mit Holzkohle im Substrat.
73 Anja
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Hab den Beitrag leider nicht gesehen .....
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

flu hat geschrieben:...
Dass kann ich, auch in Hinsicht auf unsere Umwelt, nur gut heißen.
Komm Ulf!
Wir beide rechnen jetzt mal ganz schnell durch (überschlagsmäßig) wieviel Dünger der als Gabe durch unser Hobby bezogen auf alle Bonsai in Deutschland (geschätzt) unsere Umwelt belastet.
*teufel* :lol:
M
Beste Grüße
Martin

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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Ja, das macht ihr jetzt mal schnell. *daumen_new*

*lach* *lach*
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flu
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Beitrag von flu »

Ohne das Thema jetzt hochstilisieren zu wollen, denke ich schon, dass der Düngeeintrag bei Leuten mit einem Garten voller Bonsai lokal schon recht beträchtlich sein kann.
Im Folgenden liste ich ein paar Pflanzenarten auf, die nach Ellenberg ("Ökologischen Zeigerwerte von Pflanzen in Mitteleuropa") in Mitteleuropa als Stickstoffzeigerarten gelten. Wenn einige dieser Arten in deinem Garten oder auf angerenzenden Flächen gehäuft vorkommen, dann weißt du jetzt, wie es um die Stickstoffversorgung auf diesen Flächen bestellt ist:

Arten mit besonders hohen Stickstoffzeigerwerten sind:
Große Brennnessel, Brombeere, Großes Springkraut, Gewöhnlicher Löwenzahn, Wiesen-Sauerampfer, Ackerkratzdistel, Schwarzer Holunder, Weißer Steinklee, Echter Steinklee, Kletten-Labkraut, Kerbel, Melde, Vogelmiere, Kreuzkraut, Wiesen-Bärenklau
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KHarry
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Beitrag von KHarry »

Naja, nebenbei soll Biogold ja auch den Schwaben wieder Spaß machen! :lol:
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

flu hat geschrieben:Ohne das Thema jetzt hochstilisieren zu wollen, denke ich schon, dass der Düngeeintrag bei Leuten mit einem Garten voller Bonsai lokal schon recht beträchtlich sein kann.
Im Folgenden liste ich ein paar Pflanzenarten auf, die nach Ellenberg ("Ökologischen Zeigerwerte von Pflanzen in Mitteleuropa") in Mitteleuropa als Stickstoffzeigerarten gelten. Wenn einige dieser Arten in deinem Garten oder auf angerenzenden Flächen gehäuft vorkommen, dann weißt du jetzt, wie es um die Stickstoffversorgung auf diesen Flächen bestellt ist:

Arten mit besonders hohen Stickstoffzeigerwerten sind:
Große Brennnessel, Brombeere, Großes Springkraut, Gewöhnlicher Löwenzahn, Wiesen-Sauerampfer, Ackerkratzdistel, Schwarzer Holunder, Weißer Steinklee, Echter Steinklee, Kletten-Labkraut, Kerbel, Melde, Vogelmiere, Kreuzkraut, Wiesen-Bärenklau

Schon klar. Ich zeige dir mal meinen Rasen. Da hat es Klee und Löwenzahn. Nur Dünger hat der seit zwanzig Jahren keinen gesehen. Dann zeige ich dir Brombeeren. Die wahsen auf einem Grünstreifen an der Strasse. Die hat man mit Sicherheit noch nie gedüngt und da war auch vorher kein Feld oder sowas, dann zeige ich dir Brennnesseln die am Rand des Fischlner Stadtparks wachsen, jedes Jahr ohne Dünger (so blöd sind unsere Gärtner nicht). Heißt doch faktisch das da Stickstoff wohl eher auf natürliche Weise hingekommen sein muß. Dann gehen wir mal durch meine Sammlung (ist kein langer Fußmarsch) und schauen wo überall BioGold draufliegt (seit 10 Jahren stehen die Bäume da) und dann auf die Erde darunter am Boden. Was meinst du wächst da? Brennnesseln oder Sauerampfer? Nö. Da wächst nicht mal sonderlich viel Gras.
Da stimmt dann aber doch was nicht, oder sehen ich das falsch?
M
Beste Grüße
Martin

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flu
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Beitrag von flu »

Hmm, da stimmt tatsächlich etwas nicht.
Nun ja, es gibt da noch die sog. phytopsychologische Traumatonastie. Möglicherweise hemmt demnach schon allein die tägliche Anwesenheit deiner missgünstigen Natur entsprechende Sämereien am Auskeimen.
Mit anderen Worten, womöglich wirkst du auf Gartenunkräuter wie Neonazis auf Schwarzafrikaner. Man geht sich besser aus dem Weg. :wink:
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

*lach* *lach* *lach*

Vielleicht kann man ja Martin als biologisch unschädlichen Unkrautvertreiber engagieren?
Das wäre doch DER Beitrag zum Umweltschutz! Jeder Bauernhof sollte einen Mitarbeiter zum phytopsychologischen Traumatonastiker ausbilden...

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Heike_vG hat geschrieben:Jeder Bauernhof sollte einen Mitarbeiter zum phytopsychologischen Traumatonastiker ausbilden...
*lach* *lach*
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

flu hat geschrieben:Hmm, da stimmt tatsächlich etwas nicht.
Nun ja, es gibt da noch die sog. phytopsychologische Traumatonastie. Möglicherweise hemmt demnach schon allein die tägliche Anwesenheit deiner missgünstigen Natur entsprechende Sämereien am Auskeimen.
Mit anderen Worten, womöglich wirkst du auf Gartenunkräuter wie Neonazis auf Schwarzafrikaner. Man geht sich besser aus dem Weg. :wink:

*lach* *lach* Nicht schlecht für'n Biologen, nicht schlecht ...*respekt*

Mag sein *lach* das die "tägliche Anwesenheit meiner missgünstigen Natur" einem schon mal den Spaß am ein oder anderem verdirbt.

Aber Ulf *deep*,
kommen wir doch noch einmal zur Ausgangsfrage zurück *back*
Die ist ja immer noch nicht beantwortet. Wie schädlich könnte der Dünger sein und wieviel würde die handvoll Holzkohle am "Schmerz der Natur" lindern? Sollen wir's schätzen?
Meine Antwort :?: Nix würde das ändern, gaaaaar nix Ulf. Und sei mal ehrlich, daran glaubst du selbst nicht so recht *nee*. Klingt natürlich klasse. So....so... verantwortungsvoll. Keine Frage *clap* Aber in Summe ist die Aussage auch irgendwo für'n A...., oder? *schwitz*
So what :?:

Könnte man das Gefühl haben, das dich jetzt die "tägliche Anwesenheit meiner missgünstigen Natur" mit Härte trifft.. ist aber nicht so :lol:
Und jetzt Ulf, jetzt kommst du *engel*
M
Beste Grüße
Martin

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