Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

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bock
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von bock »

Hans Dieter Schäfer hat geschrieben: 08.10.2020, 11:06 Kiefern Nadeln werden nicht geschnitten sondern
Ausgezupft beim ausputzen des Bonsai.
Hans Kastner:
Geschnitten deswegen, weil ich festgestellt habe, daß diese Methode für schlafende Knospen wesentlich besser ist und zum anderen in den Nadeln Knospenanlagen vorhanden sind, die es zu erhalten gilt, wie auf dem linken Bild deutlich zu sehen ist.
aus dem weiter oben von Hans Dieter verlinkten Artikel

Aus meiner Belesenheit erinnere ich mich an den früher verbreiteten Rat, die Nadeln zweinadeliger Kiefern zu zupfen, bei Mädchenkiefern aber zu schneiden.
Mangels Erfahrung kann ich dazu nur sagen, dass ich bei Mädchenkiefern so (schneiden) verfahre, Hans Kastners Rat hört sich aber generell logisch an.
Denn bei Kiefern sind alle aus Knospen wachsende Kerzen spätere Langtriebe, auf denen zahlreiche (mit bloßem Auge quasi unsichtbare) Kurztriebe mit einzelnen Nadelpaaren sitzen. Bei Mädchenkiefern statt Paaren eben Fünferbüschel.
Diese Kurztriebe gilt es zu erhalten, denn sie sind die Quelle der erwünschten Rückknospung aus "schlafenden Augen".
Bei Mugo und Sylvestris scheint die Rückknospung aber auch zuverlässig trotz Nadelzupfen zu funktionieren.
liebe Grüße Andreas
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zopf
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von zopf »

Hallo
Zupfen wenn die Nadeln leicht abgehen, eigentlich nur die Mädchen, ansonsten schneiden.
Warum sollte man einen Baum mehr schwächen als unbedingt nötig ?
Wenn man die Nadeln "auszupft", ist aber wohl eher ein ausreißen,
verletzt man den Trieb und er muss mit "Reparaturarbeiten" beginnen.
mfG Dieter

ps Schonmal als Mann die Beine epiliert (Radfahren) ?
Wohl kaum, da kommt eher rasieren in Frage,
so viel Schmerz halten wohl nur Frauen aus.
grüsse an die bewohner von melmac
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

bock hat geschrieben: 08.10.2020, 11:30 Aus meiner Belesenheit erinnere ich mich an den früher verbreiteten Rat, die Nadeln zweinadeliger Kiefern zu zupfen, bei Mädchenkiefern aber zu schneiden.
Genau so kenne ich das auch, bei zweinadeligen zupfen, bei fünfnadeligen schneiden.
Beim schneiden der fünfnadeligen harzt nichts, lassen sich wenn braun sauber abstreifen, beim zupfen beider Arten wäre erst mal der ganze Trieb harzig.
Sind bei der zweinadeligen Kiefer nicht auch schlafende Augen die man beim zupfen beschädigen würde?
(Ok, war zu langsam, Zopf hatte es als ich noch am tippen war beantwortet.)

Ansonsten aber ein klasse Link mit dem Kastner! (Danke Hans Dieter)

Fragen über Fragen...

Gruß, Gerd
Zuletzt geändert von Gerd1959 am 08.10.2020, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Hippo
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hippo »

Also Nadeln Schneiden kenne ich auch nur alle zwei Jahre z.B. bei Thunbergii und Austriaca.
Bei den anderen 2 nadeligen und der Görenföhre habe ich die alten Nadeln immer nur ausgezupft wenn ich drahten musste und/oder wenn der Baum sie eh bald abwerfen würde.

Gruss George
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bock
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von bock »

Gerd1959 hat geschrieben: 08.10.2020, 11:58 ...
Sind bei der zweinadeligen Kiefer nicht auch schlafende Augen die man beim zupfen beschädigen würde?
...
Eben DAS schreibt Hans Kastner - und Dieter.
8)
liebe Grüße Andreas
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Ich halte das Schneiden für absoluten Kultischen Blödsinn.
Wenn ich nadeln Einkürze dann wird der Rest sowieso zum größten teil braun
und verabschiedet sich und fällt ab.
Augen sitzen nicht in mitten der Nadel sondern an der Borke.

Kerzen bildet der Nadelbaum für das Längenwachstum.Schlafendes Auge – Begriffserklärung für Hausgärtner

Ist unter Gärtnern von einem Auge die Rede, ist der Vegetationspunkt einer Pflanze gemeint, den Botaniker als Knospe bezeichnen. Dabei handelt es sich um die embryonale Anlage eines Triebes, eines Blattes oder einer Blüte. In welches Pflanzenteil sich ein Auge tatsächlich verwandelt, ist zumeist erst im Verlaufe der Wachstumsperiode zu erkennen. Demzufolge ist der Begriff schlafendes Auge ein Synonym für schlafende Knospe und mündet in folgende Definition:

Die besondere Eigenschaft schlafender Augen ist, dass sie über viele Jahre lebensfähig bleiben können. Ihre einzige Funktion besteht in der Wiederherstellung verlorener oder abgestorbener Organe, wie Äste, Zweige oder gar eines kompletten Hauptstamms. Salopp ausgedrückt, handelt es sich bei schlafenden Augen um die eiserne Reserve von Sträuchern und Bäumen.

Wie wird ein schlafendes Auge zum Leben erweckt?

Ein schlafendes Auge ist winzig klein, weil es vom Saftstrom innerhalb einer Pflanze nicht profitiert. Wie uns das Wachstumsgesetz der Spitzenförderung vermittelt, streben die Nährstoffe vornehmlich in Richtung der obersten Knospen eines Triebes. Unterhalb der Spitzenknospen befindliche aktive Knospen werden mit einem kleineren Anteil an Reservestoffen bedacht und treiben entsprechend zurückhaltender aus. Für ruhende Knospen stehen Nährstoffe zur Verfügung, wenn über ihnen befindliche Pflanzenteile wegfallen.

Ein schlafendes Auge wird erst dann aktiviert, wenn sich der Saftdruck an dieser Stelle erhöht. Schneiden Sie einen Trieb kurz über einer ruhenden Knospe ab, treibt die Pflanze emsig aus. Diesem Prozess ist es zu verdanken, dass die meisten Gehölze auch nach einer radikalen Schnittart, wie einem Verjüngungsschnitt, ihr Wachstum nicht einstellen.
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Moin Hans Dieter,
im Prinzip ist mir das bekannt, nur so ausführlich hat mir das noch niemand erklärt, da spricht eben der Fachmann, dafür vielen Dank!

Ich habe heute mal meine große Mugo aus dem Kübel gehoben, habe die oberste Erdschicht entfernt um mal zu sehen wie weit darunter die Wurzeln anfangen, ist auf jeden Fall ein ziemliches Wirrwarr, und obendrein auch sehr fest durchwurzelt...

Gruß Gerd
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hippo »

Gerd1959 hat geschrieben: 12.10.2020, 17:44 ein ziemliches Wirrwarr, .....
Der gordische Knoten, den Alexander der Grosse gelöst haben soll ist ein Dreck dagegen. *lach*

Viel Spass damit
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Hallo Gerd
Schneide von den obersten Wurzeln ungefähr 5 Cm ab
Direkt am Stamm.
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Hans Dieter Schäfer hat geschrieben: 12.10.2020, 18:36 Schneide von den obersten Wurzeln ungefähr 5 Cm ab
Direkt am Stamm.
OK, habe die Wurzeln schon bis zum Rand mit Lava Split abgedeckt.
Kann das bis Februar warten oder besser jetzt?
Im Februar möchte ich ja das Substrat komplett austauschen, mit Wurzelschnitt.

Gruß, Gerd
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Nicht die Wurzeln kürzen sondern den Stamm 5 com
nach unten frei schneiden.
Das freigeschnittene bitte nich wieder in den Substrat versenken
sondern drau0en lassen.
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Hans Dieter Schäfer hat geschrieben: 12.10.2020, 19:04 Nicht die Wurzeln kürzen sondern den Stamm 5 com
nach unten frei schneiden.
Das freigeschnittene bitte nich wieder in den Substrat versenken
sondern drau0en lassen.
Jo, so habe ich das auch verstanden, die Frage war nur ob unbedingt jetzt oder im Februar.

Gruß, Gerd
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

So, nun habe ich mich mal an die oberste Erdschicht bis zu den Wurzelansätzen durchgearbeitet.
Eine unschöne Propfstelle habe ich nicht gefunden, allerdings finde ich die vorhandenen Wurzeln auch nicht
besonders attraktiv, aber wie ich schon sagte, es soll ja kein klassischer Bonsai nach allen Regeln werden, mir reicht es schon
wenn er oberirdisch ansprechend aussieht.
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Den einen der zwei dicken Äste auf der linken Seite habe ich heute noch entfernt, die entstandene Lücke mit dem zweiten wieder aufgefüllt und
weiter in die angedachte Silhouette gebracht. Wenn die Mugo im Frühjahr in einen anderen Container kommt werde ich auch die unteren Äste ein
Stück weiter nach unten abspannen.
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Gerd1959
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Gerd1959 »

Moin liebe Gemeinde,

ich habe mir heute mal die Zeit genommen und bei meiner Mugo im Photoshop die störenden Hintergründe entfernt.

Danke an Hans Dieter für den Vorschlag, einen der linken langen Äste einzukürzen und einen zu entfernen, diese beiden Äste haben mich bei der Planung auch
gestört, passten nicht in mein Konzept aus der Kiefer eine Halbkaskade zu machen, aber manchmal tue ich mich schwer diese Äste voreilig abzusägen.
Bei dem Ast der noch einzukürzen wäre, bin ich mir nicht mehr sicher ob das noch nötig ist, da ich ihn ja dorthin abgespannt habe wo vorher noch der entfernte Ast war.
Vielleicht sollte ich bei den markierten Stellen den Ast noch einkürzen, was meint ihr? (Mir gefällt es so schon wirklich gut, zumal ja die rechte Seite unten noch länger werden dürfte.)

Grüße aus der Lüneburger Heide

Gerd
Pinus Mugo 10.2020 800.jpg
Pinus Mugo 10.2020 800.jpg (82.66 KiB) 3300 mal betrachtet
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Hans Dieter Schäfer
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Re: Meine neue Pinus mugo aus der Baumschule

Beitrag von Hans Dieter Schäfer »

Hallo Gerd
Du musst ein Wurzelschnitt vornehmen.
Siehe Bilder
Mit der Kralle die Wurzeln auseinander ziehen auf das Maß
auf dem Bild zurückschneiden.

Den Pott auf die hälfte zurück schneiden
sonst wird zuviel Substrat gebraucht.
Dateianhänge
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