statt wundverschlusspaste
statt wundverschlusspaste
ich habe ein bisschen rumgelesen und gemerkt, dass doch eine ziemlich geteilte meinung darüber herrscht, ob man wundverschlusspaste benutzen soll oder nicht oder welche.
meine frage:
das ganze soll doch dazu dienen, dass die wunde nicht von pilzen oder bakterien befallen wird, oder?
könnte man zu diesem zweck die frische wunde nicht regelmässig mit handelsüblichem hautdesinfektionsmittel (z.b. cutasept, gibts in jeder apotheke) behandeln ?
hat jemand evtl. sogar erfahrung mit einer solchen methode und falls ja, wie oft und wie lange müsste man das anwenden ?
meine frage:
das ganze soll doch dazu dienen, dass die wunde nicht von pilzen oder bakterien befallen wird, oder?
könnte man zu diesem zweck die frische wunde nicht regelmässig mit handelsüblichem hautdesinfektionsmittel (z.b. cutasept, gibts in jeder apotheke) behandeln ?
hat jemand evtl. sogar erfahrung mit einer solchen methode und falls ja, wie oft und wie lange müsste man das anwenden ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Hallo zusammen
@Alexander
Da hast du wahrscheinlich was falsch interpretiert!
Der Kallus ist der Wundverschluß des Baumes!
Nach dem, was man hier und auch woanders lesen kann, ist es grundsätzlich NICHT notwendig eine Wundverschlußpaste zu nehmen; .....der Baum weiß sich da schon selbst zu helfen!
Trotzdem benutze auch ich eine Wundverschlußpaste!
Mein ganz persönlicher Eindruck ist, daß die Wunde dann besser/schöner verheilt.
Ob die geschlossene Wunde eines Bonsai dann innen wirklich gesund ist, wage ich aber nicht zu behaupten; der Wundverschluß schließt sich ja, wenn man genau hinsieht, auch über einem Teil des toten Holzes!
Nette Grüße
Martin
@Alexander
Da hast du wahrscheinlich was falsch interpretiert!
Der Kallus ist der Wundverschluß des Baumes!
Nach dem, was man hier und auch woanders lesen kann, ist es grundsätzlich NICHT notwendig eine Wundverschlußpaste zu nehmen; .....der Baum weiß sich da schon selbst zu helfen!
Trotzdem benutze auch ich eine Wundverschlußpaste!
Mein ganz persönlicher Eindruck ist, daß die Wunde dann besser/schöner verheilt.
Ob die geschlossene Wunde eines Bonsai dann innen wirklich gesund ist, wage ich aber nicht zu behaupten; der Wundverschluß schließt sich ja, wenn man genau hinsieht, auch über einem Teil des toten Holzes!
Nette Grüße
Martin
Wundverschlussmittel verhindern die Austrocknung der Wundstelle. Sie verhindern NICHT den Sporeneitrag von Pilzen und Bakterien. Die sind überall, auch an deinem Schneidwerkzeug.
Eingetrocknete Wunden brauchen länger bis das Kallusgewebe den natürlichen Wundverschluss vollzogen hat. Ölige oder fettige Substanzen verhindern das Eintrocknen.
Bonsai-Botschafter Walter benutzt sogar banales Melkfett.
Eingetrocknete Wunden brauchen länger bis das Kallusgewebe den natürlichen Wundverschluss vollzogen hat. Ölige oder fettige Substanzen verhindern das Eintrocknen.
Bonsai-Botschafter Walter benutzt sogar banales Melkfett.



Hab ich das bisher überlesenBonsai-Botschafter Walter benutzt sogar banales Melkfett.
Oder ist das beim Spätsommertreffen durchgesickert nachdem der Zirbenschnaps zum Einsatz kam?
Wie dick trägt er das auf? In welchen Abständen wird nachgebessert?
Ich glaube sowieso das Wundverschlussmittel nur feucht halten sollen, damit die Wunde möglichst glatt überwallt wird. Da wirds einiges geben: Vaseline, den berüchtigten Kabelkitt von Martin S, Knetmasse von den Kidddies.... gibts in den punkigsten Farben, nicht nur Braun und Grau. Warum nicht mal Pink?
Gruß
Kay
Kay
- donaurieder
- Beiträge: 1012
- Registriert: 04.08.2004, 22:40
- Wohnort: Donauried
Hallo zusammen,
Melkfett hab ich auch schon ausprobiert, - es verhindert Rücktrocknen zuverlässig.
Der Nachteil ist, dass sich speziell im Hochsommer das Zeug am Baum verflüssigt.
Macht dann zwar immer noch dicht, sieht aber besch.... aus !
An einer Rotbuche z.B. sieht man dann auf 10m einen fettig dunklen Ring am Ast oder Stamm.
Anfang dieses Jahres hab ich in einem Beitrag (in irgendeinem Forum) etwas über Bienenwachs gelesen.
Da Bienenwachs ja nicht gerade streichfähig ist, hab ich dem Wachs nach und nach soviel Melkfett einverleibt, bis es sich willig mit dem Finger auftragen ließ.
Bis Stand Heute bin ichs zufrieden :D
Selbst dieser Mördersommer schaffte es nicht, die Paste zum Schmelzen zu bringen.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das Ganze im Winter verhält.
Aber vielleicht bin ich ja auch nur doof und mach mir die Arbeit umsonst
Melkfett hab ich auch schon ausprobiert, - es verhindert Rücktrocknen zuverlässig.
Der Nachteil ist, dass sich speziell im Hochsommer das Zeug am Baum verflüssigt.
Macht dann zwar immer noch dicht, sieht aber besch.... aus !
An einer Rotbuche z.B. sieht man dann auf 10m einen fettig dunklen Ring am Ast oder Stamm.
Anfang dieses Jahres hab ich in einem Beitrag (in irgendeinem Forum) etwas über Bienenwachs gelesen.
Da Bienenwachs ja nicht gerade streichfähig ist, hab ich dem Wachs nach und nach soviel Melkfett einverleibt, bis es sich willig mit dem Finger auftragen ließ.
Bis Stand Heute bin ichs zufrieden :D
Selbst dieser Mördersommer schaffte es nicht, die Paste zum Schmelzen zu bringen.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das Ganze im Winter verhält.
Aber vielleicht bin ich ja auch nur doof und mach mir die Arbeit umsonst
hmm, interessant, interessant
werd ich ausprobieren...
aber so wie ich das bisher verstanden hatten, dringen doch gerade über grössere schnittstellen gerne mal pizinfektionen in die pflanze ein.
ich wusste nicht, dass das ganze mehr oder weniger nur der "kosmetik" dient.
d.h., wenn sich der baum in den kopf setzt, sich einen pilz einzufangen,
kann man ihn sowieso nicht daran hindern ?
nur die kritische zeit verkürzen ?
aber so wie ich das bisher verstanden hatten, dringen doch gerade über grössere schnittstellen gerne mal pizinfektionen in die pflanze ein.
ich wusste nicht, dass das ganze mehr oder weniger nur der "kosmetik" dient.
d.h., wenn sich der baum in den kopf setzt, sich einen pilz einzufangen,
kann man ihn sowieso nicht daran hindern ?
nur die kritische zeit verkürzen ?
Gruss, Achim
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- donaurieder
- Beiträge: 1012
- Registriert: 04.08.2004, 22:40
- Wohnort: Donauried
Über winzig kleine Öffnungen, auch die, die nicht durch Gestaltungstechniken entstanden sind, ebenso.sonicbody hat geschrieben: aber so wie ich das bisher verstanden hatten, dringen doch gerade über grössere schnittstellen gerne mal pizinfektionen in die pflanze ein.
Wenn du damit meinst, dass ein, für die Gestaltung wichtiger Ast durch Rücktrocknung abstirbt, nur weil ich einen Seitenast bis ultimo zurückgeschnitten habe, kann man das schon als kosmetisches Problem werten.sonicbody hat geschrieben:ich wusste nicht, dass das ganze mehr oder weniger nur der "kosmetik" dient.
Umgekehrt wird sogar ein ganzes Paar Schuhe drauss, ... wenn der Pilz ein winziges Pförtchen findet ...sonicbody hat geschrieben:d.h., wenn sich der baum in den kopf setzt, sich einen pilz einzufangen,
kann man ihn sowieso nicht daran hindern ?
nur die kritische zeit verkürzen ?
- Wolfgang
- Ehren-Autor
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- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
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Ja, ja. - Nach dem Zirbenschnaps kommt immer Melkfett zum Einsatz .......chimairon hat geschrieben:Oder ist das beim Spätsommertreffen durchgesickert nachdem der Zirbenschnaps zum Einsatz kam?![]()
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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- Wolfgang
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Pilzsporen (viele verschiedene...) sind überall in der Luft, am Schnittwerkzeug usw. vorhanden. - Eine Infektion des Holzes von Bäumen kann daher definitiv nicht verhindert werden .......sonicbody hat geschrieben:hmm, interessant, interessantwerd ich ausprobieren...
aber so wie ich das bisher verstanden hatten, dringen doch gerade über grössere schnittstellen gerne mal pizinfektionen in die pflanze ein.
ich wusste nicht, dass das ganze mehr oder weniger nur der "kosmetik" dient.
d.h., wenn sich der baum in den kopf setzt, sich einen pilz einzufangen,
kann man ihn sowieso nicht daran hindern ?
nur die kritische zeit verkürzen ?
Vielmehr besitzen Gehölze (je nach Baumart unterschiedlich) die Fähigkeit, Wunden "abzuschotten" - sowohl im Astbereich, wie auch im Wurzelbereich (dort um ein Vielfaches stärker...)
Die ganze "Schmiererei" mit Wundverschlussmitteln (vor allem in der Baumchirurgie) ist eigentlich *für die Würscht* (= umsonst).
Mehr möchte ich zu der Sache nicht mehr verlieren.
Näheres zu dieser Thematik lässt sich in älteren, ausführlichen Beiträgen hier im BFF nachlesen.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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-
Rentner
Ich verweise zum Thema Wunden an Bäumen auf folgenden Artikel aus dem Fachwissenbereich:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic?f=66&t=20052
Gruß
Holger
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic?f=66&t=20052
Gruß
Holger
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- Frank Zappa -
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