Ja, Sanne. Die erste. Lies dir nochmal die von Sigrid erwähnten japanischen Regeln durch, dann merkst du schnell, warum.
In diesen "Regeln", gerade die mit den Höhen und Winkeln (sich-zuneigen usw) stecken aber viel tiefere, mathematische Weisheiten und die hast du auch in der ersten Präsentation auf den Punkt gebracht (ohne sie aber genau zu kennen).
Diese Verhältnisse sind es aber, warum der Wein so stimmig ist und da kann man viel tiefer gehen, als nur "sich-zuneigen" zu sagen. Und das sind auch Wahrheiten, die für andere Präsentationen genauso gelten, egal, ob die nun japanisch arrangiert sind oder sonst wie.

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Blau sind Sichtachsen, rot sind Grössenverhältnisse und gelb Bewegungsrichtungen. Grün sind Volumina.

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Rot ist der Schwerpunkt der Gesamtpräsentation, gelb der Schwerpunkt des Baumes. Interressant ist, dass der Schwerpunkt der Gesamtpräsentation genau auf der Tischkante liegt und der Umkreis des Baumes diesen unten ziemlich genau (aber eben wieder nicht ganz exakt) schneidet (daraus lassen sich wieder anderen Sachen bestimmen, wie z.B. die Positions des Baumes in der Schale).
Der Trick ist, diese Verhältniss anzunähern, aber nie exakt gleich zu haben (z.B. bei der Höhe: die ist ähnlich, aber der Beisteller ist am unwichtigsten, dann der Tisch, der Baum ist am grössten). Es gibt noch andere Verhältnisse (Mittelpunk, horizontale Linien, Tiefen (im 2D-Foto schwierig einzuzeichnen), Aufsicht usw). Je mehr davon aufeinander abgestimmt sind, umso stimmiger wird alles.
Wenn du Lust hast, malst du in deine Präsentation einfach mal grob solche Linien ein, du wirst sehen, sie "treffen" bei der erste Präsentation am besten.