So, jetzt bin ich wieder "an Bord".
Angefangen haben die Probleme seit Jahrzehnten bei der Serissa, die sowieso für mich Schwierigkeiten gemacht hatten. Bei jeder Überwinterung haben sie, weil ich auch keinen kühlen Standort hatte, lange Triebe und oft mit schwarzen Blättern gemacht und standen oft vor ihrem Ende. Das Problem: zu warm, zu geringe Luftfeuchtigkeit und in der Regel zu dunkel.
Mit meinem Winterquartier im Gewächshaus und vorher im temperierten Folientunnel ist diese Problem seit etwa 12 Jahre erledigt. Alle meine Indoors kommen überhaupt nicht mehr ins Haus, sie bleiben bis kurz vor dem Frost draußen an geschützten Stellen. Sie passen sich sozusagen an die fallenden Temperaturen an. Ficus habe ich leider keine und erlaube mir darüber kein Empfehlung. Aber mit meinen an Hand meiner Indoors gemachten Erfahrungen wäre so eine Überwinterung durchaus möglich.
Meine Indoors sind viele Serissae, einige Coprosma, 1 Murraya (subtropisch), Chinesische Ulmen, Zimmerazaleen, einige Kamelien in Töpfen und andere Sommerblumen.
Der Vorzug des Winterquartiers: kühl, verträglich für alle genannten Pflanzen bis + 2 °C runter und eine hohe Luftfeuchtigkeit bei ca. 90 %. Was will man mehr. Der Temperaturregler ist so eingerichtet, dass die Heizung bei 3 °C eingeschaltet wird und durch die Aufheizverzögerung ein weiterer Temperaturabfall bis 2 °C entstehen kann.
Ein Mangel ist bei der dichten Packung der Pflanzen, die Substratfeuchtigkeit im Griff zu behalten.
Im letzten Winter war es so, dass ich mich bei einigen Tagen mit Temperaturen zwischen - 16 und - 18 °C nicht getraut habe, die Gewächshaustür auf zum machen. Da war es schon passiert, dass mir die schönste meiner Serissa einfach vertrocknet ist.
Einige Serissae stehen jetzt immer noch draußen auf einer südlichen Fensterbank und haben sogar noch Blüten.

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Das Gewächshaus hat eine Grundfläche von 2x2 m; es geht sicher auch kleiner; Hauptsache, man findet einen Platz dafür.
Gruß Heiner