... Und wieder habe ich ein wundervolles Bonsaiwochenende in Karlsruhe verbracht. Für mich diesmal unter dem Thema: "Supern". Den Ausdruck kennt Ihr nicht? Ist ganz einfach: Wie kriege ich Superbäume für eine Ausstellung noch "superer" hin? Ich muß sie eben "supern"!
Zunächst zur Ahorngruppe.
Gary wollte, daß ich einen kleinen Baum vorne links hinausoperiere: MIT Faserwurzeln. ... Ich habe es geschafft. Aber ey Leute: das ist eine DREISPITZ-Gruppe! Noch 2 Jahre und der Baum wäre nur noch mit ´ner Säge ´rausgegangen - ohne Faserwurzeln. Danach habe ich das Loch zugebuddelt und Moss ´draufgeschmissen. Nee, natürlich nicht! :-) Ich habe fein säuberlich das Substrat mit Hilfe eines Essstäbchens aufgefüllt. Und dann das Bäumchen ... *grins* ... nein, ich habe es nicht an die geplante Stelle in der Gruppe gepflanzt, sondern in einen Extratopf. Für gestaltungstechnische Fragen ist diesbezüglich Gary verantwortlich, ich zeichne nur für´s Supern als solches.
Allerdings etwas "uneben", damit es interessanter wird. Logischerweise wurden alte Wurzeln abgeschnitten und die Wurzelansätze gereinigt. Das "durfte" Gary selber machen. Irgendwie habe ich ein gemischtes Verhältnis zum Einsatz von Jinmittel. - Besonders kurz vor´m Mittagessen.
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Vollständige Texte der Bilder 2+3
Frisch gestärkt machte ich mich an die Moosauswahl und das "Nacharbeiten" der Auflagefläche. D.h. entfernen alter Erde oder Kieselsteinchen, glätten, Ränder begradigen oder ausfranzen und überhaupt zurechtschneiden. - Es hat wirklich viel Ähnlichkeit mit Modellbau oder Feihandpuzzle oder so.
Danach wird die Schale geputzt. Zuerst nur mir klarem Wasser und dann mit Tsubaki. Ein Superzeugs zum Schalen supern.

