Zum Beispiel diese amerikanische Wisteria mit dem klingenden Sortennamen "Amethyst Falls" im Markt einer großen Baumarktkette in der Nachbarschaft. Hübsch zurecht gemacht mit einem kleinen Bambus-Rankgitter und bereits drei Blüten.
Was mich viel mehr ansprach waren jedoch:
- normaler Zwei-Liter-Blumentopf (nicht schmal und hoch, wie ich das sonst gesehen habe),
- keine Veredelungsstelle und v.a.
- ein Stämmchen, als habe der Mitarbeiter, der die Pflanzen wohl im Akkord schneiden wird, von einem Bonsai geträumt: tiptop Bewegung und Verjüngung, die mir um die drei Jahre Entwicklung ersparen dürften
Die versorgten Schnittstellen habe ich lediglich nachgeschnitten. Und sogar Opferäste wurden belassen...
Die Pflanze musste deutlich beschnitten werden, schon um sie aus dem Rankgitter zu fummeln. Von den Blüten musste ich mich natürlich auch trennen. Dann die Wurzel von der Erde befreit und die Pfahlwurzel gekappt. Würde ich sonst um die Zeit natürlich nicht mehr machen aber es ist bedecktes, kühleres und feuchteres Wetter angesagt - und es ist ein Blauregen.
Gepflanzt habe ich in reines Seramis in einen größeren TPK. Die Wurzeln so gut es ging gleichmäßig ausgebreitet und mit einem Bambusquadrat gesichert, wie das hier in einem der Anfängerkurse gezeigt wird. Für eine verbliebene Ranke habe ich noch einen Bambusstab im TPK fixiert.
Die Pflanze wird nun erstmal zwei Wochen im lichten Schatten stehen, dann Halbschatten, und wenn ich Wachstum sehe, in die volle Sonne (soweit bei mir möglich).
Zumindest den mittleren, dicken Seitentrieb würde ich gern noch dieses Jahr kürzen, damit die Schnittstelle nicht noch größer wird. Aber das hängt davon ab, wie schnell sich die Pflanze im TPK etablieren wird. Den oberen Trieb könnte man evtl. zum ersten Ast machen, vielleicht fällt er auch ganz, denn am zukünftigen Stamm gibt es drei kleine Triebe an den richtigen Stellen.
