zuhause topfte ich ihn in eine schale, drahtete ihn und fands so erstmal ganz gut. leider sind mir zwei winter später durch einen pflegefehler (zu dunkel, zu kalt, zu nass) zwei wichtige untere äste abgestorben, was eine neugestaltung notwendig machte.
ich habe mich dann entschlossen, den baum zu neigen und eine flache, schirmförmig breite krone zu gestalten, wie sie dem natürlichen habitus entspricht.
das ist der stand im herbst 2014: ziel ist es jetzt, die verzweigung bzw. kronendichte zu verbessern und die krone noch weiter nach links über die stammbasis zu entwickeln.
weil besonders die unteren äste innen verkahlt waren, was beim ficus in unseren breiten leider schnell passiert, habe ich den baum im mai 2015 radikal zurückgeschnitten: dann kam erstmal prompt eine 3-wöchige kälteperiode, und es tat sich nichts...
als ich schon anfing, zu befürchten, dass die unteren äste nicht mehr austreiben würden, wurde es warm, und mit ordentlich wasser und dünger ... BAM !
der baum fing aus allen löchern an zu treiben. allein am untersten ast bildeten sich 6 neue triebe.
ich habe dann über den sommer lediglich den starken austrieb oben auf 1-2 blätter zurückgeschnitten.
bevor ich ihn anfang november rein geholt habe, habe ich nochmal überall ca 1/3 der grünmasse entfernt. das hilft meiner erfahrung nach dem ficus dabei, ohne innen blätter abzuwerfen über den winter zu kommen. jetzt wird wenig gegossen und kaum gedüngt.
zur förderung der stammnahen oberflächenwurzeln hatte ich spaghnum-moos aufgelegt, hat aber (im gegensatz zu anderen arten) nicht viel gebracht. im frühjahr wird umgetopft, dabei werde ich versuchen, den baum noch etwas weiter links zu platzieren.
dann werde ich auch drahten und dann gehts wieder nach draussen.
hier noch ein bild, auf dem die vezweigung besser zu erkennen ist :
