Hallo Detlev!
Ich habe damals, als ich meine Mühlenbeckie gestaltet habe, nicht einen deutschen Artikel über einen Bonsaiversuch mit dieser interessanten Pflanze aus Neuseeland und Tasmanien gefunden. Einzig Wolfgang Putz hat einen sehr informativen Beitrag mit ihr als Beistell- bzw. Kontrastpflanze geschrieben.
Aber ich wollte sie für mein Projekt "Growing Jewelry" verwenden, da sie sehr robust ist, nicht so leicht bricht und absolut anspruchslos ist.
Zur Pflege folgende Info, wenn sie als Bonsai gestaltet ist, d.h. in einem kleinen Gefäß, da sie sonst ja gewohnt ist sich auszubreiten: sie liebt es feucht! Und braucht ein durchlässiges Substrat. Ich habe eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und Sand genommen und sie gedeiht sehr gut. Stelle sie nicht in die direkte Sonne, denn sie ist eine Waldpflanze und mag es hell bis halbschattig.
Zur Gestaltung: Ich würde an deiner Stelle die natürliche Veranlagung nutzen. In freier Natur überrankt sie alles und klettert wie ein Wein (deshalb auch ihr Name "Drahtwein"). Ich habe meine als Kaskade auf Stelzwurzeln gestaltet, da sie keine dicken Stämme ausbildet. Aber sie macht folgendes: bei guter Luffeuchtigkeit bildet sie unzählige Luftwurzeln, die sich dann um den Stamm ranken und so optisch eine Stammverdickung herbeiführen. Das habe auch ich genutzt.
Jetzt bin ich zufällig auf eine Seite eines neuseeländischen Bonsaiclubs gestoßen, die diese Pflanze sehr häufig gestalten, weil sie ja dort auch heimisch ist. Und auch dort wurden sie als skurile "Stelzwurzelkaskaden" gezeigt.
Zu meiner Gestaltung: Es ist ein kleiner Mamebonsai von 3 cm Höhe und 5 cm Breite in einem Ring als Schmuckstück, deswegen auch "Growing Jewelry".
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.
Lg Birgit
Ich werde versuchen, ein paar Fotos einzustellen....bin auch neu hier....

... aber eifrige Mitleserin.