Fagus Crenata

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Johannes
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Fagus Crenata

Beitrag von Johannes »

Fagus Crenata

oder der letzte Schrott aus Heidelberg :wink: ?

Eine japanische Rotbuche hat mich schon länger interesiert,besonders als ich den Artikel
Von Hotsumi in Bonsai Europa gelesen habe.Workshop für Buchen aus einer einfachen
Jungpflanze.
Als wir vom Ak dann zum Ausverkauf in Heidelberg waren,standen noch gerade mal
2 Teile davon rum.Da gabs auch so gut wie keine Kiefern und Wacholder mehr(waren wohl
einige schneller)Na gut,schnell aufm Wagen,bevors ein anderer tut.
Die Pflanzen dort waren alle ein einziger Eisblock.Meine Füße bald auch :( .
Was man dort kauft muss auf jeden Fall umgetopft werden und die Bäume müssen wieder
Kraft bekommen.
Na gut,betrachten wirs als Rohmaterial.

Nach dem Entblättern sieht man gut die Problemstellen(bei Frauen ähnlich)
1. ein dicker Wulst(kleiner Bierbauch),war mal Draht eingewachsen
2. zu dicke Äste darüber,lange nicht gscheit geschnitten
3. Spitze völlig verwachsen
4. schlechte Verjüngung

Was mach ich mit dem Teil ?
Habs dann mit zum Ak Treffen genommen.Bei der Besprechung kamen soviel Meinungen
wie Leute zusammen(wie immer)

Meine Entscheidung fiel dann auf : alles Dicke raus und oben rum neu aufbauen(trotz großer
Schnittstellen,einen dicken Ast kriegst ja nicht dünner)
Gestern wars dann soweit..

Immerhin ist das Nebari sehr gut,schaun wir mal nach dem Umtopfen.
Ob der Wulst wohl weggeht,wenn man die unteren Äste stark treiben läßt ?
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vorerst fertig..
vorerst fertig..
P2080011.JPG (50.79 KiB) 2956 mal betrachtet
Rückseite
Rückseite
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mit dünnen Ästchen neu aufbauen..
mit dünnen Ästchen neu aufbauen..
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Schnittgut
Schnittgut
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Problem - völlig verwachsen
Problem - völlig verwachsen
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Problem - der Bierbauch
Problem - der Bierbauch
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Auf den ersten Blick recht hübsch..
Auf den ersten Blick recht hübsch..
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Zuletzt geändert von Johannes am 09.02.2006, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße..
Johannes
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Rene'
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Beitrag von Rene' »

Hallo Johannes

Ja der Wulst stellt schon eine ziemliche Herausforderung dar ! Evtl. Abmoosen ? Allerdings hat er unterhalb der Spitze auch noch mal einen etwas dickeren Gnubbel. Da hast Du Dir ja was vorgenommen :

Rene'
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Norbert
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Beitrag von Norbert »

Hallo Johannes,

diene Grundgestaltung ist ja ganz gut gelungen, aber ehrlich gesagt hätte ich den Baum (auch für einen sehr günstigen Preis) nicht genommen, da dich dieser Wulst immer ärgern wird und du ihn nicht wegbekommst. :evil:

Aber ihr ward doch glaube ich beim ersten Termin da, da stand doch sicher auch noch dieser "richtige" Kerbbuchen-Solitär, ca. 70 cm groß, Stammdurchmesser am Wurzelansatz ca. 15 cm und bis ziemlich weit unten beastet und super Verzweigung in einer rechteckigen glasierten Tokoname-Schale? Wäre der nichts gewesen, erinnerst du dich an den? :wink:


Gruß Norbert
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo

Ich finde die Buche eigentlich nicht schlecht, der Wulst würde mich nicht weiter stören. Den Aufbau mit neuen Ästen halte ich für eine gute Idee.

Mir gefallen Buchen am besten wenn sie eine Runde Krone bilden und und unten einen schönen Stammansatz haben.
Dann dürfte auch der Wulst nicht mehr so auffallen.

Bei meinem Bild handelt es sich um eine Einheimische Rotbunche, wie man da wohl die Wülste wegbekommt :?: :P :wink:
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Gruß Frank

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Ein guter Bonsai braucht Zeit, so wie die Natur die uns erschaffen hat.
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Achim13
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Beitrag von Achim13 »

Hy Johannes,

mir gefällt die Buche, hast Du wirklich gut ausgedünnt *clap*

Auch wenn Du meine Richtung nicht verfolgt hast *nene*
:lol:

Bis denne dann

Achim *wink*
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Johannes
Der Wulst wird im Laufe der Zeit
immer unauffälliger werden.
Die Spitze könnte man mehr ausdünnen.
Anbei eine Rotbuche bei der ich nach 13 Jahren
die Spitze kappen musste.
Leider war es mir nicht mehr möglich
eine vernünftige Verjüngung zu erreichen.
mfG Dieter
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Johannes
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Beitrag von Johannes »

Hallo Norbert,die große Buche hab ich in HD schon gesehen,war
mir aber zu teuer.Ich mags sowieso kleiner.

Achims Vorschlag : über dem 4ten Ast abschneiden und neu aufbauen
könnt ich immer noch machen. Oder sogar noch tiefer !

Will erstmal nächstes Jahr abwarten und durchtreiben lassen
Wenns dann nicht besser wird - schnipp und ab in Achims Kiste

Habs nicht eilig- Laubbäume brauchen eh viiieeelll Zeit :wink:
Grüße..
Johannes
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Norbert
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Beitrag von Norbert »

Johannes hat geschrieben:Hallo Norbert,die große Buche hab ich in HD schon gesehen,war
mir aber zu teuer.Ich mags sowieso kleiner.

habt Ihr nach dem Preis gefragt...? :?:
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Köhler Rudolf
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fagus

Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo Johannes,
die Erstgestaltung ist Dir m. E. gut gelungen.
Den sogenannten "Bierbauch" sieht man auf dem Bild deutlicher als in natura.
Die Gestaltung kommt aber doch stark in die Richtung die wir am Dienstag besprochen hatten, oder?
Ich persönlich würde die Spitze auch noch etwas mehr ausdünnen.
Wichtig erscheint mir, dass Du jetzt einen starken Wurzelansatz produzierst.
Hilft es eigentlich wenn man den früheren größeren Schnitt in der Spitze nochmals bearbeitet? (Fängt bereits an zu überwallen, ist aber doch recht dick an dieser Stelle)
Mir gefällt der Baum. Perfekt ist keiner von uns. (Bierbauch, Glatze, Falten ) :D
Grüße
Rudi K.
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Johannes
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Beitrag von Johannes »

Hi Rudi,mehr ausdünnen geht nicht,dann bliebe nix mehr übrig
Sind ja jetzt schon große Schnittstellen da,die ja verheilen müssen.
Um die Wülste wegzubekommen müsste man zu tief schneiden.
(Gut das ich nicht Shigo lese,wg. Astrindenleiste..duck )

Hab mal gegoogelt was andere so haben..
(guck mal bei Walter u. Wolfgang)


Wird halt kein 1a Kokofu Baum, :cry: :wink: ,macht aber nix
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so ähnlich könnts werden..
<br />(auch keine gescheite Verjüngung)
so ähnlich könnts werden..
(auch keine gescheite Verjüngung)
fagus-crenata.jpg (40.31 KiB) 2600 mal betrachtet
Grüße..
Johannes
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jost
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Beitrag von jost »

Hallo Johannes,

ich denke auch, dass Du mit dem jetzigen Gerüst eine gute Basis geschaffen hast. 2-3 Jahre an der Feinverzweigung arbeiten und man sieht zumindest im Sommer den Wulst nicht mehr, der sich aber mit der Zeit immer weniger stark bemerkbar machen wird. Man selbst ist halt auf solche suboptimalen Stellen fixiert und schaut immer sofort darauf, weil man ja weiß, dort ist so eine Stelle (wie mit der Falte in der Tapete, die sonst keiner sieht).

Wenn Du wie auf dem letzten Bild den Kronenaufbau hinbekommst, dann ist auch die suboptimale Verjüngung kein Thema mehr.

Ich finde, Du hast aus dem Ausgangsmaterial das Optimum herausgeholt. Viel Spass mit deiner Buche!!
Gruß, Joachim
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Achim13
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Beitrag von Achim13 »

Hy Johannes

Ich geb Rudi in einem recht....jetzt geht es erst einmal um die Wurzeln.
Ich denke mal, das bekommst Du besser hin als auf Deinem letzten Bild.
Muss zugeben, ich hab nicht gedacht, dass der Baum nach dem `nur ausdünnen´so gut aussieht.

Werde ja alles weitere live miterleben *bouncer*

Gruß Achim *wink*
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Joker
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Beitrag von Joker »

Hi,

Ich verstehe nicht ganz, warum der Baum überhaupt gestutzt wurde(?):

Wird der Wulst nicht dadurch verringert, dass der Stamm an Dicke gewinnt und damit der überstehende Anteil geringer wird?

Hätte man deshalb nicht möglichst viele Äste und Grün dranlassen müssen, um Dickewachstum zu fördern??
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Joker,

das Dickenwachstum des Stammes ist doch nur ein Ziel von mehreren bei der Bonsaigestaltung.
Diese Buche hatte viel zu viel Masse an der Spitze und das sorgt für zuviel Dickenwachstum dort, führt also dazu, dass es keine Verjüngung zur Spitze hin gibt.
Dadurch, dass jetzt die unteren Äste gefördert werden und die Spitze dünn gehalten wird, wird das Dickenwachstum im Verhältnis mehr im unteren Bereich gefördert, was dann der Verjüngung wieder dient.
Der Wulst, der sich sicherlich auch noch im Laufe der Jahre immer mehr verwächst, ist in meinen Augen auf jeden Fall der geringere Schönheitsfehler als ein von unten bis oben fast gleichdicker Stamm.

Ich finde jedenfalls, dass Johannes die Buche bestens bearbeitet hat.
Viel Erfolg und gutes Gedeihen für den Baum! *daumen_new*

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Heike_vG hat geschrieben: Diese Buche hatte viel zu viel Masse an der Spitze und das sorgt für zuviel Dickenwachstum dort, führt also dazu, dass es keine Verjüngung zur Spitze hin gibt.
Dadurch, dass jetzt die unteren Äste gefördert werden und die Spitze dünn gehalten wird, wird das Dickenwachstum im Verhältnis mehr im unteren Bereich gefördert, was dann der Verjüngung wieder dient.
Der Wulst, der sich sicherlich auch noch im Laufe der Jahre immer mehr verwächst, ist in meinen Augen auf jeden Fall der geringere Schönheitsfehler als ein von unten bis oben fast gleichdicker Stamm.
Hallo

Super erklärt, dazu gibt es nix mehr zu sagen *clap*

Frank
Gruß Frank

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