wie versprochen zeige ich hier einen weiteren Baum der genau vor einem Jahr
zu mir kam.
Der Baum wurde nach der Übergabe sofort von mir in mein Folienlager gestellt und
regelmäßig gegossen, wenn man das so bezeichnen konnte. Der Wurzelballen nahm
beim Gießen nämlich kein Wasser mehr auf, alles lief über den Schalenrand nach unten.
Um den Baum überleben zu lassen, habe ich den Wurzelballen dann jede Woche mit der Gloria-Spritze
eingesprüht und gehofft, daß er bis zum Umtopfen überlebt.
Mitte April habe ich dann die Rotbuche zusammen mit Norbert S. bei den "Bonsairebellen"
umgetopft und ich war echt froh, erfahrene Bonsaileute an meiner Seite zu haben.
Der Wurzelballen bestand nicht mehr aus Wurzeln sondern hatte sich in ein
torfartiges Gemisch verwandelt. Je mehr ich mit dem Haken versuchte den Ballen
aufzulösen umso mehr verfiel der Ballen zu Staub und Norbert meinte, ich müßte jetzt
aufhören, sonst hätte der Stamm keine Wurzeln mehr. Ich hörte auf seinen Rat..............
Umgetopft haben wir dann die Rotbuche in eine Substratmischung aus Akadama und Bims und eine
schöne Schale von Erwin, die er "zufällig" dabei hatte. Nun hieß es hoffen und ich habe wirklich
nicht daran geglaubt, daß der Baum überlebt.
Aber das "Wunder" geschah............denn 3 Wochen nach dem Umtopftermin explodierte
der Baum förmlich und zeigte mir, daß er überleben wollte. Er trieb aus wie eine Explosion
Um den Baum nicht zu schwächen, habe ich dann über den Sommer nur die großen Blätter entfernt
und andere Blätter halbiert, damit Licht in den Baum gelangte und er wieder anfing, im inneren Bereich Knospen zu bilden.
Die Rotbuche ist dann problemlos durch das Jahr gekommen, sie stand vollsonnig und wurde bestens gedüngt
und stark gegossen.
Einen richtigen Formschnitt der dann auch zum Baum paßt, bekommt die Buche erst in den kommenden Wochen und wird mich in diesem Jahr hoffentlich mit vielen neuen Zweigen in Stammnähe erfreuen.
Mir gefällt an diesem Baum besonders die Farbe des Stammes und die Kraft den der Baum ausströmt, so empfinde
ich es wenigstens.
Übrigens.....der Höcker in der Mitte des Stammes ist eine Eigenart des Baumes, die nicht durch mehrere dicke
Äste an einer Stelle verursacht wurde. Der Baum wollte das einfach so und mir gefällt das
Auch diesen Baum werde ich Euch nach dem Formschnitt und dem Austrieb zeigen
viele Grüße
Hans Peter
