Tokonoma-Präsentation

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Heike_vG
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Heike_vG »

Hallo René,
dieses Jahr nehme ich die Mega-Veranstaltung WBC zum Anlass, das Bonsai-Traumland endlich selbst zu besuchen.


Vorhin, beim AK-Treffen, haben wir auf die Schnelle mal den schönen, dicken Dreispitzahorn meines AK-Kameraden Christian in die Tokonoma gestellt, als der Baum frisch beschnitten war. Meine wenigen bisher vorhandenen Rollbilder haben leider nichts jahreszeitlich und größentechnisch passenderes als die blühende Aprikose hergegeben und bei dem Eisregen bin ich auch nicht mehr ins Gewächshaus gelaufen, um nach anderen Beistellern zu schauen. Zukünftig werde ich versuchen, verschiedene Kombinationen zustande zu bringen.
Aber ich denke, der prächtige Dreispitzer war schon ein Foto wert, oder? :P Das Rollbild hätte mehr in der Mitte hängen können, denke ich im Nachhinein. :oops:

Liebe Grüße,
Heike
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Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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zopf
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von zopf »

Hallo Heike
Diese Präsentation gefällt mir wesentlich besser.
Ich bin zwar etwas mit den "offiziellen" Regeln einer Tokonoma-Präsentation vertraut,
orientiere mich aber eher am visuellen Gesamtbild.
Die außermittige Platzierung des Rollbildes erscheint mir so gefälliger.
mfG Dieter

PS Soweit ich bisher erfahren konnte
gibt es auch im Bereich einer Tokonoma-Präsentation verschiedene Richtungen.
grüsse an die bewohner von melmac
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Gatze
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Gatze »

Hi
Auch mir gefallen deine Repräsentationen immer besser. Ich wollte wissen, ob es mit mittigerem Rollbild besser aussieht und habe es gleich einmal umgesetzt:
leicht mittiger
leicht mittiger
Tokonoma heike bearbeitet 1.jpg (59.91 KiB) 1926 mal betrachtet
ungefähr mittig
ungefähr mittig
Tokonoma heike bearbeitet 2.jpg (59.82 KiB) 1926 mal betrachtet
Mir gefällt die Segmentation mit leicht zur Mitte verschobenen Rollbild am besten!...
(Hoffe dieser Beitrag stört dich nicht Heike... )
Grüße Magda

Geduld ist die Kunst nur langsam wütend zu werden.
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Heike_vG
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Dieter, hallo Magda,
danke für Eure Antworten! :-D
zopf hat geschrieben:PS Soweit ich bisher erfahren konnte gibt es auch im Bereich einer Tokonoma-Präsentation verschiedene Richtungen.
Ja, da scheint es bei den japanischen Meistern durchaus recht unterschiedliche Vorlieben und Ansichten zu geben. Was es uns gerade am Anfang einerseits etwas erschwert, zu beurteilen, was jetzt "richtig" oder nicht so gut sein mag, aber andererseits auch ein bisschen Lockerheit beim Ausprobieren und selbst empfinden zulassen kann.

Magda, vielen Dank für das Verschieben des Rollbilds auf dem Foto! *kiss* Das verdeutlicht die Sache sehr schön. *daumen_new* "Ungefähr mittig" gefällt mir eigentlich am besten, wenn ich mir die Varianten so anschaue.

Liebe Grüße,
Heike
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Sanne
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Sanne »

Hallo Heike,

ja, das Rollbild sollte schon möglichst mittig aufgehängt werden. Das hat Magda in ihrem Virtual sehr gut gezeigt. *daumen_new*
Heike_vG hat geschrieben:...Meine wenigen bisher vorhandenen Rollbilder haben leider nichts jahreszeitlich und größentechnisch passenderes als die blühende Aprikose hergegeben...
Bei meinen kleinen Rollbildern habe ich es mir ziemlich einfach gemacht. Die habe ich einfach auf einen Stick von Bonsaibüchern und - Zeitschriften etc. kopiert und zu einem Copyshop bei mir um die Ecke gebracht. Die kompetenten Mitarbeiterinnen haben diese dann nach meinen Maßen vergrößert und ausgedruckt. Sie haben auch verschiedene Papierstärken.

Aber ich weiß nicht, ob das bei der Größe Deiner Tokonoma hinhaut und ob Du nicht doch eher auf originale Rollbilder stehst.

LG, Sanne
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(Zitat von Gisela V.)
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René Niwaki
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von René Niwaki »

Hey Heike,

du bist echt beneidenswert...
Zur WBC würde ich auch gerne fliegen, aber mir fehlt das nötige Kleingeld :wink:
...und bis Ende April habe ich auch nicht genug zusammen gespart :lol:
Wie länge wirst du in Japan bleiben?

Die Präsentation mit dem Acer buergerianum gefällt mir echt gut! Aber der Baum ist ja auch 'ne Augenweide... :shock:
Gruß, René :-D

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Heike_vG
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Heike_vG »

Sanne hat geschrieben:ja, das Rollbild sollte schon möglichst mittig aufgehängt werden. Das hat Magda in ihrem Virtual sehr gut gezeigt.
Hierzu ein kurzes Zitat (auf die Schnelle übersetzt) aus dem Buch "Kazari" von Edoardo Rossi:

"Kakejiku - Position
Wie bereits erwäht, ist Symmetrie ein Element, das in der japanischen Ästhetik und Kultur als nicht erstrebenswert betrachtet wird, da sie in der Natur nicht vorkommt. Davon abgesehen erzeugt sie eine statische Wirkung.
Trotzdem teilt das Kakejiku, das in der Mitte der Tokonoma platziert werden muss, den Raum in zwei gleiche Teile. Diese Symmetrie wird dann aufgehoben durch die Präsenz des Bonsai oder Suiseki, der die Komposition dynamisch macht."

Es sind dennoch einige Beispiele im Buch, wo bei räumlicher Enge das Rollbild ein wenig seitlich verschoben wird. Z.B. wenn der Baum daneben zu gequetscht aussieht oder zu weit vor das Bild ragt.
Sanne hat geschrieben:Bei meinen kleinen Rollbildern habe ich es mir ziemlich einfach gemacht. Die habe ich einfach auf einen Stick von Bonsaibüchern und - Zeitschriften etc. kopiert und zu einem Copyshop bei mir um die Ecke gebracht. Die kompetenten Mitarbeiterinnen haben diese dann nach meinen Maßen vergrößert und ausgedruckt. Sie haben auch verschiedene Papierstärken.

Aber ich weiß nicht, ob das bei der Größe Deiner Tokonoma hinhaut und ob Du nicht doch eher auf originale Rollbilder stehst.
Für Deine Miniatur-Tokonoma und Deine Minimini-Rollbilder ist das natürlich eine pfiffige Idee, Sanne! :wink:
In größer klappt das wahrscheinlich nicht mehr so gut und auch die Qualität der Kake mit schönen Stoffen wie Brokat und ordentlichen Rollen ist schon wichtig.
Zwar werde ich nicht gerade hunderte von Euro für noble, antike Rollbilder ausgeben, aber ich war schon mit der ausgesprochen talentierten Doris Maeter in Kontakt, die nicht nur japanische Rollbilder, sondern auch sehr schöne, selbst gemalte in passender Größe anbietet. Auf der NT werde ich einige Euro an ihrem Stand lassen, das steht schon mal fest.
René Niwaki hat geschrieben:Wie länge wirst du in Japan bleiben?
Insgesamt 9 Tage.
René Niwaki hat geschrieben:Die Präsentation mit dem Acer buergerianum gefällt mir echt gut! Aber der Baum ist ja auch 'ne Augenweide... :shock:
Ja, nicht wahr? Der Ast- und Zweigaufbau ist auch aus der Nähe betrachtet beispielhaft. Der Stamm und das Nebari sind eine Wucht, ohne übertrieben fett zu sein. Die Schnittstellen aus der Zeit der Materialentwicklung sind alle zu. Und die Schale hat eine traumhafte Patina. Da hat der Besitzer einen hervorragenden Fang getan!

Liebe Grüße,
Heike
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Tofufee
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Tofufee »

Hallo Heike,

beim Betrachten deiner Präsentationen bin ich an einigen Punkten hängen gebleiben, die mehr mit der Tokonoma selbst zu tun haben. Ich bin nun wahrlich keine (Tokonoma-)Präsentationsexpertin und kenne nur einige Kriterien, daher beruhen meine Ausführungen hauptsächlich auf meinem persönlichen Empfinden.

Eine Tokonoma mit den hier verwendeten Seitenverhältnissen finde ich schwierig zu bestücken, besonders für größere Exponate und wenn man ein Rollbild verwenden möchte. Es fehlt ihr m. E. an Weite, ein Mangel, der auch bei vielen Ausstellungen zu beklagen ist.
Das Rollbild soll ja, wie du schon zitiert hast, möglichst mittig hängen, was bei einer hohen Tokonoma wie deiner den Raum in zwei hohe, sehr schmale Bereiche teilt - für größere Exponate wohl oft zu schmal. Weitere Elemente deiner Tokonoma betonen die Vertikale zusätzlich: das hohe Fenster, die schmale Form des Rollbilds, die hohe Position des Rollbilds und die schmale obere Blende, die bei der gewählten tiefen Foto-Position sehr viel von der Decke sehen lässt, was den Raum noch höher erscheinen lässt (für die Darstellung des Baums ist die Position gut!).

Mit ein paar einfachen Veränderungen der Tokonoma ließe sich die Betonung der Vertikalen abmildern und damit etwas mehr optische Weite schaffen.
Ausgehend von deinem Originalbild mit dem Ahorn möchte ich das mit meinen veränderten Bildern zeigen.
Originalbild von Heike
Originalbild von Heike
Fenster verkleinert <br />Rollbild mittig und tiefer aufgehängt
Fenster verkleinert
Rollbild mittig und tiefer aufgehängt
obere Blende verbreitert und damit einen Teil der Deckenansicht verdeckt<br />Fensterkreuz verändert (verstärkte Perspektivwirkung)
obere Blende verbreitert und damit einen Teil der Deckenansicht verdeckt
Fensterkreuz verändert (verstärkte Perspektivwirkung)
Rollbild in breiterem Format
Rollbild in breiterem Format
Zusätzlich würde ich in diesem Beispiel den Baum noch ein wenig weiter nach vorn holen und eine Innenbeleuchtung für die Nische anstreben, um dem Exponat seitlich noch etwas mehr "Luft" zu verschaffen.

Für mich wäre die Wirkung so besser. Was denkst du?
Grüße
Monika
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Heike_vG
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Monika,

vielen Dank für Deine Gedanken und deren Visualisierung! Ich weiß das sehr zu schätzen. :-D

Beim Bau dieser Tokonoma habe ich den zur Verfügung stehenden Platz so gut wie möglich ausgenutzt. Und da ich z.B. auch meinen recht hohen Waldkieferliteraten gerne einmal hineinstellen können möchte, habe ich die Tokonoma nicht niedriger machen wollen.
Wenn ein großer Baum (wovon ich bekanntermaßen nicht viele besitze) die Tokonoma recht stark ausfüllt, kann man ja das Rollbild oder / und den Akzent auch jederzeit weglassen. Das habe ich auf japanischen Bildern in solchen Fällen auch schon oft gesehen.

Die Sache mit dem Fenster ist interessant, die unterschiedliche Wirkung auf Deinen Bildern finde ich schon spannend. Ich habe mich an Bildern in Büchern orientiert, wo die Fenster auch oft recht groß waren. Ich fand es so auch ganz gut, weil das Weiß des großen Fensters das Licht etwas reflektiert und die Tokonoma heller macht.
Das verkleinerte Fenster auf Deinem Bild wirkt aber ziemlich gut. Unregelmäßig angeordnete Fenstersprossen würde ich nicht anbringen wollen, da sie für mich irritierend und sehr auffällig wirken, da guckt man mehr auf das Fenster als auf die Präsentation.

Wenn man selbst vor der Tokonoma steht, guckt man natürlich nicht so sehr von unten gegen ihre Decke. Die Fotoposition ist immer eine schwierige Sache, denn man will den Baum ja nicht zu sehr von oben aufnehmen und trotzdem irgendwie die ganze Präsentation draufkriegen.
Würde ich eine doppelt so breite Blende oben davorsetzen, müsste ich auch auf jeden Fall die Abschlüsse der Seitenwände breiter machen, die dann im Verhältnis viel zu spillerig aussehen. Innenbeleuchtung, jaaa, man könnte noch vieles tun und verbessern. Wie ich anfangs und auf Franks Ideen hin schon erklärt habe, habe ich die Sache erst einmal möglichst einfach und leicht zerlegbar konstruiert. Mir ist bisher noch nicht danach, alles immer aufwändiger, teurer und massiver zu bauen. Vielleicht kommt der Wunsch mit der Zeit irgendwann noch, aber erst einmal werde ich so damit arbeiten.

Den Dreispitzahorn in diesem Fall noch weiter nach vorne zu ziehen, würde bedeuten, dass der Akzent nicht mehr weiter vorne stehen könnte als der Baum. Und wie anfangs erwähnt, die Tatamimatte steht 10 cm über die Tischkante hinaus über (da will ich mir ja noch mal eine genau passende anfertigen lassen), da ganz vorne kann dann nichts stehen. Das ist alles auf dem Foto schlecht zu sehen, ist in natura besser erkennbar.

Das verbreiterte Rollbild wirkt in diesem Fall wirklich gut. Ich freue mich schon, wenn ich zukünftig etwas mehr Auswahl an Formaten und Motiven habe! 8)

Liebe Grüße,
Heike
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René Niwaki
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von René Niwaki »

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 ...Da hat der Besitzer einen hervorragenden Fang getan! 
Das stimmt! Es ist ein wirklich außergewöhnlich schönes Exemplar. Vielleicht werde ich dieses Bäumchen ja irgendwann mal live zu Gesicht bekommen!

9 Tage Japan ist schon wirklich klasse! Aber wahrscheinlich viel zu kurz...
9 Tage (= knapp 13.000 Minuten) sind zwar viel Zeit, verglichen mit der Wartezeit beim Arzt, in einer Schlange stehen vor'm Fussballstadion, oder beim Schach-WM schauen im TV, aber 9 Tage Japan vergehen sicherlich wie im Flug!
Bitte mache viele Bilder *daumen_new*


PS: Ich glaube, ich muss mir nochmal erklären lassen, wie ich richtig zitieren kann. Bei mir steht nie der Name in der ''Betreff-Zeile'' :?:
Gruß, René :-D

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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Sanne »

René Niwaki hat geschrieben:PS: Ich glaube, ich muss mir nochmal erklären lassen, wie ich richtig zitieren kann. Bei mir steht nie der Name in der ''Betreff-Zeile'' :?:
Hallo René,

Heike hatte es mir damals gut erklärt. Einfach bei der Antwort des Autors rechts oben auf den Button " Mit Zitat antworten" gehen, alles markieren mit allen Klammern.

Ja, der Dreispitz ist wirklich sehr schön. Glückwunsch an den Besitzer.

Gruß, Sanne
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von René Niwaki »

Sanne hat geschrieben:Einfach bei der Antwort des Autors rechts oben auf den Button " Mit Zitat gehn...
Dankeschön, Sanne!
Es klappt *daumen_new*
Gruß, René :-D

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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Heike_vG »

Hallo René,
natürlich könnte man sich leicht viel länger in Japan aufhalten, ohne dass Langeweile aufkommen würde... aber ich denke mal, es wird auf der Reise so schon eine Reizüberflutung entstehen, die Kosten sind auch nicht ohne und ich bin wahnsinnig dankbar, dass meine Familie mich während der Schulzeit ziehen lässt und sich außerdem bereit erklärt hat, meine große Bonsaisammlung inzwischen zu pflegen. Sie müssen auch den Frostschutz bei möglichen Nachtfrösten Ende April zu managen, was gar nicht ohne ist. Noch länger könnte ich wohl kaum abwesend sein.

Prima, dass es mit dem Zitieren jetzt klappt, René. Wichtig ist, immer die quote-Steuersequenzen mit den eckigen Klammern intakt zu erhalten, wenn man aus dem per Zitatfunktion in den Editor bekommenen Text Teile herauslöscht. Das merkt man aber anhand der Vorschau, wenn da etwas schiefgegangen ist.

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Odoridori »

Hallo Heike,

erst einmal finde ich es gut das Du dir eine Tokonoma angeschafft hast *daumen_new*
Zur Größe ist zu sagen, die klassische Tokonoma hat Standard Tatami Maß und das sind 95 x 190 cm.
Natürlich passt man auch in Japan die Tokonoma den Räumlichkeiten des Hauses an und manchmal
ist die Tokonoma gerade so groß das ein Ikebana mit Rollbild präsentiert werden kann.

Also mir gefällt die Tokonoma sehr gut, nur das Fenster stört mich,
man kann sicher mit Bambusstäben und Holzrahmen und Shohji Papier ein schöneres Fenster bauen.
Aber das kann man ja auch immer noch ...

Das Rollbild sollte zur Jahreszeit und zu dem Hauptobjekt passen. Die Länge variiert man mit dem Band,
die Breite des Rollbildes sollte zum Hauptobjekt passen, d.h. es kann durchaus auch ein schmales Rollbild
verwendet werden wenn es passt. Bei Bonsai und Suiseki ist es einfacher ein Kake mit Wechselbild zu
verwenden als ein herkömmliches Rollbild.
Kake = ist ein textiler Wandbehang mit einer Montierung aus Faden- und oder Stoff zum fixieren des
Wechselbildes. Es gibt verschiedene Längen und Breiten der Kake und auch verschiedene Größen der Wechselbilder, wie Shikishi, Tanzaku, Shounshouan ...

Heike bei Doris Maeter bist Du in den besten Händen, sie ist eine hervorragende Künstlerin.
Du wirst dich wundern wie viele Motive man für eine schöne Präsentation benötigt und die
Ansprüche einer guten Präsentation steigen von Ausstellung zu Ausstellung und mit der Qualität
der Bäume und der Akzentpflanzen.

Wer Interesse hat sieht sich einmal diesen kleinen Film über ein wunderbares traditionelles Haus
in Kyoto an.

The House of Sugimoto https://www.youtube.com/watch?v=mxF1g05cCUE

Viel Spaß und liebe Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
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Re: Tokonoma-Präsentation

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Holger,
ich danke Dir sehr für Deine ausführliche Antwort! :-D

Vielleicht werde ich mittelfristig tatsächlich noch ein "richtiges" Fenster einbauen, mal schauen.
Odoridori hat geschrieben:Bei Bonsai und Suiseki ist es einfacher ein Kake mit Wechselbild zu verwenden als ein herkömmliches Rollbild.
Kake = ist ein textiler Wandbehang mit einer Montierung aus Faden- und oder Stoff zum fixieren des Wechselbildes. Es gibt verschiedene Längen und Breiten der Kake und auch verschiedene Größen der Wechselbilder, wie Shikishi, Tanzaku, Shounshouan ...
Das habe ich mir auf Doris Maeters Shop- und FB-Seite auch schon ausgeguckt, ich freue mich darauf, die Dinge in natura auszuwählen.
Odoridori hat geschrieben:Heike bei Doris Maeter bist Du in den besten Händen, sie ist eine hervorragende Künstlerin.
Davon bin ich wirklich auch überzeugt. Ich bewundere ihre Bilder schon seit ein paar Jahren, hatte bisher mangels Übungs-Tokonoma aber noch keine Veranlassung, welche zu kaufen.
Odoridori hat geschrieben:Du wirst dich wundern wie viele Motive man für eine schöne Präsentation benötigt und die Ansprüche einer guten Präsentation steigen von Ausstellung zu Ausstellung und mit der Qualität der Bäume und der Akzentpflanzen.
Oh ja, das ist mir durchaus bewusst. Ich fange mit einigen wenigen Motiven an und werde dann immer mal bei Gelegenheit etwas neues dazukaufen. Bis auf weiteres praktiziere ich meine Tokonoma-Präsentationsübungen zu Hause für mich und meine Bonsai-Freunde, aber wer weiß, irgendwann vielleicht ja auch einmal auf einer Ausstellung.
Odoridori hat geschrieben:Wer Interesse hat sieht sich einmal diesen kleinen Film über ein wunderbares traditionelles Haus in Kyoto an.
Das Video habe ich mir mit viel Freude angeschaut, vielen Dank für den Link! *daumen_new*

Liebe Grüße,
Heike
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