Probleme mit einer Yamadori Lärche aus den Alpen

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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hfbonsai
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Probleme mit einer Yamadori Lärche aus den Alpen

Beitrag von hfbonsai »

Hallo

Diesen Winter habe ich mir eine Yamadori Lärche aus den Alpen gekauft,
es ist mein erster Baum aus dem Gebirge.

Sie war in puren Sand gepflanzt, seit 2.Jahren und hatte dadurch eine Unterversorgung, sie hat beim Vorbesitzer sehr viele Äste vertrocknen lassen und war nicht im besten Allgemeinzustand, deshalb war der Preis auch sehr nieder, der Baum dürfte ein Alter von ca. 30 jahren haben und hat einen Stammdurchmesser von 12 cm und eine Höhe von 50 cm.

Im Frühjahr habe ich die Lärche dann vorsichtig aus dem Topf genommen und der Sand ist kommplett weg gerieselt, die Wurzelbildung war sehr bescheiden, es hat nicht ausgesehen als hätte sie in den letzten 2.Jahren viele Wurzlen gebildet.

Ich habe den Baum dann in eine Mischung aus Kyriu, Lava,Split,Hornspäne und etwa (10%) Fruhtorfer Erde gepflanzt.
Sie hat dann auch ausgetrieben, ist jetzt aber stehen geblieben und zeigt kein weiteres Wachstum.

Einige Nadelkissen sind inzwischen Braun geworden aber es sind vielleicht max 5% der Nadelbüschel.

Die Lärche steht jetzt im Gewächshaus und es werden täglich die Nadeln besprüht, giesen tu ich sie eigentlich garnicht, da sie keinerlei Wasserverbrauch zeigt und die Erde vom letzten giesen vor mehr als einer Woche noch Feucht ist.

Habt ihr Tipps für mich oder Erfahrungen was ich noch machen könnte :?:

Frank
Gruß Frank

hfbonsai= Heike + Frank-Bonsai

Ein guter Bonsai braucht Zeit, so wie die Natur die uns erschaffen hat.
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Frank
Versuche es doch einmal mit schwach dosierter
organischer Nadeldüngung. Ich weiss nicht wie viele
Drainagelöcher die Schale hat, aber wenn genügend
vorhanden sind und bei durchlässigem Substrat
kannst Du vielleicht auch die feuchte Erde Wässern
um den verbrauchten Sauerstoff zu erneuern.
Aber nur wenn es durchläuft.
Ausserdem ist die Kombination aus 2 Wochen Sommer
und darauf folgend Aprilwetter nicht das angenehmste
für die Bäume.
Eine Möglichkeit wären noch versteckte Schädlinge
unter der Rinde.
Mehr fällt mir leider nicht ein.
mfG Dieter
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo Dieter

Das Wasser schießt durchs Substrat, wenn ich giese dann dauert es vielleicht max. 2.Sekunden und das Wasser kommt unten aus den Ablauflöchern wieder raus geschossen. Die Schale hat 2. große Ablauflöcher Durchmesser 20.mm

Das Braun werden der Nadeln war als die Lärche im Freien in der Sonne gestanden ist, deshalb habe ich sie ins Gewächshaus gestellt.
Schädlinge konnte ich bisher keine finden, ich habe aber natürlich nicht unter die Rinde geschaut.

Ich habe mich bisher nicht getraut zu düngen, da ich ja Hornspäne ins Substrat gemischt habe.

Meine Hoffnung beruht darauf, daß sie im Moment Wurzeln bildet und deshalb das Nadelwachstum stehen geblieben ist.

Kommt nur durchs Giesen Sauerstoff ins Substrat :?:
Was würdest Du für ein Dünger ins Sprühwasser mischen :?:
Ist es im Gewächshaus OK, oder sollte ich sie wieder ins Freie (schattig) stellen :?:

Frank
Gruß Frank

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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Frank
Der meiste frische Sauerstoff kommt durch das Giessen,
wenn die Pflanze Wasser verbraucht kommt schon eine
kleine natürliche Sauerstoff-Strömung zustande.
Das Giessen sorgt dann für das übrige.
Gewächshaus halte ich für die beste Möglichkeit zum jetzigen
Zeitpunkt.
Irgendein schwacher organischer Dünger (mein Favorit ist
Braunalgenextrakt).
Ich vermute auch das die bisherige Knospung aus der
Substanz des Baumes kommt, und wo jetzt Nachschub
an Wasser und Nährstoffen benötigt wird, der Baum anfängt
Wurzeln zu treiben. Wenn die Vermutung stimmt müssten
im Gewächshaus nach 4-6 Wochen vereinzelt Langtriebe
kommen. Vorher vermute ich aber das noch ein paar kleine
Nadelbüschel braun werden.
Alles Gute für Deine Lärche
Dieter
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo Dieter

Würdest Du regelmässig Giesen auch wenn Du denkst das die Lärche keinen oder nur wenig Wasserverbrauch hat oder ist es besser sie trotz extrem drchlässigem Substrat "trocken" zu halten :?:

Frank
Gruß Frank

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Ruhrpottler
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Beitrag von Ruhrpottler »

Hi,
ich klink mich hier auch mal kurz ein (man möge mir verzeihen).

Hab das Problem mit den Braunen Nadeln bei einem chinesichen Wacholder auch.

Er wurde im April das erst Mal in eine Schale getopft und dabei mußte einiges an Wurzeln entfernt werden. (Erdmischung: Kies/Akadama/Torf im Verhältnis 1:1:1).

Jetzt steht er recht sonnig, bekommt aber stellenweise (sagen wir auch mal ca. 5 %) an den Nadelspitzen braune Stellen.

Kann dies durch die Unterversorgung kommen, da der Wurzelballen verkleinert wurde?

Schädlinge hab ich keine entdeckt.

Gruß
Andre

P.S. nochmal Sorry wegen des "Dazwischenfunkens", aber das Thema passte gerade.
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Ruhrpottler
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Beitrag von Ruhrpottler »

Achso (grad vergessen zu erwähnen), gedüngt wird leicht mit Biogold.

Gruß
Andre
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo Andre

Eigentlich passt mir das dazwischen funken nicht.

Du hast ganz andere Grundvoraussetzungen, bei meiner Lärche wurde kein Wurzelschnitt gemacht und sie war unterversorgt auserdem handelt es sich um eine Lärche und nicht um einen Wachholder.

Wenn sich jetzt alle über deinen Wachholder unterhalten was mach ich dann mit der Lärche. :roll:

Warum hast Du nicht einfach ein neues Thema eröffnet :?:

Frank :evil:
Zuletzt geändert von hfbonsai am 24.05.2006, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Frank

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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Frank,Ruhrpottler

@ Frank, ich giesse eigentlich jeden Tag (ausser im Moment,
da bei uns Dauerregen ist). Als Substrat verwende ich 30-40%
Kyriu und der Rest ist Akadama. Bio-Gold habe ich sofort nach
dem Umtopfen aufgelegt und die Erde mit Sphagnum bedeckt.
Da das Wasser durchläuft habe ich keine Bedenken bezüglich
Wurzelfäule oder ähnlichem. 1 eurolepsis steht im Gewächshaus,
da kaum Wurzeln vorhanden waren, treibt wie verrückt (für eine Lärche).
1 kaempferii stand bis vor 2 Wochen im Gewächshaus, treibt gut.
1 decidua steht die ganze Zeit unter einem Vordach, fängt langsam
an Langtriebe zu schieben.

@Ruhrpottler, wenn es kein Pilz ist, wird der Wacholder wohl zu nass
stehen. Normalerweise sollten jetzt die Triebenden Grün-Gelb sein
und vereinzelt Langtriebe erscheinen. Persönlich würde ich von der Verwendung von Torf bei chin. Wacholdern eher abraten.

mfG Dieter
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo Dieter

Danke für die Infos.

Mir ist es auch wohler zu giesen, ich werde jetzt regelmässig giesen, das war eigentlich der Hauptpunkt meiner Frage. :wink:

Frank
Gruß Frank

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Ruhrpottler
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Beitrag von Ruhrpottler »

Hallo Frank,

wollte wirklich nicht, dass Dein Thema evtl. nicht mehr beachtet wird!

Ich gelobe Besserung und werd beim nächsten Mal ein eigenes Thema aufmachen.

Entschuldigung nochmal.

Gruß
Andre
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Martin_S
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Re: Probleme mit einer Yamadori Lärche aus den Alpen

Beitrag von Martin_S »

hfbonsai hat geschrieben:Hallo

Diesen Winter habe ich mir eine Yamadori Lärche aus den Alpen gekauft,
es ist mein erster Baum aus dem Gebirge.

Sie war in puren Sand gepflanzt, seit 2.Jahren und hatte dadurch eine Unterversorgung, sie hat beim Vorbesitzer sehr viele Äste vertrocknen lassen und war nicht im besten Allgemeinzustand, deshalb war der Preis auch sehr nieder, der Baum dürfte ein Alter von ca. 30 jahren haben und hat einen Stammdurchmesser von 12 cm und eine Höhe von 50 cm.

Im Frühjahr habe ich die Lärche dann vorsichtig aus dem Topf genommen und der Sand ist kommplett weg gerieselt, die Wurzelbildung war sehr bescheiden, es hat nicht ausgesehen als hätte sie in den letzten 2.Jahren viele Wurzlen gebildet.

Ich habe den Baum dann in eine Mischung aus Kyriu, Lava,Split,Hornspäne und etwa (10%) Fruhtorfer Erde gepflanzt.
Sie hat dann auch ausgetrieben, ist jetzt aber stehen geblieben und zeigt kein weiteres Wachstum.

Einige Nadelkissen sind inzwischen Braun geworden aber es sind vielleicht max 5% der Nadelbüschel.

Die Lärche steht jetzt im Gewächshaus und es werden täglich die Nadeln besprüht, giesen tu ich sie eigentlich garnicht, da sie keinerlei Wasserverbrauch zeigt und die Erde vom letzten giesen vor mehr als einer Woche noch Feucht ist.

Habt ihr Tipps für mich oder Erfahrungen was ich noch machen könnte :?:

Frank
Frank,

wenn der Baum keine Langtriebe gemacht hat würde ich sagen, verabschiede dich davon. (so hart wie das jetzt klingt). Das von dir beschriebene Bild führt bei den meisten Lärchen zum Tod.
M
Beste Grüße
Martin

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zopf
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Beitrag von zopf »

Siehste Frank, das hast Du nun davon
Einem West-Highland Besitzer was von einem Dobermann-
Mischling zu erzählen. Einen kraftvollen Killer und ein
Schleifenhündchen (Deiner natürlich nicht, Martin).
Aber zu Deiner Lärche, wenn es eine decidua ist, ist das wohl
zu schwarz gemalt, sind halt etwas launisch im Austrieb und
wenn man sie nicht so behandelt wie Sie es gerne hat zieht
Sie sich schmollend zurück und tut erst mal gar nichts.
In 4-6 Wochen weisst Du mehr.
mfG Dieter
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

zopf hat geschrieben:...Aber zu Deiner Lärche, wenn es eine decidua ist, ist das wohl
zu schwarz gemalt, sind halt etwas launisch im Austrieb und
wenn man sie nicht so behandelt wie Sie es gerne hat zieht
Sie sich schmollend zurück und tut erst mal gar nichts.
In 4-6 Wochen weisst Du mehr.
mfG Dieter

Ha!
Jetzt brauche ich die Walters und Wolfgangs dieser Welt. Gerade bei der europ. Lärche ist das nicht "zu" schwarz gemalt. Die werden dir mal was erzählen von wegen "Lärchen sind Luder" und so. :wink:
Hatte da bereits einige von, die alle so aussahen wie von Frank beschriebn. Alle platt. Ralla "kackt" gerade eine ab (schaut auch so aus), ein Bekannter kam vor zwei oder drei Wochen mit einer zu mir (zwecks Pflege seiner Yamadori Lärche aus dem letzten Jahr), die habe ich nicht mal mehr in die Ecke gestellt....
Aber Frank! Die Daumen drücke ich dir auf jeden Fall! Wunder soll es ja geben!
M
Beste Grüße
Martin

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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Martin
Direkt zu Beginn gestehe ich wenig Erfahrung
mit alten Lärchen zu haben. Letztes Jahr habe ich eine
mit Trockenschaden gekauft. Kaum grün, alles vertrocknet.
Aber Sie lebt und in 2-3 Jahren wird sie genügend Kraft haben
meine schlechten Drahtversuche zu überleben.
In der Natur glaube ich an das Kausalitäts-Prinzip und solange
ich noch kein Ursache für das Lärchensterben gelesen, gehört usw
habe, glaube ich das man pflegerisch einiges in den Griff bekommt.
Wenn Du weiter oben zum Wacholder liest, Torf als Zugabe
zum Substrat, da habe ich so meine Schwierigkeiten mit.
Zu sauer, zu nass. In diesen Bereichen, vermute ich, ergeben
sich die Schwierigkeiten.
Das soll in keinster Weise überheblich wirken, ich habe halt noch
keine schlechten Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht.
mfG Dieter
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