ehrlich gesagt finde ich es merkwürdig, wenn dir "empfohlen" wird, den Stamm verrotten zu lassen
Aber ok, jedem seins.
Zu den Wurzeln hatte ich oben schon was gesagt.
Allerdings würd ich mir im Winter erstmal den gesamten Ballen angucken, dann kannst du entscheiden, welche ungünstigen Wurzeln gleich ganz weg könnten, welche du in der Position korrigieren kannst etc. Dabei siehst du dann, welche anderen du wo anschneiden oder punktieren kannst.
Letztes Jahr hab ich bei einem Apfel, wie ich das jetzt mal taufen würde: den "doppelten Fahradschlauch" gemacht. Also einen ca. 5mm grossen Streifen horizontal abgeschält, wo ich Wurzeln gebrauchen konnte, dann den Baum in der Schale fixiert und unterhalb des Streifens flach ein paar Zentimeter Fahradschlauch drunter, nach aussen ganz leicht abfallend. Dann Spackenmoss drauf, bis es knapp über dem Streifen liegt, dann nochmal Fahradschlauch drüber. Es entsteht dadurch eine Art Tunnel für die neuen Wurzeln. Jetzt im Herbst hab ich schonmal den oberen Schlauch abgemacht und im Moos vorsichtig geguckt. Es haben sich Wurzeln gebildet und die sind wegen dem unteren Fahradschlauch prima radial weg von der Wurzel durchs Moos gewachsen. Nicht wirklich lang, aber im perfekten Winkel. Beim nächsten Umtopfen kann ich die dann einzeln in Position legen und werd den unteren Schlauch noch ein Jahr drin lassen, bis die Wurzeln über den Rand des Schlauchs gewachsen sind und sich nach unten "verabschieden" dürfen.
Werde die Variante der Fahrradschlauchmethode diesen Winter bei mehreren Bäumen anwenden, u.a. auch bei einem Ahorn, sollte ebenso gut gehen, wie man das in einigen Threads hier ja lesen kann.
