Das sieht sehr gut aus László!
Jetzt wäre nur noch ein kleiner Punkt zu berücksichtigen, über den nur Profis etwas wissen aber Ofenverkäufer tunlichst darüber schweigen weil es für sie Folgegeschäfte bedeutet.
Beim Abkühlen des Ofens nimmt die Ofenwandung jegliche Feuchtigkeit auf die sie kriegen kann.
Du kannst es gerne testen:
Während dem Brennen gibt der Ofen alle Feuchtigkeit ab die er hat. Du hast dann im Raum bis zu 85% rel. Luftfeuchte (ohne Abzug).
Mit dem Abzug nimmt dann der Raum wieder das normale Raumklima an.
Erreicht die Ofen-Aussenschale beim Abkühlen ca. 85°C, fängt das Material an Wasser zu saugen soviel es kann.
Nach dem Brennen, wenn der Ofen ausgekühlt ist, hast Du nur noch 25-30% rel. Luftfeuchte. Der Rest ist wieder im Ofen.
Wenn es nun beim Abkühlen regnet oder sonstwie feucht ist, saugt sich der Ofen noch leichter voll.
Es gibt hierbei zwei Umstände die daraus entstehen.
Das kleinere Übel ist, dass beim Starten des nächsten Brandes der Ofen wieder alle Feuchtigkeit verdampft und das kann mit der Zeit erbärmlich riechen denn dieser Dampf enthält schön konzentriert alle Aromastoffe, gasförmige Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, Gerüche und Allergene die zum Zeitpunkt des Letzten Abkühlens vorhanden waren.
Das andere Übel ist die Oxidation an vielen Ofenteilen, welche durch die wechselnde Feuchtigkeit verursacht wird.
Die Kanthalspiralen und V4 Stähle sind dagegen resistent aber V2 Edelstahlschrauben oder gar normale Stähle rotten manchmal still und leise vor sich hin.
Auch die Stahlschrauben in den Lüsterklemmen, bei der Verkabelung, sind oft nach einer gewisser Zeit nur noch kaltverschweisster Staub.
Auch der Kupferdrähte, die ständigen Tempiwechseln und einer Sulfatisierung ausgesetzt sind, werden steif und brüchig. Darum sollte man die Elektrik hinter dem Schutzkasten sicher alle zwei Jahre checken.
Man wundert sich dann warum der Ofen so verdammt lange braucht um seine Zieltempi zu erreichen und wenn man sich nicht selbst die Zeit nimmt, die Kontakte gelegentlich zu überprüfen, zahlt man viel unnötigen Strom oder auch Servicekosten.
Ergo:
Beim Abkühlen des Ofens keine Frischluft dranlassen, keine Küchengerüche dranlassen, keine Wäsche in diesem Raum trocknen, und falls möglich, die trockene Luft des Raumes ausnützen und Türen schliessen.
So, das wars. Vielleicht etwas zu ausführlich und mit leichter Schwarzmalerei aber Du musst nicht alle schlechten Erfahrungen selbst machen.
Gruss George