Das richtige Substrat

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Tamsn
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Das richtige Substrat

Beitrag von Tamsn »

Guten Morgen!

Nun ich bin absoluter Bonsai-Anfänger und zum Frühjar rollt hier eine ordentliche Aufgabe auf mich zu.
Von meinem Großvater habe ich bisher 8 Bonsais übernommen, da er sich über gießen und düngen hinaus nicht mehr darum kümmern kann. Und da das schon etwas länger der Fall ist, ist nun vermutlich bei allen ein Wurzelschnitt nötig.

Vor geraumer Zeit habe ich in einem Bonsaifachgeschäft Bimskies und "Ibaraka Akademia" Bonsaierde mitgenommen. Nun bin ich mir aber unsicher, vor allem weil das alles so grobkörnig ist und ich mir gar nicht vorstellen kann, dass man nichts feineres dazunimmt.
Mein Bonsaibuch teilt in drei Erdmischungen ein, die "Grunderdemischung", die "gut wasserdurchlässige Erdmischung" und die "Kalkfreie Erdmischung", und weist diese den unterschiedlichen Baumarten zu. Die bestehen zu unterschiedlichen Teilen aus Lehm, ungedüngtem Torf und Granit-Kies (= Bimskies?). Wenn ich nur wüsste, was dabei was ist :lol: Ist das Akademia Lehm oder Torf? Sollte ich noch Torf oder Blähton dazunehmen und was nimmt man da, einfach eine Tüte Pflanzenerde aus dem Baumarkt? Da gibt es ja auch so viele verschiedene. Und von der letzten Blumenerde-Mischung vom Baumarkt sprießen heute noch kleine Pilze aus jedem Blumentopf, ob das so gut ist? :oops: Das brauche ich jetzt nicht unbedingt in meinen Bonsaischalen.

Achja, beschneiden bzw. zupfen müsste ich die Bäumchen auch. Macht man das jetzt, macht man das vor oder nach dem umtopfen, wartet man danach erst mal eine Weile?


Anbei ein Bild von einem tollen Baum, von dem ich vergessen habe, was es für einer ist :oops: Kann mir das jemand sagen? (Sich bei dem an die Wurzeln zu wagen fühlt sich auch an wie eine Hirn-OP an einem Genie ... bloß nicht zu viel wegschneiden?)


Vielen Dank und schönen Sonntag.
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mydear
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von mydear »

Tamsn hat geschrieben: 06.03.2022, 09:59 Vor geraumer Zeit habe ich in einem Bonsaifachgeschäft Bimskies und "Ibaraka Akademia" Bonsaierde mitgenommen. Nun bin ich mir aber unsicher, vor allem weil das alles so grobkörnig ist und ich mir gar nicht vorstellen kann, dass man nichts feineres dazunimmt.

es gibt unterschiedliche Körnungen bis 5 mm und 5-10mm. Die gröbere Körnung kannst du unten zur besseren Drainage hernehmen

Mein Bonsaibuch teilt in drei Erdmischungen ein, die "Grunderdemischung", die "gut wasserdurchlässige Erdmischung" und die "Kalkfreie Erdmischung", und weist diese den unterschiedlichen Baumarten zu. Die bestehen zu unterschiedlichen Teilen aus Lehm, ungedüngtem Torf und Granit-Kies (= Bimskies?). Wenn ich nur wüsste, was dabei was ist :lol: Ist das Akademia Lehm oder Torf? Sollte ich noch Torf oder Blähton dazunehmen und was nimmt man da, einfach eine Tüte Pflanzenerde aus dem Baumarkt? Da gibt es ja auch so viele verschiedene. Und von der letzten Blumenerde-Mischung vom Baumarkt sprießen heute noch kleine Pilze aus jedem Blumentopf, ob das so gut ist? :oops: Das brauche ich jetzt nicht unbedingt in meinen Bonsaischalen.

Akadama = Lehm, Lava, Bims, Granit oder Blähschiefer hat alles vergleichbare Eigenschaften. Die meisten favorisieren Bims. Da hat jeder sein eigenes Rezept, je nach Gießverhalten. Ich mische keinen Torf unter, auch das hält jeder individuell. Gerade ist der passende Moment zum Umtopfen, wenn sich die Knospen öffnen. Nachher frostfrei aufstellen.

Achja, beschneiden bzw. zupfen müsste ich die Bäumchen auch. Macht man das jetzt, macht man das vor oder nach dem umtopfen, wartet man danach erst mal eine Weile?

Die Lärche ist schon sehr dicht geworden. Ich würde die Triebe auf jeweils 2 Knospen zurückschneiden, dass weitere Verzweigung entsteht und die Lärche kompakt bleibt.

Anbei ein Bild von einem tollen Baum, von dem ich vergessen habe, was es für einer ist :oops: Kann mir das jemand sagen? (Sich bei dem an die Wurzeln zu wagen fühlt sich auch an wie eine Hirn-OP an einem Genie ... bloß nicht zu viel wegschneiden?)

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, vielleicht kann der Opa helfen. Empfehlenswert ist ein Bonsai-Arbeitskreis in der Umgebung. Infos gibt es hier im Forum, in den sozialen Medien oder beim Deutschen Bonsaiclub.
Viel Erfolg
Rainer
Zuletzt geändert von mydear am 06.03.2022, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Tamsn
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Tamsn »

Hallo Rainer.
Vielen Dank für deine Antwort. Sollte ich bei jedem Baum die Knospen abwarten, bevor ich umtopfe? Und wie ist das, da es ja momentan nachts friert - ich habe nur einen Balkon. Einwickeln, eingraben? In die Wohnung stellen vermutlich nicht?
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Moya
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Moya »

Moinsen,

Tamsen, nimmst mir nicht krumm, aber anhand Deines Beitrages vermute ich dass Du kompletter Anfänger bist und Dich in dem Thema noch gar nicht auskennst.
Anhand des Fotos schätze ich hast Du da gutes Material.
Daher rate ich Dir dringend Dich in Deiner Umgebung nach einem Bonsai Arbeitskreis umzusehen wo Du Hilfe und fachliche Anleitung bekommst. Ansonsten fürchte ich werden die Bäume leiden.
Besuche Bonsaiworkshops und Kurse und lerne mit den Bäumen umzugehen.

Fürs Umtopfen ist es jetzt noch zu früh mit dem heftigen Nachtfrost.
Lärchen topfe ich um diese Zeit um, da sie bei mir bei späterer Umtopfzeit sehr ungläubig reagieren.
Aber nach dem Umtopfen frostfrei aufstellen und bei Lärchen rühre ich nie allzuvi3l am Wurzelw3rk auf einmal rum.
Ich ziehe das über 2 bis 3 Vegetationsperioden.
Viele Grüße,
    Moya

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Tamsn
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Tamsn »

Hallo Moya,

Das musst du gar nicht vermuten, das sage ich ja in meinem ersten Satz, dass ist kompletter Anfänger bin ^^
Nimms mir bitte ebenfalls nicht krumm, aber durch das Füllhorn an Verpflichtungen und Hobbies, die ich bereits habe, neben Studium und Job und alldem, werden die Bonsais so oder so nur eine "Nebensache" für mich bleiben - die ich aber trotzdem gerne beibehalten möchte. Daher gebe ich gern mein Bestes und tu was in meiner Macht steht, aber mich nun als Studentin zu den gestandenen Herren des Bonsaiclubs zu setzen, ob das sein muss... Lieber lerne ich noch ein bisschen von meinem Opa, der wohnt aber zu weit weg um herzukommen und mich direkt anzuleiten. Also bin ich hier erst mal auf mich allein gestellt.

Was für Möglichkeiten habe ich denn, die Lärche auf dem Balkon vor Frost zu schützen? Sie ist übrigens gemeinsam mit der Mädchenkiefer der größte Baum.
Mischst du noch Torferde hinzu?
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bock
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von bock »

Moin Tamsn,

herzlich willkommen im BFF!
"Das richtige Substrat" gibt es nicht. Wenn du aber ein paar Grundregeln beachtest, kannst du nicht viel falsch machen.
"Modernes Substrat" ist rein (bzw. überwiegend) mineralisch. Hat den Vorteil, dass Wasser gut ablaufen kann und Dünger reichlich angeboten werden kann. Ob du lieber (gut wasserspeicherndes) Akadama verwendest oder Bimskies, Blähton und Blähschiefer (-bruch) bevorzugst, hängt nicht zuletzt vom Standort und deinen Pflegegewohnheiten ab. Lava ist schwerer, speichert aber auch viel Wasser (aufgrund seiner Oberflächenstruktur).
Grundsätzlich verwendet man für kleine, aber auch für reifere Bonsai eher feine Körnung (3 - 5 mm), während die noch rohen Präbonsai eher in etwas gröberes Substrat getopft werden (5 - 8 mm). Humus (Torf, Blumenerde, Kompost) hat seine Berechtigung bei Jungpflanzen, besonders durstigen Laubbäumen und manchen Kleinsträuchern mit besonders feinem Wurzelwerk.
Ein Sonderfall sind Azaleen und andere Moorbeetpflanzen sowie Fächerahorn, sie bevorzugen leicht saures Substrat und bekommen daher Kanuma ins Substrat. Kiryu mischt man gern dem Substrat der Koniferen bei, es wird aber auch als Orchideensubstrat verwendet.
Die wichtigste Grundregel ist wohl, dass Staubanteile im Substrat nichts zu suchen haben, daher wird generell alles unter 2 mm ausgesiebt, manche Substrate (Lava!) müssen vor Gebrauch zusätzlich gewaschen werden.
Viel wichtiger als die Substratzusammensetzung ist aber der richtige Zeitpunkt. Ich kann auch nicht frostfrei überwintern, deshalb bin ich dazu übergegangen, die Bonsai im Spätsommer umzutopfen.
Lärchen gehören zu den frostfestesten Pflanzen im Bonsai-Spektrum, dennoch könnte es sinnvoll sein, den Baum vorerst ohne Bearbeitung der Wurzeln in eine etwas größere Schale zu setzen und das eigentliche Umtopfen auf den September zu verschieben.
Hier im Forum findest du Unmengen von Informationen zu Pflege und Gestaltung deiner Bäume, die Schwierigkeit liegt darin, das Wichtigste herauszufiltern.
Ich wünsche dir viel Spaß mit dem schönsten Hobby der Welt und einen schönen Sonntag!

:-D
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
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sauwoidman
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von sauwoidman »

Hier werden schon einmal einige deiner Fragen beantwortet:
viewtopic.php?p=470665

MfG Reinhold!
Tamsn
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Tamsn »

Danke für die Antworten. Ich denke, ich warte noch ein wenig den Frost ab und wage mich dann an die schon knospenden Bonsai. Ich habe noch einen Bottich mit den zerkleinerten Überresten des Weihnachtsbaums - vielleicht als Frostschutz da reinstellen? Nochmal den Spätsommer abzuwarten möchte ich eigentlich nicht, da die meisten Bonsai sichtlich durchgewurzelt sind und wirklich dringend Platz bräuchten.
Hippo
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Hippo »

Salü junge Dame,

Auch von mir ein herzliches Willkomm!
Es ist wohl schön, dass Du die jahre- oder jahrzehntenlange Arbeit deines Opas würdigst und dich bemühst seine Werke zu erhalten.
Allerdings merkt man auch, dass Du weder eine Affinität zu Bäumen und schon gar keine zu Bonsai hast. Das ist jedoch keine Kritik an dich sondern ein Umstand welche man nicht mit ein paar Tipps im Forum oder einer Schnellbleiche im Internet ändern kann. Da kann man sich noch so sehr in Fachliteratur vertiefen, die Praxis mit Bonsai lernt man zu 99 % im Umgang mit ihnen.
Das Problem bei Bonsai, gegenüber Gartenbäumen ist, dass man einen Pflegefehler in der Regel nur ein mal machen kann und um die Pflege und Haltung zu erlernen sind langgepflegte Bonsai nicht die geeignetsten Sparringspartner.
Tamsn hat geschrieben: 07.03.2022, 09:00 Nochmal den Spätsommer abzuwarten möchte ich eigentlich nicht, da die meisten Bonsai sichtlich durchgewurzelt sind und wirklich dringend Platz bräuchten.
Nur um dieses Thema aufzugreifen muss noch ein Missverständnis ausgeräumt werden; Vor Allem Nadelbonsai werden u.A. zum kompakten Wuchs und kürzeren Nadeln angeregt indem man ihr Wurzelwachstum etwas einengt. Das geschieht, indem der Baum in magerer Erde in eine knappe Schale eingetopft wird und der Baum nicht allzuhäufig umgetopft wird. Dazu sollte man den Baum kennen um kompetent entscheiden zu können wann wirklich ein Umtopfen nötig ist.
Beim Umtopfen geschieht zumeist auch ein Wurzelschnitt aber das ist nicht einfach das Abschneiden von Wurzeln sondern ein Selektieren und Masshalten. Dafür sollte man ein paar Jahre lang mit "wertlosem" Pflanzenmaterial üben weil die Verschleissquote in der Lernphase doch recht hoch sein kann.

Also war der Tipp mit dem "zwischen die alten Männer reinhocken" nicht der abwegigste Vorschlag und für deine Situation mit Sicherheit am sinnvollsten.
Nur Fischstäbchen zu essen lehrt dich nichts über Aquaristik oder Koi-Haltung. :mrgreen:
Ich wünsche dir viel Spass und Erfolg mit deinen Bäumchen.

Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
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Moya
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Moya »

Hallo Tamsen,
Tamsn hat geschrieben: 06.03.2022, 11:08 Hallo Moya,

Das musst du gar nicht vermuten, das sage ich ja in meinem ersten Satz, dass ist kompletter Anfänger bin ^^
Nimms mir bitte ebenfalls nicht krumm, aber durch das Füllhorn an Verpflichtungen und Hobbies, die ich bereits habe, neben Studium und Job und alldem, werden die Bonsais so oder so nur eine "Nebensache" für mich bleiben - die ich aber trotzdem gerne beibehalten möchte. Daher gebe ich gern mein Bestes und tu was in meiner Macht steht, aber mich nun als Studentin zu den gestandenen Herren des Bonsaiclubs zu setzen, ob das sein muss... Lieber lerne ich noch ein bisschen von meinem Opa, der wohnt aber zu weit weg um herzukommen und mich direkt anzuleiten. Also bin ich hier erst mal auf mich allein gestellt.

Was für Möglichkeiten habe ich denn, die Lärche auf dem Balkon vor Frost zu schützen? Sie ist übrigens gemeinsam mit der Mädchenkiefer der größte Baum.
Mischst du noch Torferde hinzu?
Au weia. Deine Würdigung der Arbeit Deines Opas in allen Ehren, aber mit der Einstellung wird Du die Bäume ziemlich sicher killen.
Bonsai ist ein zeitaufwendiges und durchaus nicht ganz billiges Hobby und wie Andreas scho schrieb, Erfahrung baut sich im Arbeiten mit den Bäumen auf. Die gewinnt man aber nicht durch launiges Lesen von Büchern oder im Internet, sondern nur unter fachkundiger Anleitung von erfahren(er)en Bonsaianern, die einem auf die Finger klopfen wenn man gar zu groben Unfug treibt.

Wenn Du die Bäume wirklich erhalten und weiterentwickeln willst, dann mach es bitte richtig. Und wenn Du das nicht willst, wäre es besser, sie in gute erfahrene Hände abzugeben - entweder ganz (Verkauf) oder in Pflege (gegen entsprechende Gebühr).
Alles andere wird weder den Bäumen noch dem Andenken an Deinen Opa gerecht.
Viele Grüße,
    Moya

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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von ania »

Alleingang ist schon möglich. Mache ich auch. Es gibt online viele Beiträge, Videos, es gibt Bücher, das Forum... Das Wissen ist zugänglich, zumindest gewisse Grundlagen. Nicht jeder hat Zugang oder Zeit für einen Bonsaiclub. Allerdings wirst du im Alleingang auch aus eigenen Fehlern lernen müssen, und Fehler bedeuten oft tote Bäume. Das würdevolle Familienerbstück ist unter diesen Umständen ein todgeweihtes Versuchskaninchen. Billige Baumschulware wäre für die ersten Jahre die bessere Wahl.
Es geht nicht nur ums Umtopfen und schneiden, du könntest ja unter Opas Aufsicht umtopfen. Aber die tägliche Pflege ist auch nicht ganz ohne. Hast du schon überlegt wer in den Sommerferien gießt zum Beispiel? Ist dir klar wie oft du gießen musst?
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Berndbonsai »

Tamsn hat geschrieben: 06.03.2022, 11:08
Nimms mir bitte ebenfalls nicht krumm, aber durch das Füllhorn an Verpflichtungen und Hobbies, die ich bereits habe, neben Studium und Job und alldem, werden die Bonsais so oder so nur eine "Nebensache" für mich bleiben - die ich aber trotzdem gerne beibehalten möchte. Daher gebe ich gern mein Bestes und tu was in meiner Macht steht, .
Hallo Tamsen
Die Pflege eines Lebewesens als Nebensache abzutun würde, wenn es um Hunde ginge, einen Shitstorm der Tierschützer auf den Plan rufen. Ein gut gemeinter Rat: Bonsai funktioniert nicht als Nebensache. Entscheide Dich bitte verantwortungsvoll und ermögliche den Bäumen das Überleben. So oder so, wie es für Dich passt. Aber entscheide Dich. Man kann auch keine Hunde einfach so nebenher halten. Bonsai ist echt schwer und es ist schon nicht einfach einen Baum über Jahre am leben zu halten. Daher bitte ich Dich Deine Position nochmal zu überprüfen. Kannst Du es leisten wirklich täglich sicher zustellen, dass sich jemand kompetentes um den Baum kümmert. Ich wünsche eine gute Entscheidung.
Gruß Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von sauwoidman »

Jetzt hört aber mal auf hier, alles so zu kritisieren!
Natürlich kann man Bonsai als "Nebensache" haben, genauso wie man einen Hund, einen Gemüsegarten oder ein Aquarium als Nebensache haben kann. All diese Dinge müssen keineswegs der Lebensmittelpunkt sein, das heißt aber noch lange nicht, dass man deswegen Lebewesen quälen würde ... wie absurd! Und wer ernsthaft behauptet, Bonsai sei ein zeitaufwendiges Hobby, hat wohl noch kein Musikinstrument erlernt oder eine Sportart in einem Verein ausgeübt .... wenn man 5, 10 relativ reife Bonsai hat, ist es sogar alles andere als zeitaufwendig: einen, wenn's hoch kommt zwei Tage im Jahr umtopfen, ein paar Mal ein bisschen schnippeln und drahten, fertig. Die dafür im gesamten Jahr aufgewendeten Stunden kann man an zwei Händen abzählen (wenn mann von alltäglichen schnellen Arbeiten wie Gießen, Düngen, etc. einmal absieht). Teuer muss da auch nix sein, vor allem, wenn man das Werkzeug womöglich vom Opa übernehmen kann.

Man muss auch nicht jedes Hobby bis zur Perfektion betreiben, das ist ja gerade der ureigenste Sinn von Hobbys. Wenn man mit seinen Bäumen glücklich ist, wie sie sind, weil sie ein Erbstück vom Opa sind und man sie einfach weiterpflegen will, was will man dem-/derjenigen dann groß übel nehmen? Es muss nicht jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, ausstellungsreife Bonsai zuhause stehen haben, genauso wie nicht jeder Skifahrer Rennen fahren oder jeder Klavierspieler Konzerte geben muss.
Mit solch harschen Worten erreicht man bei Einsteigern genau das Gegenteil dessen, was man eigentlich erreichen will.

MfG Reinhold!
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von dax100 »

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Moya
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Re: Das richtige Substrat

Beitrag von Moya »

Moimoin,
sauwoidman hat geschrieben: 07.03.2022, 18:48 Jetzt hört aber mal auf hier, alles so zu kritisieren!
Natürlich kann man Bonsai als "Nebensache" haben, genauso wie man einen Hund, einen Gemüsegarten oder ein Aquarium als Nebensache haben kann. All diese Dinge müssen keineswegs der Lebensmittelpunkt sein, das heißt aber noch lange nicht, dass man deswegen Lebewesen quälen würde ... wie absurd! Und wer ernsthaft behauptet, Bonsai sei ein zeitaufwendiges Hobby, hat wohl noch kein Musikinstrument erlernt oder eine Sportart in einem Verein ausgeübt .... wenn man 5, 10 relativ reife Bonsai hat, ist es sogar alles andere als zeitaufwendig: einen, wenn's hoch kommt zwei Tage im Jahr umtopfen, ein paar Mal ein bisschen schnippeln und drahten, fertig. Die dafür im gesamten Jahr aufgewendeten Stunden kann man an zwei Händen abzählen (wenn mann von alltäglichen schnellen Arbeiten wie Gießen, Düngen, etc. einmal absieht). Teuer muss da auch nix sein, vor allem, wenn man das Werkzeug womöglich vom Opa übernehmen kann.

Man muss auch nicht jedes Hobby bis zur Perfektion betreiben, das ist ja gerade der ureigenste Sinn von Hobbys. Wenn man mit seinen Bäumen glücklich ist, wie sie sind, weil sie ein Erbstück vom Opa sind und man sie einfach weiterpflegen will, was will man dem-/derjenigen dann groß übel nehmen? Es muss nicht jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, ausstellungsreife Bonsai zuhause stehen haben, genauso wie nicht jeder Skifahrer Rennen fahren oder jeder Klavierspieler Konzerte geben muss.
Mit solch harschen Worten erreicht man bei Einsteigern genau das Gegenteil dessen, was man eigentlich erreichen will.

MfG Reinhold!
Auweh, auch Dein Beitrag zeigt mir, dass auch Du es nicht verstanden hast.
Bonsai ist eben NICHT nur 1x im Jahr topfen und 'ein bisschen schnibbeln' wie Du es ausdrückst. Mit einem Bonsai hat man die Verantwortung übernommen für ein lebendes Wesen - auch wenn uns dieses Leben unendlich fremd erscheint.
Ein Tier nebenbei zu halten ... da rollen sich mir als jahrelanger Tierschützer die Zehennägel auf. Ein Haustier ist ein Familienmitglied und als Solches zu behandeln ..... oder hälst Du Deine Kinder auch nur eben so mal nebenbei? :cry:
Manmanman das macht mich wirklich sprachlos.

Bäume sind Lebewesen und sollten von uns mit Respekt und Sorgfalt behandelt werden. Wenn wir das aus mangelndem Wollen nicht leisten können, sollten wir es lassen - aus Respekt.
Viele Grüße,
    Moya

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