Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Danke auch von mir für all die tollen Dokus, so lehrreich wie unterhaltsam.
Der Wurzelschnitt 2018 wirkt für mich sehr heftig. Blieben da noch aktive Wurzelspitzen dran, oder kamen die alle ab?
Der Wurzelschnitt 2018 wirkt für mich sehr heftig. Blieben da noch aktive Wurzelspitzen dran, oder kamen die alle ab?
Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Mit Sicherheit keine halben Sachen.
Ich möchte mich ebenfalls hier bei Herbert bedanken für deine interessanten Beiträgen. Deine genauen und ausführlichen Beschreibungen mit Bildlicher Unterstützung sind sehr lehrreich und extrem informativ für neulinge, mit welchen Ideen und Methoden bei euch Profis gearbeitet wird.
Danke und viel Glück ins neuen Jahr.
Roland.
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Gruß Roland.
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Servus an alle
die bisherigen Gestaltungsschritte hat der Baum alle sehr gut verkraftet. Der Schnitt am Stammansatz hat eine kräftige Kallusverbindung. Dieser frische Kallus ist wieder schön elastisch. Also kann der rechte Stamm weiter abgesenkt werden.
Das Biegeeisen konnte ich nicht richtig ansetzen und daher musste ein kleiner Jack verwendet werden. Damit kann der Stamm schön langsam und gefühlvoll abgesenkt werden. Dazwischen immer wieder ein paar Minuten Pause einlegen, dann geht es wieder relativ gefahrlos ein Stück. Das absenken hat sich so 3 Stunden hingezogen.
Dazwischen wurden im Kronenbereich einige Äste mit Fahrradschlauch getaped und gedrahtet.
Auch die zweite Biegung wurde neu gespannt. Der erste Ast oberhalb des Schnitts kommt weg. Ein kleines Stück bleibt als Jin. Die Verbindung zwischen Schnitt und erstem Ast wird mit einem Shari verbunden. Dann könnte das ganz gut aussehen und die gerade Schnittstelle ist weg.
Hier noch eine aktualisierte Zeitreihe. Frühjahr 2018, Herbst 2019 und heute.
Demnächst werden noch die Äste gedrahtet und dann wird aus der halben Sache hoffentlich bald eine ganze.
lg und haltet die Ohren steif.
Herbert
die bisherigen Gestaltungsschritte hat der Baum alle sehr gut verkraftet. Der Schnitt am Stammansatz hat eine kräftige Kallusverbindung. Dieser frische Kallus ist wieder schön elastisch. Also kann der rechte Stamm weiter abgesenkt werden.
Das Biegeeisen konnte ich nicht richtig ansetzen und daher musste ein kleiner Jack verwendet werden. Damit kann der Stamm schön langsam und gefühlvoll abgesenkt werden. Dazwischen immer wieder ein paar Minuten Pause einlegen, dann geht es wieder relativ gefahrlos ein Stück. Das absenken hat sich so 3 Stunden hingezogen.
Dazwischen wurden im Kronenbereich einige Äste mit Fahrradschlauch getaped und gedrahtet.
Auch die zweite Biegung wurde neu gespannt. Der erste Ast oberhalb des Schnitts kommt weg. Ein kleines Stück bleibt als Jin. Die Verbindung zwischen Schnitt und erstem Ast wird mit einem Shari verbunden. Dann könnte das ganz gut aussehen und die gerade Schnittstelle ist weg.
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Demnächst werden noch die Äste gedrahtet und dann wird aus der halben Sache hoffentlich bald eine ganze.
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
doppelt
Zuletzt geändert von Herbert A am 07.04.2020, 22:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Servus Jürgen
Die beiden Schnitte sind rund 30 cm voneinander entfernt. Daher war meine Hoffnung dass die Kiefer die Versorgung wieder sicherstellen kann. Wie es ausschaut ist ihr das auch gelungen. Problematischer wäre es sicherlich wenn die beiden Schnitte eng aneinander liegen würden.
Und wenn das nicht geklappt hätte wäre Plan B die Entfernung des 2. Stammes gewesen.
Da war auch für mich learning by doing.
lg
Herbert
Hier die Erklärung. Eine Kiefer ist beim Transport des Wassers flexibler als die meisten anderen Bäume. Sie kann (unwissenschaftlich erklärt) Wasser auch seitwärts transportieren und so einen Schnitt umströmen. Ein Wacholder z.B. hat klare Saftbahnen. Wenn man einen dickeren Ast abschneidet, wird der Bereich von der Schnittstelle bis zur Wurzel sehr wahrscheinlich absterben. Nicht so bei der Kiefer.Jürgen* hat geschrieben: 05.04.2020, 23:05
Ok, aber jetzt ist ja der Schnitt unten und am selben Ast ( Stamm ) auch noch - bin jetzt mehr als verwirrt..
Die beiden Schnitte sind rund 30 cm voneinander entfernt. Daher war meine Hoffnung dass die Kiefer die Versorgung wieder sicherstellen kann. Wie es ausschaut ist ihr das auch gelungen. Problematischer wäre es sicherlich wenn die beiden Schnitte eng aneinander liegen würden.
Und wenn das nicht geklappt hätte wäre Plan B die Entfernung des 2. Stammes gewesen.
Da war auch für mich learning by doing.
lg
Herbert
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Da war auch für mich learning by doing.



und aus
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Zuletzt geändert von Fessor am 12.04.2020, 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Servus an alle
jetzt wurde das Grün des 2. Stammes einmal durchgedrahtet. Das schaut jetzt schon halbwegs passabel aus.
In der nächsten Zeit wird der Stamm weiter abgesenkt sodass er nicht waagrecht sondern nach unten weggeht.
Die zwei Äste unterhalb der Krone müssen noch richtig gestellt werden. Das mache ich im Herbst wenn der Baum wieder weniger Stress hat.
schöne Ostern
Herbert
jetzt wurde das Grün des 2. Stammes einmal durchgedrahtet. Das schaut jetzt schon halbwegs passabel aus.
In der nächsten Zeit wird der Stamm weiter abgesenkt sodass er nicht waagrecht sondern nach unten weggeht.
Die zwei Äste unterhalb der Krone müssen noch richtig gestellt werden. Das mache ich im Herbst wenn der Baum wieder weniger Stress hat.
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Das habe ich in dem Baum nicht gesehen.
Sieht echt toll aus!
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Gruß
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Soll die rechte Spitze am Ende wieder nach oben zeigen als Zweitstamm, oder eher nach unten wie ein großer Ast?
Wenn mich die wissenschaftliche Erklärung interessiert, unter welchem Stichwort suche ich das?Herbert A hat geschrieben: 07.04.2020, 22:01
Hier die Erklärung. Eine Kiefer ist beim Transport des Wassers flexibler als die meisten anderen Bäume. Sie kann (unwissenschaftlich erklärt) Wasser auch seitwärts transportieren und so einen Schnitt umströmen.
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Hi Ania
lg
Herbert
Die rechte Spitze zeigt wieder nach oben.ania hat geschrieben: 11.04.2020, 23:43 Soll die rechte Spitze am Ende wieder nach oben zeigen als Zweitstamm, oder eher nach unten wie ein großer Ast?
Google einfach Wassertransport in Bäumen. Da findet man viele Fachbeiträge.espanna hat geschrieben: 11.04.2020, 21:28
Wenn mich die wissenschaftliche Erklärung interessiert, unter welchem Stichwort suche ich das?
lg
Herbert
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Servus an alle
noch ein kurzes Kiefernupdate.
Die Absenkung des rechten Stammes ist jetzt gemacht. Der Baum hat das ohne Probleme verkraftet. Die neuen Kerzen werden gerade rausgeschoben.
Der Baum ist relativ schwer zu fotografieren. Die Tiefe kommt dabei leider nicht heraus. Hier noch ein Bild vor einem ruhigeren Hintergrund.
Im Winter geht es weiter mit den Jinarbeiten.
ciao
Herbert
noch ein kurzes Kiefernupdate.
Die Absenkung des rechten Stammes ist jetzt gemacht. Der Baum hat das ohne Probleme verkraftet. Die neuen Kerzen werden gerade rausgeschoben.
Der Baum ist relativ schwer zu fotografieren. Die Tiefe kommt dabei leider nicht heraus. Hier noch ein Bild vor einem ruhigeren Hintergrund.
Im Winter geht es weiter mit den Jinarbeiten.
ciao
Herbert
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Hallo Herbert,
sehr,sehr beeindruckend,was Du aus der Kiefer zauberst.
Ich habe eine Sylvestris,dieeinen geraden Stammansatz hat und würde gerne die „Keilschnitt“Methode anwenden.
Wann ist dafür der richtige Zeitpunkt,in der Ruhephase,oder besser in der aktiveren Wachstumsphase,zwecks schnellerer Kallusbildung.?
Danke im Voraus Olli.
sehr,sehr beeindruckend,was Du aus der Kiefer zauberst.
Ich habe eine Sylvestris,dieeinen geraden Stammansatz hat und würde gerne die „Keilschnitt“Methode anwenden.
Wann ist dafür der richtige Zeitpunkt,in der Ruhephase,oder besser in der aktiveren Wachstumsphase,zwecks schnellerer Kallusbildung.?
Danke im Voraus Olli.
- Herbert A
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Re: Pinus Sylvestris - Eine halbe Sache
Servus Olli
Alle Arbeiten mit Biegungen bei denen die Rinde gedehnt, gestaucht oder verdreht wird sollten in der Zeit von September bis März gemacht werden. In der Zeit ohne hohen Saftfluss platzt die Rinde bzw die Kambiumschicht nicht vom Splintholz ab.
Lg Herbert
Alle Arbeiten mit Biegungen bei denen die Rinde gedehnt, gestaucht oder verdreht wird sollten in der Zeit von September bis März gemacht werden. In der Zeit ohne hohen Saftfluss platzt die Rinde bzw die Kambiumschicht nicht vom Splintholz ab.
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