chinesische Ulmen treiben aus - Problem? /Umtopfen

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Heiner B.
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Re: chinesische Ulmen treiben aus - Problem? /Umtopfen

Beitrag von Heiner B. »

Hallo,

chinesische Ulmen können teilweise schon gute -5° und mehr Celsius aushalten, wenn sie denn entsprechend abgehärtet sind. Ein Beispiel einer Ulmus parvifolia kann man in einem Video von Peter Chan von Heron's Bonsai auf youtube in England sehen, in dem er einen Rundgang durch seinen Bonsaigarten zeigt (3. Januarwoche 2022). Und zu dem Zeitpunkt waren bei ihm so um die -5°mit viel Raureif, so wie er sagte.

Es kann natürlich an der besonderen Art (Unterart?) liegen, die er gezogen hat, aber er sagte im Video, das es eine Ulmus parvifolia sei.
Liebe Grüße
Heiner
DHG
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Re: chinesische Ulmen treiben aus - Problem? /Umtopfen

Beitrag von DHG »

leatherback hat geschrieben: 22.01.2022, 17:05 Tut mir leidt aber.. Warum steht die Ulme nicht einfach draussen? Wird es bei dir so kalt das das nicht geht? Das druhe treiben ist eine direktfolge von drinnen stehen.

Wenn diese jetzt treibt, heist das, den Baum ist Aktiv. Deswegen: Mann konnte locker umtopfen.

Da war auch noch eine sache.. Schneiden von Wurzeln ist nicht (nur) damit die wurzeln wieder in die schale passen. Beim richtige wurzelpflege verbessert man immer die Nebari, wo man zu dicke wurzeln entfernt, und damit die feinere wurzeln fordert. Am ende versucht man obererdisch eine schone sichtbare feinverzweigung am Nebari zu zuchten. Und untererdisch so viel wie moglich feine Wurzeln. Nur so eine gedanke ;)
Die Ulmen stehen nicht draußen weil ich mich vorab informiert habe und überall steht: Kalthauspflanze, optimale Überwinterung bei 0-10 Grad.
Ich weiss das sie auch leichte minus Grade abhalten aber da es hier gern Mal unter -10 in seltenen Fällen auch Mal unter -20 Grad fallen kann, kommt das nicht in Frage. Ich halte mich da aber auch grundsätzlich lieber an die Empfehlung Kalthaus, statt als Einsteiger irgendwelche Experimente zu machen.

Und klar, beim Umtopfen sollte man im Idealfall immer etwas an den Wurzeln arbeiten, um diese weiter zu verbessern aber das ist ja hier nicht die Frage.
DHG
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Re: chinesische Ulmen treiben aus - Problem? /Umtopfen

Beitrag von DHG »

ania hat geschrieben: 22.01.2022, 17:26 Die Ulme ist nicht an ihrem Originalstandort. Der ist irgendwo in China, und dort "wüsste" die Ulme genau, bei welchen Temperaturen und Tageslängen der beste Zeitpunkt ist, auszutreiben.
Du hast anderes Klima, anderen Breitengrad. Von "natürlichem" Austrieb kann keine Rede sein. Die Ulme lässt sich gerade von den gegebenen Bedingungen in die Irre führen, und im Grunde kannst du nicht viel dagegen tun. Du weißt ja nichtmal, von wo genau sie kommt, China überspannt mehrere Breitengrade und Klimazonen.

Jede Zelle hat einen temperaturabhängigen Grundumsatz. Wurzelzellen, Stammzellen, Blattzellen. So wie wir auch dann Energie verbrennen, wenn wir nur faul auf der Couch liegen.

Wenn du sie kühl hälst, hält sich ihr Stoffwechsel in Grenzen, sowohl oberirdisch als auch unterirdisch, und es passiert nichts schlimmes außer den paar Geiltrieben. Auch deren "Verbrauch", vom Austrieb selbst mal abgesehen, wird bei 5 Grad nicht hoch sein.

Stellst du die Ulme aber warm auf, fährt sie den Stoffwechsel hoch. Das Wachstum wird schneller und auch jede schon vorhandene Zelle verbraucht mehr. Wenn dann zu wenig Licht ist, schlachtet sie ihr Sparschwein, geht an Zucker- und Stärkereserven und wird dadurch geschwächt.

Nach draußen in den Frost kannst du sie jetzt nicht mehr stellen. Wenn sie winterhart ist, hättest du sie im Herbst dort lassen können. Du kannst das ja nächsten Winter an einem Steckling ausprobieren, wenn du unsicher bist.
Danke, deine Beiträge sind immer sehr informativ. :)
Ich glaube jetzt habe ich auch verstanden was Stefan mit "kein natürlicher Austreib" meinte. Mal sehen ob ich das dann nächsten Herbst Mal versuche, wobei da es hier ja doch auch Mal sehr kalt werden kann kommt das wohl eher weniger in Frage.


Ich denke nach dem was ich nun hier gelesen habe warte ich noch bis März/April mit dem Umtopfen. Grundsätzlich ist der verfrühte Austrieb anscheinend auch gar nicht so problematisch wie ich angenommen hatte.
Und bezüglich der zukünftigen Überwinterung denke ich nochmal nach (wo ein die im Moment wohl auch nicht so schlecht ist).

Danke nochmal an alle Beteiligten für eure Kommentare! :-D
leatherback
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Re: chinesische Ulmen treiben aus - Problem? /Umtopfen

Beitrag von leatherback »

DHG hat geschrieben: 23.01.2022, 10:13 Die Ulmen stehen nicht draußen weil ich mich vorab informiert habe und überall steht: Kalthauspflanze, optimale Überwinterung bei 0-10 Grad.
Ich weiss das sie auch leichte minus Grade abhalten aber da es hier gern Mal unter -10 in seltenen Fällen auch Mal unter -20 Grad fallen kann, kommt das nicht in Frage. Ich halte mich da aber auch grundsätzlich lieber an die Empfehlung Kalthaus, statt als Einsteiger irgendwelche Experimente zu machen.
Macht komplett sinn. Bei Temperaturen unter -10 wurde ich diese auch schutzen ;)
Warum uberal geschrieben wird, das sind kalthauspflanzen verstehe ich nicht. Aber jeder macht es so wie es funktioniert! :)
LG,

Jelle Ferwerda a.k.a. Leatherback

“Beauty in things exists merely in the mind which contemplates them.” (Hume, 1742)
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