ungewöhnliche Rotbuche

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Phil.B.
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Re: ungewöhnliche Rotuche

Beitrag von Phil.B. »

Hallo nochmal,

Mittlerweile habe ich sie etwas zurückgeschnitten. Vielleicht noch etwas zu zaghaft?!. Ihh habe mal einen Bereich markiert der mir nicht gefällt. Der Ast ist unschön verdickt und ragt etwas aus der Silhouette. Ich überlege ihn abzusetzen. Da hab ich mich aber noch nicht rangetraut weil schon es schon ein stärkerer Schnitt wäre.
Ich schau mir das im Winter nochmal an und denke drüber nach.

sieht jedenfalls schon etwas aufgeräumter aus ;-)

schönes Abend
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Phil.B.
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Re: ungewöhnliche Rotuche

Beitrag von Phil.B. »

Hallo Zusammen,

Angeregt von Jürg, habe ich die Buche dieses Jahr nach 2023 ein weiteres mal im Dezember umgetopft. Dabei ist sie in eine ähnlich große aber flachere Kiste gezogen. Hier mal ein paar Bilder von den Wurzeln. Leider keins vom finalen Ergebniss nach dem Wurzelschnitt
Jürg Stäheli hat geschrieben: 09.10.2024, 10:36 Dass die Wurzeln chaotisch sind, ist anzunehmen.
Ich würde im Dezember grad noch einmal umtopfen, das ganze Granulat auswaschen und die Wurzeln kräftig zurückschneiden
chaotisch ist wohl noch untertrieben. Unter dem Hauptstamm setzen die ersten Wurzeln erst tief an. Die Hauptwurzeln, die die Seitenstämme mit dem Hauptstamm verbinden, entspringen leider auf der Rückseite und es gehen recht wenig Seiten Wurzeln Ab.
Ich war ehrlich gesagt etwas Ratlos was ich damit machen soll und wie die Wurzeln in die Gestaltung aufgenommen werden können. Daher habe ich vorallem die tief sitzenden Wurzeln unter dem Hauptstamm stärker geschnitten. Den Rest eher mäßig und etwas sortiert.
Ich werde wohl per Aplikation versuchen eine Wurzel von hinten nach vorne durch den Hapstamm zu ziehen. Etwa auf der Höhe der nach rechts gehenden Wurzel. Bei der würde ich ähnlich verfahren. Sowas habe ich aber noch nie gemacht. Deshalb wäre mein Plan jetzt mit dem nächsten Wurzelschnitt bis Frühjahr 2026 oder sogar 2027 zu warten und die Buche dann evtl. mit zu einem Workshop zu nehmen. Ich hab aber noch nirgendwo ein Workshop-Angbot speziel zu Wurzeltechniken entdecken können.
Langfristig wird die Buche wohl in eine Landschaftsschale aus Naturstein oder Beton kommen. In einer klasischen Bonsaischale kann ich sie mir nicht wirklich vorstellen.

Für alle Tips Meinungen und Ideen bin ich natürlich dankbar
Viele Grüße
Philipp
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mydear
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Re: ungewöhnliche Rotuche

Beitrag von mydear »

Phil.B. hat geschrieben: 09.01.2025, 20:27 Ich werde wohl per Aplikation versuchen eine Wurzel von hinten nach vorne durch den Haupstamm zu ziehen. Etwa auf der Höhe der nach rechts gehenden Wurzel. Bei der würde ich ähnlich verfahren. Sowas habe ich aber noch nie gemacht.
Ich würde dir zu Bohrablikationen mit in kleinen Töpfen gezogenen Buchen-Sämlingen raten. Ein- bis zweimal Umtopfen mit Wurzelschnitt und sie sind perfekt vorbereitet. An Buchen habe ich es noch nicht versucht. Bei Ahorn und Ulme funktioniert es sehr gut. Die Wurzeln wachsen schnell an, wenn die Triebe frei durchtreiben können. Wann du bei Rotbuchen starten solltest, kann ich nicht sagen. Da ist Jürg Spezialist und Buchenflüsterer.

Hier Beispiele mit Anplatten, Wurzeldurchziehen und Durchbohren (von Jungpflanzen) am gleichen Ahorn:
viewtopic.php?p=520964#p520964
viewtopic.php?p=581918#p581918

Noch ein Beispiel an einer Rotbuche von Herbert. Nachteil finde ich, dass die Wurzeln lang und kaum verzweigt sind. Es dauert viel länger bis kompakte Verzweigung und Dicke erreicht sind.
viewtopic.php?p=325516#p325516

Phil.B. hat geschrieben: 09.01.2025, 20:27 Ich hab aber noch nirgendwo ein Workshop-Angbot speziel zu Wurzeltechniken entdecken können.
Einen reinen Wurzel-Workshop habe ich auch noch nicht gesehen. Ich denke, dass dich ein erfahrener Workshopleiter für Wurzeltechniken sicher unterstützen und wichtige Tipps geben wird.

Ich würde die Techniken an weniger schönen Rohlingen testen und mehrere Sämlinge genügend vorbereiten. Vielleicht ist bei dir eine andere Technik erfolgreicher - einfach anfangen und testen.

Viel Erfolg,
Rainer
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MartinRedlich
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Re: ungewöhnliche Rotuche

Beitrag von MartinRedlich »

Hallo Freunde,
hallo Phil,

vielleicht vielleicht kann man auch die Besonderheit dieses Baumes als zentrales Element gezielt hervorheben.

Einfach mal eine Idee: ---- Exposed Roots -----

Das sieht man in Europa sehr selten und bei heimischen Laubbämen noch seltener.
Es könnte zu der Gestaltung passen und oder sie erweitern, da die Pflanze dies sowieso bereits in ihrer Wuchsform ganz natürlich hat und damit auch schon schlüssig zeigen kann.

MfG
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Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
Phil.B.
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Re: ungewöhnliche Rotuche

Beitrag von Phil.B. »

Hallo Rainer,

Du hast einfach den Überblick über dieses Forum! Danke für die Tips und dass ich die Beiträge nicht mehr selber raus suchen muss.Ein paar junge Buchen hab ich schon im Garten stehen und an Sämlinge kommt man ja einrach ran.

Hallo Martin,

Ja , das ist eine interessante Idee. So kann ich mir das in Zukunft auch vorstellen. Wird aber wohl schwierig etwas passendens zu finden, wo ich die Buch edrauf bzw rein setzten könnte.

Ich werde weiter berichten.
Phil.B.
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Re: ungewöhnliche Rotbuche

Beitrag von Phil.B. »

Hallo Zusammen,

hier noch Bilder von der Buche in der neuen, etwas flacheren Kiste. Vielleicht kommt sie auch mit zum Seminar nach Düsseldorf. Besonders auf de linken Seite gibt es ein paar Problemzonen an die ich mich bisher nicht wirklich rangetraut habe.

Viele Grüße
Philipp
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Thomas D.
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Re: ungewöhnliche Rotbuche

Beitrag von Thomas D. »

Hallo Philipp,

Das könnte wirklich eine gute Buche werden. Das einzige das mich etwas stört und mir sofort ins Auge springt sind die 2 Verdickungen am Hauptstamm und am linken Substamm.
Wenn es meine wäre würde ich unterhalb kappen.

Lg Thomas
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Die 2 Verdickungen
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Phil.B.
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Re: ungewöhnliche Rotbuche

Beitrag von Phil.B. »

Hallo Thomas,

Schön dass dir die Buche gefällt. Die beiden Stellen sind auch für mich die Problembereiche. Den Haupstamm zu Kappen ist für mich allerdings derzeit keine Option. Ich mag es, dass er die Silhoutte überragt.
Ich habe in der Spitze und am Substamm kurz vor dem Austrieb nocheinmal geschnitten. Mal sehen wie sich die Stellen entwickeln.

Ich habe in diesem Jahr außerdem das erste mal den Austrieb direkt auf 2-3 Blätter entfernt um die Verzweigung zu verfeinern. Mittlerweile sind die Blätter voll ausgebildet und die Buche ist sehr dicht. Die Bilder sind vom 30.4.

Viele Grüße
Philipp
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Thomas D.
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Re: ungewöhnliche Rotbuche

Beitrag von Thomas D. »

*daumen_new*
Phil.B.
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Re: ungewöhnliche Rotbuche

Beitrag von Phil.B. »

Hallo,

meine Buche fängt so langsam mit der Herbstfärbung an.
Nach dem ich den Austrieb dieses Jahr das erste mal pinziert habe, habe ich im Sommer nochmal zurückgeschnitten und auch teilweise Blätter entfernt. Es haben sich ordentlich neue Knospen gebildet. Ich versuche jetzt nach und nach die Verzweigung aufzubauen.
Leider haben die Blätter dieses Jahr einen leichten Sonnenschaden bekommen. Ich vermute sie stand im Hochsommer einfach zu sonnig.
Den Hauptstamm habe ich mit einem Spanndraht nach vorne gezogen. Dadurch richtet sich, ein nach hinten gehender Spitzenast auf und das "Hirschgeweih" wird etwas entschärft.
Derzeit spiele ich noch mit dem Gedanken, den untersten Ast am Hauptstamm, der in den Raum zwischen Hauptstamm und rechtem Stamm wächst, zu entfernen. Ich habe das virtuel schon mal vorgenommen (letztes Bild). Sieht eigentlich auch nicht schlecht aus

Diesen Winter plane ich nicht umzutopfen und mich bis zum nächsten mal nach einer passenden Schale umzusehen.
VG
Philipp
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Phil.B.
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Re: ungewöhnliche Rotbuche

Beitrag von Phil.B. »

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Meine Rotbuche im Herbst, Winter und mit frischem, bereits pinzierten Austrieb.

VG
Philipp
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