Vom unerklärlichen Phänomen des Lärchensterbens ...... :-(

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Wolfgang
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Vom unerklärlichen Phänomen des Lärchensterbens ...... :-(

Beitrag von Wolfgang »

Ein Bonsaifreund kontaktierte mich eben und bat mich um Rat wegen seiner im Herbst 2003 verstorbenen Lärche. - Ich antwortete ihm:


Hallo Silvio!
Es ist zum Heulen mit Yamadori-Lärchen aus dem Gebirge ....... - Dir ist es genau so ergangen, wie Walter Pall, usw und auch mir. - Die schönsten Lärchen verrecken im 1. bzw. spät. 2. Jahr nach dem Ausbuddeln.
In einem Fachartikel schrieb ich dazu folgendes:


........ Nun bleibt nur mehr das Hoffen, dass der Gebirgsfindling gut anwächst. –

Genau dort beginnen sehr oft unerklärliche Phänomene: vor allem Lärchen treiben anfangs willig aus, oft sogar 10 – 15 cm lange Langtriebe und sterben urplötzlich Mitten im Sommer ab. Auch bei anderen Findlingen kann das passieren.

Der Grund dafür liegt vermutlich darin, dass diese alten Gehölze oft aus Reserven in ihrem dicken Stamm zehren. Für die Wurzelneubildung fehlt aber durch die eingangs beschriebenen widrigen Bedingungen die nötige Kraft, nach einigen Wochen „klappen“ die Bäume zusammen und sterben ab. Die geschwächten Pflanzen können zudem auch noch von Pilzkrankheiten befallen werden. –

Eine große Ernüchterung macht sich dann beim Bonsaisammler breit und man stellt sich ernsthaft die Frage, ob man ethisch gesehen überhaupt das Recht hat, ein so altes Gehölz aus der Natur zu entnehmen! .................



ICH werde mit dem Ausgraben von Lärchen auf alle Fälle aufhören; zum Glück hab ich ein paar Stücke, die leben, in der Sammlung.´
Grüße! W.



Nicht nur Silvio und mir geht´s mit Lärchen so, auch Walter Pall, Horst Heinzlreiter, Robert Barth usw. sind Lärchen genau so verstorben. - Im Herbst bekommen die Nadeln urplötzlich eine aschgraue Färbung und die Zweige beginnen runzelig zu werden (d.h. sie schrumpfen zusammen / trocknen aus). - Es ist vollkommen zwecklos, auf einen Austrieb im folgenden Frühjahr zu warten; die Bäume sind tot. :cry:

:arrow: Vielleicht kommen Gebirgslärchen nicht mit dem milden Klima im Tal zurecht :?:
:arrow: Es wäre auch möglich, dass ein spezieller Pilz, der im Gebirge nicht vorkommt, jedoch im Tal / in unseren Gärten, die Bäume dahinrafft ..... :?:
:arrow: Warum hab ich dann (ZUM GLÜCK :!: :D ) doch ein paar gesunde Lärchen in der Sammlung :?:

Weiß jemand Rat :?: :?:
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Silvio hat mir erlaubt, "sein" Bild zu posten, obwohl er natürlich lieber einen fertig gestalteten "Brummer" gezeigt hätte ...... ;-(
Silvio hat mir erlaubt, "sein" Bild zu posten, obwohl er natürlich lieber einen fertig gestalteten "Brummer" gezeigt hätte ...... ;-(
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Abgesehen davon, dass das in die Rubrik 'Bonsaipflege' gehört, habe ich keine Antowrt. Man müßte wohl einen Bonsaifachmann fragen.

mfg
Walter Pall
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

:oops: Da hab ich wirklich die falsche Rubrik erwischt ....... :oops:
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Walter Pall hat geschrieben:Abgesehen davon, dass das in die Rubrik 'Bonsaipflege' gehört ............

mfg
Walter Pall

Bitte schön :wink:
73 Anja
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

DANKE :!: :wink:
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bonsaifoerster
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..na wenn Du keiner bist?

Beitrag von bonsaifoerster »

Walter Pall hat geschrieben:Abgesehen davon, dass das in die Rubrik 'Bonsaipflege' gehört, habe ich keine Antowrt. Man müßte wohl einen Bonsaifachmann fragen.

mfg
Walter Pall
Wenn Du Dich nicht als Fachmann bezeichnest, kann dann wohl keiner helfen :(
Aber es passiert ja nicht nur mir habe ich eben gelesen...
...schade eigentlich..
MfG
Silvio
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Michael K.
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Beitrag von Michael K. »

Geht nicht nur euch so, mir genauso
Aber Lärchen sind wie Frauen, einfach nicht zu verstehen :P

Michael
Reiner Goebel
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Re: Vom unerklärlichen Phänomen des Lärchensterbens ...... :

Beitrag von Reiner Goebel »

Wolfgang hat geschrieben: :arrow: Vielleicht kommen Gebirgslärchen nicht mit dem milden Klima im Tal zurecht
Eine Möglichkeit. Meine Lärchen sind Flachlandbäume, und der Unterschied in den Umweltbedingungen, an die sie gewöhnt sind, und was sie in meinem Garten ertragen müssen, sind nicht sehr gross.
Es wäre auch möglich, dass ein spezieller Pilz, der im Gebirge nicht vorkommt, jedoch im Tal / in unseren Gärten, die Bäume dahinrafft ..... :?:
Der Pilz mag im Gebirge auch schon vorkommen, nur kümmerts dann keinen, wenn der Baum stirbt. :wink:

Aber wir vermuten Ähnliches. Auch hier sterben Lärchen manchmal (ist mir in 20 Jahren erst dreimal passiert) völlig unerklärlich, allerdings mitten im Sommer, nicht erst im Herbst. Wenn man das Problem erkennt, ist es leider schon zu spät, etwas dagegen zu tun. Der Baum ist unwiderruflich hin.
Warum hab ich dann (ZUM GLÜCK :!: :D ) doch ein paar gesunde Lärchen in der Sammlung :?:

Weiß jemand Rat :?: :?:
Nee, Rat weiss ich leider auch nicht. :cry: Ausser, dass ich die höhere Sterblichkeitsquote zum Anlass nehmen würde, mehr von ihnen zu sammeln. Offenbar überleben einige doch. Und die sind es wert. :D
Reiner G.
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Na klar sind sie´s wert, Reiner! -
Es ist nur frustrierend, wenn einem die schönsten "Brummer" jeden Herbst absterben und irgendwie ein Verbrechen der Natur gegenüber, wenn man 20 Lärchen ausbuddeln muss, um vielleicht im Endeffekt 3 gesunde in der Sammlung stehen zu haben ........ :?
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Michael K.
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Beitrag von Michael K. »

Es stimmt schon, man muß schon einige sammeln um einige durchzubringen. Wobei man sie alle zusammen gleich behandelt, wollen manche nicht so wie man selber will
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Österreichische Bonsai Nationalausstellung "Kunst & Natur"
4. und 5. Juni 2011
in Hallein bei Salzburg
http://www.bonsaisalzburg.net
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

SAUBER sag ich! :o
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bonsaifoerster
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Beitrag von bonsaifoerster »


Hallo Zusammen...
Zum Glück liegt es in der Natur des Menschen alles 100%ig beeinflussen zu wollen. Und für alles eine Erklärung zu suchen.
Aber auf diesem Wege werde wir es irgendwann wissen.
Denkt nur mal an die Zeit zurück, als Ihr Euch das erste Mal mit Bonsai beschäftigt habt. Alles war neu, faszinierend und unerklärlich........ Und heute Ihr seid die Absoluten Freaks :shock:
Wir werden immer nach dem absoluten Brummer suchen. wenn wir ihn dann stehen sehen......? Mal ehrlich... laßt Ihr ihn stehen?
Wenn es ja zu schwer erscheint, dann wird er halt gstutzt und wenn es über Jahre geht bis er rauskommt. :arrow: DAS DING MUSS IN MEINEN GARTEN!!! :arrow:
Ein schönes Wochenende und `ne erfolgreiche neue Woche wünscht:

Silvio
Reiner Goebel
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Re: Vom unerklärlichen Phänomen des Lärchensterbens ...... :

Beitrag von Reiner Goebel »

Wolfgang hat geschrieben: Weiß jemand Rat :?: :?:
Vielleicht.

Da ist mir eingefallen, dass ich mal gelesen habe, dass die Japaner die Stämme uralter Wachholder nach dem Sammeln mit angefeuchtetem langfaserigem Torf umgeben, welches sie dann feucht halten, bis der Baum Anzeichen von Wachstum gibt. Ich habe das einmal an einer Lärche praktizitiert. Sie hat überlebt, aber natürlich hätte sie es vielleicht auch ohne. Schwer zu sagen.
Reiner G.
gunter

Beitrag von gunter »

Ich habe bisher wohl Glück gehabt, daß mir kaum Lärchen-Yamadori eingegangen sind. Wie gut, daß ich nicht wußte, was das Lärchensterben ist. Aber ich habe mich auch nur an kleine Bäume bis etwa 7cm Stammdurchmesser gewagt.

Weil mich die Sache interessierte, habe ich mal in der forstwirtschaftlichen Literatur gestöbert und zu meinem Erstaunen festgestellt, daß es dort den Fachbegriff "Lärchensterben" gibt. Meist sind es 10 bis 30-jährige Lärchen, die ohne ersichtlichen Grund flächenweise eingehen oder mickern. Man hat nach Krankheiten gesucht, aber nichts gefunden ( außer, daß geschädigte Bäume für alles Mögliche anfällig sind ). Inzwischen denkt man wohl an recht triviale Ursachen:
!. Fröste unter -12°C außerhalb der Ruhezeit.
2.Trockene Jahre, bei falschem Standort ( insbesondere verdichteten Böden ). Lärchen sind, was den Wasserhaushalt angeht, wohl recht diffizil: immer feucht aber nie naß.

Vielleicht sind bei den Yamadori die Gründe ähnlich simpel. Gestresste Lärchen gehen halt leicht ein, wenn irgendwas mit den Umweltbedingungen nicht stimmt.

Gruß,
Gunter Lind
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Gunter,
DAS wäre eine Möglichkeit ........

Noch was zur Pflege von Lärchen: Feucht, aber NIE nass IST VOLLKOMMEN RICHTIG!
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