Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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nemsi
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von nemsi »

Hallo László,

Respekt! Teile der Mauer wegreissen um den Ofen in den Keller zu bekommen *daumen_new* *daumen_new*

Deine Schalen werden immer besser. Bei den Schalen mit den Nummern 1392, 1395, 1420, 1429 sind meiner Meinung nach die Füßchen zu hoch, bei der 1429 stehen sie auch zu eng beieinander.
Von den Proportionen und auch qualitativ ist die blaue Schale (1402) sicherlich Deine bisher beste.
Weiter so, jetzt mit eigenem Ofen geht es erst richtig los! *dance*
Liebe Grüße
Robert

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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Hallo Robert,

vielen Dank für dein Feedback *daumen_new*
Ja, mit dem eigenen Ofen ist man nicht mehr abhängig von anderen. So kann man schon etwas gelassener rangehen.
Würde mich freuen auch von dir wieder paar Schalen zu sehen, das ist für mich immer Ansporn.
Gruß
László

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Peter L
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Peter L »

Hallo László,

herzlichen Glückwunsch zum Ofen, ein Brennofen mit Geschichte und einem Ofengeist der einfach Spass hat, die kreativen Arbeiten mit zu gestallten.
Alle Achtung, was Ihr an Arbeiten gemacht habt u den Ofen in den Keller zu bringen.

Mit einem eigenen Ofen ist es einfach entspannter, und man kann es selber steuern und probieren.

Ich freue mich auf Deine nächsten Schalen.

LG Peter
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raga
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von raga »

Mensch László, da weiß ich ja wen ich besuche wenn ich meinen restlichen Ton verarbeitet habe. :-D

Mal Spaß bei Seite.
Was ich auf den Bildern vom Umbau ernsthaft vermisse ist eine Zwangsentlüftung.
Die Gase die beim Brennen von Ton und Glasuren entstehen sind aggressiv und zum einem großen Teil giftig.
In einem Wohnhaus und besonders in einem Kellerraum wäre mir da ein gekipptes Fenster deutlich zu wenig.

Schließlich wollen wir noch lange schöne Schalen von dir sehen.

Gruß Ralf
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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Moin Peter,

vielen Dank! Ja, mit dem eigenen Ofen wird einiges einfacher👍

Hallo Ralf,

wie mit so vielen Dingen, muss ich mich da auch reinfuchsen. Ich kann dir versprechen, dass ich das Leben meiner Familie und auch meins nicht gefährden möchte.
Wir haben 4 Kellerräume von denen 3 mit Fenstern versehen sind, so findet ein Durchzug statt. Die neue Tür, runter in dem Keller schließt auch sehr gut, sodass es in der Bude keine Gerüche wahrzunehmen waren. Nichtsdestotrotz ist die Situation verbesserungsfähig und würdig. Diverses ist bestellt und wird verbaut. Bis der Ofen wieder bestückt werden kann (habe erst 2 kleine Schalen gebastelt), habe ich noch Zeit und kann optimieren.

Ohne Spaß; du bist immer herzlich willkommen 😉
Gruß
László

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Erwin
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Erwin »

Hallo László,

Ein Lüftungsschlauch muss zwingend her! Sowas hier: https://www.amazon.de/Flexschlauch-L%C3 ... B06XDSJL1G

Doppelwandig ist besser, da das Aluminium bei den hohen Temperaturen am Abluftloch doch sehr schnell schwächelt.

Erwin
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Andreas Ludwig
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Andreas Ludwig »

espanna hat geschrieben: 10.05.2020, 11:57Ich kann dir versprechen, dass ich das Leben meiner Familie und auch meins nicht gefährden möchte
In diesem Sinne schliesse ich mich Erwin an: Unterschätze nicht, womit du das kasperst. Brennen ist physikalische Chemie, da geschehen Dinge, die kein Mensch voraussagen kann. Nicht nur ästhetisch verstanden, sondern eben auch physiologisch. Manche Glasuren enthalten Substanzen, vor denen einem Toxikologen schlicht graut. Es ist ja bekannt, dass man keine sauren Gurken oder Essigzwiebeln in mexikanischer Keramik servieren sollte wegen des Bleigehalts. z.B. Tja. Je nach Glasur spielst du nicht nur mit Blei rum, sondern auch mit Kadmium, mit Kobalt oder Arsen - schwer zu beurteilen jeweils, eigentlich gar nicht. Abstand ist jedenfalls geraten. Was gute Durchlüftung mit einschliesst.

Legyen egészséges, kedves barátom!
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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Hallo Erwin, Szia Andreas,

dann etwas detaillierter :-D ;

->meine Überlegungen bis jetzt<-

-über den Ofen seht ihr ein Kellerfenster, das werde ich entweder so abkleben dass ein Lüftungsrohr durchpasst (oder ein Rahmen zimmern/ Schweißen). Die Konstruktion wird abnehmbar und hitzestabil (wie hoch weiß ich noch nicht, mehr als 200 Grad C muss aber nicht) sein.
-Damit das halbwegs funktioniert sollte ein Durchzug / Abzug gewährleistet sein. Da kommt die nächste Herausforderung: 3 Kellerräume haben keine Türen (ein Raum davon ist auch der Kellerabgang). Da die Warme Luft nach oben steigt, werde ich eine Türöffnung zum Ofen für die Dauer des Brennens zumachen (Keramikfasermatten-Tür). Die andere Türöffnung und das Fenster im nächsten Raum bleiben geöffnet um den Luftstrom aufrecht zu halten.
-In das Rohr kommt ein Rohrlüfter. Es gibt welche, die bis 80 Grad C zugelassen sind (die können sicher auch 10-20 Grad mehr ab😉), und es gibt welche bis 180 Grad C. Da werde ich noch schauen müssen für welchen ich mich entscheide.
-falls das alles nicht reichen sollte, werde ich eine an die Hintere Wand auf- und zuklappbare Glosche (oder über den Ofen, an die Decke montieren) basteln, mit Abluftrohr und Motor.

Bis hierhin reichen meine Gedanken heute.
Ich zeichne es gleich (recht stümperhaft) auf, um es besser verstehen zu können.

Vielen Dank für den Link und Euer Hilfe! Falls euch etwas auffällt, oder es bessere Möglichkeiten gibt raus mit der Sprache!
Gruß
László

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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Hippo »

espanna hat geschrieben: 11.05.2020, 09:38 Falls euch etwas auffällt, oder es bessere Möglichkeiten gibt raus mit der Sprache!
Salü László,

Meinen Elektroofen hatte ich auch viele Jahre unter einem Kellerfensterchen stehen. Das war ein einfaches Kippfenster mit Holzrahmen.
Ich habe den Fensterflügel ausgehängt und stattdessen eine 5 mm Acrylscheibe eingepasst.
In die Acrylscheibe habe ich ein passendes Loch für einen kleinen Lüfter für Badezimmer gesägt und den dort mit Silikon eingepasst.
Aussen am Lüfter habe ich ein Mückengitter angeklebt, dass mir kein Geviech dort reinkrabbelt.

Das Ding hat mir über 12 Jahre beste Dienste geleistet und ich hatte nie Gerüche, die ins Haus aufgestiegen wären.

Wenn Du nur über der Lüftungsöffnung einen Absaugschlauch montierst, wirst Du trotzdem Gerüche im Raum haben, denn auch über die poröse Ofenwandung treten Gase aus.
Ausserdem macht es auch Sinn die entweichende Wärme mit einem Venti im Fenster abzuführen. Wahrscheinlich hätte das deinen Deckenverputz gerettet.

Gruss George
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Hallo Georg,

dem Putz weine ich nicht hinterher :-D was soll´s.
Du warst schnell mit schreiben, schau bitte jetzt nochmal auf den Bildern. Z.Z. Bin ich bei Plan A.

Situation jetzt;
Dateianhänge
T=Tür, TÖ = Türöffnung ohne Tür,
T=Tür, TÖ = Türöffnung ohne Tür,
99CC6C81-9E04-4FFC-A187-FA90A16C920E.jpeg (97.92 KiB) 2025 mal betrachtet
Gruß
László

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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Plan A +
Plan B
Dateianhänge
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68931D2F-61BA-4315-9D07-51748B962639.jpeg
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Gruß
László

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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Andreas Ludwig »

Spricht etwas gegen einen elektrischen Lüfter? Ein Rohreinschublüfter (15 W), wie man ihn in jedem Bad hat, bringt eine erhebliche Umluft. Kostenpunkt unter 50 Euro.
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

espanna hat geschrieben: 11.05.2020, 09:38.
-In das Rohr kommt ein Rohrlüfter.

Doch, ich werde es wie Georg es vorgeschlagen hat machen, dazu mit dem Rohr welches Erwin verlinkt hat (oder halt den Doppelwandigem). Nach dem nächsten Brennen weiß ich dann mehr.
Vielen Dank für eure Anregungen und Vorschläge!
Nun kommt das schöne; *undwech* runter zum Töpfern!
Gruß
László

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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Hippo »

Das sieht sehr gut aus László!

Jetzt wäre nur noch ein kleiner Punkt zu berücksichtigen, über den nur Profis etwas wissen aber Ofenverkäufer tunlichst darüber schweigen weil es für sie Folgegeschäfte bedeutet.

Beim Abkühlen des Ofens nimmt die Ofenwandung jegliche Feuchtigkeit auf die sie kriegen kann.
Du kannst es gerne testen:
Während dem Brennen gibt der Ofen alle Feuchtigkeit ab die er hat. Du hast dann im Raum bis zu 85% rel. Luftfeuchte (ohne Abzug).
Mit dem Abzug nimmt dann der Raum wieder das normale Raumklima an.
Erreicht die Ofen-Aussenschale beim Abkühlen ca. 85°C, fängt das Material an Wasser zu saugen soviel es kann.
Nach dem Brennen, wenn der Ofen ausgekühlt ist, hast Du nur noch 25-30% rel. Luftfeuchte. Der Rest ist wieder im Ofen.
Wenn es nun beim Abkühlen regnet oder sonstwie feucht ist, saugt sich der Ofen noch leichter voll.

Es gibt hierbei zwei Umstände die daraus entstehen.
Das kleinere Übel ist, dass beim Starten des nächsten Brandes der Ofen wieder alle Feuchtigkeit verdampft und das kann mit der Zeit erbärmlich riechen denn dieser Dampf enthält schön konzentriert alle Aromastoffe, gasförmige Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, Gerüche und Allergene die zum Zeitpunkt des Letzten Abkühlens vorhanden waren.

Das andere Übel ist die Oxidation an vielen Ofenteilen, welche durch die wechselnde Feuchtigkeit verursacht wird.
Die Kanthalspiralen und V4 Stähle sind dagegen resistent aber V2 Edelstahlschrauben oder gar normale Stähle rotten manchmal still und leise vor sich hin.
Auch die Stahlschrauben in den Lüsterklemmen, bei der Verkabelung, sind oft nach einer gewisser Zeit nur noch kaltverschweisster Staub.
Auch der Kupferdrähte, die ständigen Tempiwechseln und einer Sulfatisierung ausgesetzt sind, werden steif und brüchig. Darum sollte man die Elektrik hinter dem Schutzkasten sicher alle zwei Jahre checken.

Man wundert sich dann warum der Ofen so verdammt lange braucht um seine Zieltempi zu erreichen und wenn man sich nicht selbst die Zeit nimmt, die Kontakte gelegentlich zu überprüfen, zahlt man viel unnötigen Strom oder auch Servicekosten.

Ergo: Beim Abkühlen des Ofens keine Frischluft dranlassen, keine Küchengerüche dranlassen, keine Wäsche in diesem Raum trocknen, und falls möglich, die trockene Luft des Raumes ausnützen und Türen schliessen.

So, das wars. Vielleicht etwas zu ausführlich und mit leichter Schwarzmalerei aber Du musst nicht alle schlechten Erfahrungen selbst machen. :lol:

Gruss George
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Macht Spaß mit euch, Merci!
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