Probleme mit Dreispitzahornen

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Ron_S
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Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Ron_S »

Hallo ihr Lieben,

ich habe in diesem Jahr starke Probleme mit insgesamt 4 von 7 Dreispitzern, welche ihr in den Bildern sehen könnt.
Kurz vorab, betroffen sind Bäume, welche unterschiedliche Größen, Standorte und Substrate aufweisen, die Wurzeln sind bei allen Bäumen top iO (habe ich bei allen überprüft).
Zwei der Bäume standen - wie jedes Jahr - in voller Sonne ohne Schattierung, die anderen beiden betroffenen standen schattig, was ebenfalls bisher jedes Jahr so war.

Das Problem äußert sich darin, dass das Laub teilweise absolut vertrocknet ist, ebenso teilweise dunkelbraune bis schwarze Flecken aufweist und der Austrieb bereits das ganze Jahr stockt bzw. es kaum bis gar keinen Zuwachs gibt. Einer der Bäume hat sogar zwei Äste verloren, da es erst wenig und am Ende gar keinen Austrieb mehr an den betroffenen Ästen gab.

Meine Vermutung war Spätfrost, woraufhin ich den Tipp zur Blattdüngung bekam, welche ich durchgeführt habe. Allerdings bin ich der Meinung, dass es daraufhin noch schlimmer geworden ist.

Ich würde mich riesig über eure Meinungen, Tipps und Erfahrungen freuen, da ich bereits das ganze Jahr leicht angespannt bin, wenn ich diese Bäume sehe...


viele Grüße und einen angenehmen Sonntag euch! :)

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Michael 86
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Michael 86 »

Hallo Ron

Würde Überdüngung in Frage kommen?
Grüße Michael :)
Ron_S
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Ron_S »

Hey Michael,

im Vorfeld - Danke für deine Antwort! :)

Überdüngung schließe ich eher aus... die Bäume bekommen aktuell Wuxal Uni und wegen der Hitze ein Mal die Woche die halbe Menge, daran sollte es also nicht liegen.
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bock
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von bock »

Moin Ron,

ich denke, du hast da zwei verschiedene Probleme.
Die Blätter, die vom Rand her eintrocknen haben vermutlich Hitzestreß - mehr Verdunstung, als die Versorgung sicherstellen kann. Das sollte im Schatten bei gesunden Bäumen eigentlich nicht vorkommen. Wenn das Substrat nicht komplett ausgetrocknet war könnte ein Welkepilz dahinter stecken. Glaube ich aber eher nicht, weil viele Blätter noch recht gesund aussehen.
Der Verlust von Ästen könnte allerdings darauf hinweisen, stockender Austrieb kann auch mit zu hohen Temperaturen zusammenhängen. Hier bei uns hat das Wetter im April von Winter direkt und übergangslos auf Sommer geschaltet...
Die fast schwarzen Flecken auf den Blättern sind vermutlich auf die Ahorn-Blattfleckenkrankheit zurückzuführen. Dagegen hilft ein handelsübliches Spritzmittel gegen Rostpilze, z.B. Ortiva Rosen Pilzfrei.
Ich wünsche deinen Ahornen gute Besserung!
liebe Grüße Andreas
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Marco_H
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Marco_H »

Hallo Ron,

vorweg, meine Dreispitzer bekommen sehr viel Wasser und stehen vollsonnig. Das mögen und vertragen sie auch nach meiner Beobachtung. Aber die Schale muss auch wieder abtrocknen können. Und hier könnte das Problem liegen. Für mich sieht es so aus als wäre deine Schale zu groß; ich meine fast doppelt so viel Substratvolumen wie Grünmasse am deinem Dreispitz auf dem Bild zu erkennen. Wenn dem so ist, schaffen die Blätter kaum, das Wasser aus der Schale zu verdunsten! Dann leiden die Wurzeln und auch eine Düngung ist dann kontraproduktiv.

Durch geschädigte Wurzeln dringt gerne schon mal ein Pilz in den Dreispitz ein, der aber neben den vertrockneten Blattspitzen und schwarzen Flecken nach meinen Beobachtungen auch deformierte Blätter verursacht; diese kann ich auf deinen Fotos nicht wirklich erkennen. Dagegen könnte Alliette helfen, hat bei mir schon gut gewirkt.

Es ist schwierig, genaue Tipps zu geben nur anhand der Bilder, es gibt einfach zu viele Faktoren! Aber vielleicht bringt der ein oder andere Gedanke zu deinem Baum dich der Lösung des Problems etwas näher.

Ich drücke deinem Dritzspitz die Daumen!
Gruß aus dem Westerwald

Marco

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Dirk K. aus L.
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Marco,

ein kluger Beitrag von dir!

Über Workshops sieht man ja 'ne Menge Bonsais in Töpfen. Und die allerwenigsten stehen in wirklich "modernem" hoch-durchlässigem Substrat. Die Kollegen meinen aber nun gießen und düngen zu können wie die Walter Palls da draußen. Das ist fatal! Auch die fertigen Substrat-Mischungen aus dem Handel, die ich kenne, tolerieren eine solche Pflege nicht dauerhaft.

Auch ärgert mich immer wieder, dass Foristen mit dem Brustton der Überzeugung Diagnosen stellen, und zwar aufgrund von Bildern, die einzig und allein das Laub zeigen. Man sollte den Wurzeballen aus dem Topf heben und davon aussagekräftige Bilder einstellen. Dann geht man der Sache eher auf den Grund.

Ich hatte auch schon Bäume, die mir fast abgeschmiert sind, weil sie einfach zu dunkel standen. Bei gleicher Pflege gehen die heute ab die Sau. Erfahrung ist der Schlüssel!

Grüße

Dirk
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Ron_S
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Ron_S »

vielen, vielen Danke für eure Antworten, das weiß ich sehr zu schätzen!

komme ich ggf. zu erst Mal zu dem Thema "zu große Schale" - dahingehend muss ich sagen, dass dieser Dreispitzer bis vor kurzem in einer deutlich kleineren Schale saß (passend für seine Größe) und ich ihn nur aufgrund der Probleme in eine größere Schale gesetzt habe, da ich dachte, dass ihm dies gut tun würde und er vielleicht doch nicht etwas Energie bekommt. - Korregiert mich, falls diese Handlung falsch gewesen ist.

Ich hatte die finstere Vermutung, dass es an der Blattdüngung lag, der Austrieb war schwach, dann die Blattdüngung auf das ohnehin schon geschwächte Laub, dass diese Art der Düngung ggf zu aggressiv war bzw. die Dosierung zu hoch? Wäre das realistisch und könnte das Laub danach so aussehen? Vielleicht ist ja die eine Seite des Laubs mehr betroffen, da diese wind- und sonnenabgewandt stand und sich dadurch der Dünger noch länger auf den Blättern hielt, demnach dadurch noch mehr Schäden/Verbrennungen ausgelöst hast? - Nur so meine Idee.

Zum Thema "Krankheiten/Pilz" - Ist es normal, dass sich Befälle nur teilweise am Baum zeigen und ausbreiten? Zudem, ist es normal, dass dann der Austrieb und der Zuwachs extrem stockt? Ich muss ehrlich gestehen, dass ich an all meinen Bäumen, egal ob kor. Hainbuche, Ulme, Zelkove oder oder oder, noch nie Krankheitsbefall hatte - zum Glück.

Was schlagt ihr vor, wie ich handeln soll bzw. kann?

...Und danke nochmal für eure Hilfe!
Ron_S
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Ron_S »

Hier noch Bilder eines ebenso betroffenen Shohins, diesmal auch Fotos der Wurzelmasse.
-> anderes Substrat, schattiger Standort, hat zusätzlich Biogold aufliegen
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Ferry
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Ferry »

Für mich sieht das auch aus wie Blattverbrennungen durch zu viel Sonne und zu wenig Wasser. Die Blattverbrennungen können auch durch den Salzgehalt des Blattdüngers hervorgerufen worden sein. Die Wurzeln sehen gut aus und es deutet nichts darauf hin, dass zu viel gegossen wurde oder die Schale zu gross war. Ausser den Blattverbrennungen scheint Dein Dreispitzahorn keinen Schaden zu haben. Wässere die Pflanze ordentlich mit Wasser ohne Dünger bis die Temperaturen wieder sinken. Das hilft auch, um überschüssiges Salz auszuspülen. Blattdünger würde ich bei den hohen Temperaturen aussetzen. Die verbrannten Blätter kannst Du getrost abknipsen.
LG,
F.
Michael 86
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Michael 86 »

Hallo nochmal

Wäre es denn ausgeschlossen, dass von oben oder den Seiten der Wind etwas auf den Baum getragen hat, was ihm schlecht bekäme (Unkrautmittel oder andere Verdächtige) ?
Grüße Michael :)
Ron_S
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Ron_S »

Ich kann euch gern nochmal Fotos von dem am meisten betroffenen mit den Astschäden machen.

Das irgendwelche mittel durch Wind übertragen worden sind, schließe ich aus, da die Bäume ein Mal vor und ein Mal hinter dem Haus stehen.

Ebenso würde ich allerdings Verbrennungen durch Sonne und zu wenig Wasser ausschließen, da zB der Shohin komplett im Schatten steht und eben so stark betroffen ist. - Maximal eben Schäden durch die Blattdüngung, welche ich allerdings nicht mehr durchführe, schon ein Paar Wochen nicht mehr.

Die betroffenen Blätter alle abknipsen? Dann steht mindestens der Baum mit den Astschäden komplett ohne Laub da, da bei diesem Exemplar das gesamte Laub betroffen ist. Ich bin mir eher unsicher, ob das aktuell eine sinnvolle Entscheidung ist oder ob sich das nicht eher kontraproduktiv auswirken würde.
Ron_S
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Re: Probleme mit Dreispitzahornen

Beitrag von Ron_S »

Dieses Exemplar ist am meisten betroffen....

vor zwei Jahren im Herbst erworben, letztes Jahr stand er richtig gut im Saft und hatte Zuwachs ohne Ende und dieses Jahr sieht er so aus...
Abgesehen davon, dass er wie ein gerupftes Huhn aussieht, hat er eben auch noch zwei Äste verloren.
Auch diesen habe ich zur Vorsorge in eine größere Schale gesetzte, allerdings auch erst vor zwei Wochen, wie den anderen.

Der Baum wurde im übrigen grad frisch gewässert.
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