heute möchte ich euch eine Sylvestris vorstellen, welche ich im Frühjahr 2021 in einem kleinen Waldgebiet am Rande der Alpen gefunden habe. So ganz sicher war ich mir nicht ob daraus etwas gutes entstehen kann. Der sehr gerade Stamm, die suboptimale Anordnung des Grüns etc. Da jedoch ein guter Freund von mir in diesem Gebiet der zuständige Förster ist und mir die Genehmigung für die Bergung quasi auf dem kurzen Dienstweg ermöglichte, wollte ich es dennoch versuchen.
Der Baum war durch den kiesigen Boden sehr einfach zu bergen, hatte einen sehr flachen und kompakten Wurzelballen und zeigte bereits im ersten Jahr gutes Wachstum, weshalb ich im zweiten Jahr mit der "Gestaltung" begann (nur drahten und alte Nadeln zupfen - die Kerzen durften jedes Jahr voll auswachsen). Noch sehr unerfahren mit Literaten, waren die ersten Gehversuche mehr als holprig - die Kiefer verzieh mir alles. Seit nun ca. 1,5 Jahren ist die Kiefer ohne Draht, macht pro Trieb mindestens zwei fette harzige Knospen. Ich denke, sie ist bereit für den nächsten Schritt. Offensichtlich habe ich eine Kiefer mit starker Gesundheit erwischt.
Eigentlich bin ich mit der Entwicklung einigermaßen zufrieden. Dennoch glaube ich, dass in dem Baum mehr steckt als derzeit sichtbar ist.
Mein Gedanke geht in die Richtung den linken Bereich weiter zu fördern, die Krone in diesem Bereich geschlossener zu gestalten. Gleichzeitig den rechten Teil der Krone etwas kompakter zu organisieren. Oder doch ganz anders
Ich würde mich sehr über Kritik/Anregungen freuen. Wenn Ihr wollt, dürft Ihr Euch gerne austoben
VG Toni
