Umtopfen im Spätsommer

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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AlexDuerr
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von AlexDuerr »

Dirk K. aus L. hat geschrieben: 16.08.2021, 17:46 Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Umtopfen im Spätherbst gemacht? Würdet ihr es weiterempfehlen? Ich habe leider nicht die Möglichkeit, meine Bäume frostfrei zu überwintern.
Hallo Dirk,
Kurz und knapp: Wenn dir an diesen Bäumen etwas liegt, lass es.
Bei Kiefern hat es zwar bei mir schon geklappt, aber über der Schale waren mindestens 20 cm Laub und der Winter war mild.
Ein Spàtsommergetopfter Weisdorn der draußen bleiben musste, trieb letztes Jahr im Frühjahr zaghaft aus, blieb im Austrieb stecken und war pünktlich zu Johanni dahin.
Bei meiner "frostfreien" Überwinterung lasse ich gelegentlich auch minus drei Grad zu, da sind die Verluste aber nahezu bei Null.
Viele Grüße Alex
:-D
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AlexDuerr
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von AlexDuerr »

Doppelt, sorry
Viele Grüße Alex
:-D
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Dirk K. aus L.
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Hallo Alex!
AlexDuerr hat geschrieben: 16.08.2021, 22:25 Kurz und knapp: Wenn dir an diesen Bäumen etwas liegt, lass es.
Es tut mir leid, wenn du mit dem Spätsommer-Umtopfen Ausfälle in Verbindung bringst. Es ist aber die Frage, ober der Zeitpunkt des Topfens ursächlich dafür war. Deswegen wollte ich hier eine Rückmeldung möglichst vieler Anwender einholen.


Schöne Grüße

Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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mydear
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von mydear »

Hallo Dirk und Alex,

vor 5 Jahren war ich auch skeptisch gegenüber dem Spätsommer-Umtopfen. Doch bei meinen Bedingungen mit Kalthausüberwinterung trieben die Bäume im Frühjahr kräftiger aus. Wurde im Frühjahr umgetopft hatte ich einige Ausfälle bei Spätfrösten im April, damals noch ohne Kalthaus. Vor allem Hainbuchen sind mir im Katastrophen-Frühjahr 2012 eingegangen.

Wie sieht es aus mit Chinesischem Wacholder? Wann topft ihr den um?

@Dirk
Hier noch ein Beitrag für September-Umtopfen, den du kennen dürftest
viewtopic.php?p=480228#p480228

Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
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Walter Pall
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Walter Pall »

Wann wir es sich endlich herumsprechen, dass "Herbst" ganz schlecht ist. Es muss Spätsommer heißen. Und so früh wir möglich!!! Am 4. September ist Schluss!.
Dieser Ahorn wurde am 10 August umgetopft. Meint jemand, dass ich blöd bin weil ich für einen so wertvollen Baum so einen Tag aussuche? ich kann an jedem beliebigen Tag des Jahres umtopfen. Warum nur mache ich das am 10 August? Weil es en sehr günstiger Zeitpunkt ist.
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Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
hwolf
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von hwolf »

Na ja aber es wird ja nicht verständlicher, wenn man den Leuten das bereits Gesagte jetzt entgegen schreit. Argumente und Erfahrungen sind das einzig Sinnvolle.
Welche Voraussetzung am Baum muss vorherrschen?
Welchen Entwicklungsstand darf ein Baum haben?
Welche Arten von Umtopfen bzw. welche Arbeiten sind empfehlenswert?
Was sollte der Entwicklungsplan in der nahen Zukunft vorsehen oder eben nicht?
Was darf zuvor geschehen sein?
Das sind alles Fragen, die eben für viele noch unklar sind. Daher "traut man dem Braten nicht"
Ist schon klar, dass man sich das selbst am Baum beantwortet. Aber ins Blaue für eine neue Technik, bei der man eben nicht auf Vergleichswerte der eigenen Erfahrungen zugreifen kann? Und ist schon klar, der Baum muss gesund sein. Guter Hinweis.

Ich hadere auch gerade. Habe eine Maulbeere hier, die dringend umgetopft werden muss, weil das Substrat Mist ist. Die hat sicher keine guten Wurzeln, keinen Hochleistungsballen, weil sie maßgeblich in verdichtetem Sand und Lehm steht. Kaum Ringwuchs um den Ballen, also nichtmal große Reservern, lese ich da heraus. Aber oben sehr gutes Wachstum, gute Blattfarbe, schöner Wasserverbrauch. Man würde jetzt erstmal denken, na dann ausspülen und in Substrat setzen, da schneidet man dann eh nix, bis die Wurzeln topfit sind. Ja, aber die Arbeit am Nebari sollte ja einer der ersten Schritte sein und ich weiß genau, wenn ich den Baum aus der Erde habe, muss ich fünf, sechs dicke Wurzeln im oberen Bereich kappen, damit das irgendwann mal was wird. Soll ich deswegen jetzt vier Jahre nur auf diese eine Arbeit "verschwenden"? Wenn ich im Frühjahr topfe kann ich oben und unten holzen wie ich will. Die Maulbeere wird sich ein Jahr Zeit nehmen zur Erholung, aber im Jahr drauf habe ich einen fitten Rohling vor mir. Wenn sie keinen Frost kriegt.Wenn. Das gleiche Ergebnis aber bereits im Hochsommer ready für den ersten Heckenschnitt habe ich, wenn ich Sommerumtopfe.... das ist also besser. Aber: Nun gehen Maulbeeren besonders früh in den Wintermodus. Topfe ich jetzt um und reduziere den Wurzelballen auf 30%, geht der Baum dann vielleicht gleich einfach in Winterruhe? In 2 Wochen werden die Blätter eh anfangen, gelb zu werden. Der Baum ist fast durch für dieses Jahr. Im Frühjahr dann erst die Krone reduzieren, vielleicht 50% stehen lassen, drahten. Das geht ja nicht im Sommer, der Baum uss die Blätter etc behalten, um gut anzuwachsen. Wäre ja schön, wenn der Baumim Frühjahr schon wieder eingewachsen ist und ich dann schneide und drahte und der Baum sofort gut loslegen kann mit Rückknospung etc. Aber hat der dann noch die Power, die er dafür hätte, wenn ich im Frühjahr topfte und dann frostfrei hielt?

Komplexe Systeme. Nicht Äpfel zum Bestpreis vom Marktschreier.
Mal so als Anschauungsbeispiel. (Was ich mache, habe ich für mich schon entschieden, aber das Geschilderte ist eben die Ausgangslage)

Lieben Gruß
Heinrich
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Norbert_S
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Norbert_S »

Wenn ich mir im Frühjahr solch ausufernde Fragen nicht stelle, brauche ich es im Spätsommer auch nicht.
Norbert

So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
hwolf
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von hwolf »

Du nun wieder.
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Georg
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Georg »

Walter Pall hat geschrieben: 17.08.2021, 08:43 Wann wir es sich endlich herumsprechen, dass "Herbst" ganz schlecht ist. Es muss Spätsommer heißen. Und so früh wir möglich!!! Am 4. September ist Schluss!.
Dieser Ahorn wurde am 10 August umgetopft. Meint jemand, dass ich blöd bin weil ich für einen so wertvollen Baum so einen Tag aussuche? ich kann an jedem beliebigen Tag des Jahres umtopfen. Warum nur mache ich das am 10 August? Weil es en sehr günstiger Zeitpunkt ist.
Ich habe meine Linde bereits Ende July umgetopft, weil für 2 Wochen kühlere Temperaturen angesagt waren.
Ihr geht´s gut.
Ich gehe stur nach Wetterlage vor.
Im Übrigen habe ich, nachdem ich "mein" Substrat gefunden hatte, jeden Neuankömmling immer sofort in mein Substrat umgetopft. Nie habe ich dadurch eine Pflanze verloren.
Es gibt andere Maßnahmen, mit denen hab´ ich es schon geschafft, leider. (eigene Fehler....viel gelernt damit)
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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AlexDuerr
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von AlexDuerr »

Dirk K. aus L. hat geschrieben: 17.08.2021, 07:59 Hallo Alex!
AlexDuerr hat geschrieben: 16.08.2021, 22:25 Kurz und knapp: Wenn dir an diesen Bäumen etwas liegt, lass es.
Es tut mir leid, wenn du mit dem Spätsommer-Umtopfen Ausfälle in Verbindung bringst. Es ist aber die Frage, ober der Zeitpunkt des Topfens ursächlich dafür war. Deswegen wollte ich hier eine Rückmeldung möglichst vieler Anwender einholen
Sorry, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Meine kritische Aussage bezog sich nur darauf, dass du nach dem Umtopfen NICHT frostfrei überwintern kannst! Ich schwöre aufs Spätsommerumtopfen und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht. Negative Erfahrungen gab es nur bei Bäumen die nach diesem Vorgehen draußen uberwinterten.
Ich meine mich auch daran zu erinnern, dass einige nach dem Umtopfen im Spätsommer eine Frostfreie Überwinterung ausdrücklich empfohlen haben, was in meinem Breitengrad wohl Sinn macht. (Leichte Fröste bis -3 Grad lasse ich aber immer an meine Bäume, selbst in der Überwinterung, nur nicht dauerhaft)
Viele Grüße Alex
:-D
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abardo
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Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von abardo »

hwolf hat geschrieben: 17.08.2021, 10:57 In 2 Wochen werden die Blätter eh anfangen, gelb zu werden. Der Baum ist fast durch für dieses Jahr.
Genau da steckt die Antwort drin. Dein Baum wird nicht mehr lange und sicher genug noch wachsen können, um sich vom Umtopfen zu erholen.

Und kann er das nicht, steht er über den Winter zu lange ohne Durchsatzmöglichkeit herum. Der Baum wird leiden, vielleicht, weil er nur Knospen spät, zögerlich oder schwach anlegt oder weil er anfällig für Pilze und Ungeziefer wird oder weil der Ballen mangels Durchsatz zu feucht bleibt und weitere Wurzeln leiden. Was auch immer, er wird schwächer werden.

Egal, welche Fragen du dir stellst und an was du alles meinst, denken zu müssen.
Dreh es doch einfach um und frage nur noch:
- kann der Baum sicher noch ein paar Wochen wachsen ? Ja ? Dann kannst du umtopfen. Nicht sicher ? Dann nicht.
- wie viel kann er noch wachsen ? Je mehr, desto mehr kannst du am Ballen arbeiten. Je weniger ? Hm, dann wird wohl nur noch ein Umsetzen draus.

Deshalb topfe ich nicht ausgetriebene Laubbäume nicht um.
Deshalb topfe ich Nadelbäume ohne Kerzenwachstum nicht um.
Deshalb topfe ich nicht zu spät im Jahr um.
Deshalb topfe ich nicht um, wenns danach zu heiß wird.

Ich topfe aber auch mal einen Laubbaum um, der Anfang März voll ausgetrieben im Gewächshaus steht ... oder einen "Südländer", der Anfang September zum dritten Mal im Jahr die Knospen schwellen lässt und dann sowieso ins Gewächshaus kommt ...
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
Berndbonsai
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Re: Umtopfen im Spätsommer

Beitrag von Berndbonsai »

Hallo Alle
Spät aber doch habe ich den Faden jetzt umbennannt zu umtopfen im Spätsommer.
Gruß Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
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Dirk K. aus L.
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Re: Umtopfen im Spätsommer

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Berndbonsai hat geschrieben: 20.08.2021, 10:00 Spät aber doch habe ich den Faden jetzt umbennannt zu umtopfen im Spätsommer.
Bernd, besten Dank dafür! *daumen_new*
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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bonulli
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Re: Umtopfen im Spätsommer

Beitrag von bonulli »

Ich habe bisher nicht im Spätsommer getopft, weil wir meist im September in den Urlaub fahren und ich Bedenken hatte, der Urlaubs-Gießvertretung die Betreuung der frisch getopften Bäume zu übertragen.

Ausnahme war letztes Jahr ein A.p. Seigen, den ich im Frühjahr in Enger gekauft hatte. Da ich mit dem Enger-Substrat auf Kriegsfuß stehe wollte ich den Baum vor dem Winter in mein Substrat bringen. Außerdem hat eine Bekannte aus dem AK dankenswerterweise die Urlaubspflege übernommen.
Der Baum hat das Topfen am 29.8. mit gründlichem Auswaschen des Wurzelballens und deutlichem Wurzelschnitt bestens weggesteckt. Er stand danach zunächst zwei Wochen geschützt vor starker Sonne und Wind, dann wieder an seinem normalen Platz. Überwintert wurde im Folientunnel ohne Frostschutz, Tiefsttemperatur -15 Grad über ein paar Tage und Nächte. Im Frühjahr trieb er unheimlich kraftvoll aus und auch jetzt geht es ihm gut. Eigentlich heißt es ja, Seigen sei eigen. Mit Umtopfen im Spätsommer hat er offenbar keine Probleme.
Gruß,
Ulrike
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achim73
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Re: Umtopfen im Spätsommer

Beitrag von achim73 »

naja, die wurzeln dürften ja die des a.p. palmatum sein (es sei denn, es ist ein wurzelechter). ;)
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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