statt wundverschlusspaste

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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achim73
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statt wundverschlusspaste

Beitrag von achim73 »

ich habe ein bisschen rumgelesen und gemerkt, dass doch eine ziemlich geteilte meinung darüber herrscht, ob man wundverschlusspaste benutzen soll oder nicht oder welche.
meine frage:
das ganze soll doch dazu dienen, dass die wunde nicht von pilzen oder bakterien befallen wird, oder?
könnte man zu diesem zweck die frische wunde nicht regelmässig mit handelsüblichem hautdesinfektionsmittel (z.b. cutasept, gibts in jeder apotheke) behandeln ?
hat jemand evtl. sogar erfahrung mit einer solchen methode und falls ja, wie oft und wie lange müsste man das anwenden ?
Gruss, Achim
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aleXander
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Beitrag von aleXander »

Es geht ja auch darum, das sich die Wunde wieder vernünftig verschliesst und sich kein Kallus bildet...
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bite85
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Beitrag von bite85 »

Hallo zusammen

@Alexander
Da hast du wahrscheinlich was falsch interpretiert!
Der Kallus ist der Wundverschluß des Baumes!

Nach dem, was man hier und auch woanders lesen kann, ist es grundsätzlich NICHT notwendig eine Wundverschlußpaste zu nehmen; .....der Baum weiß sich da schon selbst zu helfen!
Trotzdem benutze auch ich eine Wundverschlußpaste!
Mein ganz persönlicher Eindruck ist, daß die Wunde dann besser/schöner verheilt.
Ob die geschlossene Wunde eines Bonsai dann innen wirklich gesund ist, wage ich aber nicht zu behaupten; der Wundverschluß schließt sich ja, wenn man genau hinsieht, auch über einem Teil des toten Holzes!

Nette Grüße
Martin
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aleXander
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Beitrag von aleXander »

*autsch*



:oops:
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flu
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Beitrag von flu »

Wundverschlussmittel verhindern die Austrocknung der Wundstelle. Sie verhindern NICHT den Sporeneitrag von Pilzen und Bakterien. Die sind überall, auch an deinem Schneidwerkzeug.
Eingetrocknete Wunden brauchen länger bis das Kallusgewebe den natürlichen Wundverschluss vollzogen hat. Ölige oder fettige Substanzen verhindern das Eintrocknen.
Bonsai-Botschafter Walter benutzt sogar banales Melkfett.
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achim73
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Beitrag von achim73 »

d.h.,wenn ich das richtig verstanden habe : erst desinfizieren, dann einfetten und den rest der pflanze überlassen ?
Gruss, Achim
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flu
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Beitrag von flu »

Vergiss das Desinfizieren. Keimfrei lässt sich nur in entsprechend ausgestattesten Laboratorien arbeiten, nicht im Garten.
Aber Kopf hoch, auch Pflanzen haben ein effektives Immunsystem. ;)
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chimairon
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Beitrag von chimairon »

Bonsai-Botschafter Walter benutzt sogar banales Melkfett.
Hab ich das bisher überlesen :?:
Oder ist das beim Spätsommertreffen durchgesickert nachdem der Zirbenschnaps zum Einsatz kam? :lol:
Wie dick trägt er das auf? In welchen Abständen wird nachgebessert?

Ich glaube sowieso das Wundverschlussmittel nur feucht halten sollen, damit die Wunde möglichst glatt überwallt wird. Da wirds einiges geben: Vaseline, den berüchtigten Kabelkitt von Martin S, Knetmasse von den Kidddies.... gibts in den punkigsten Farben, nicht nur Braun und Grau. Warum nicht mal Pink?
Gruß
Kay
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donaurieder
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Beitrag von donaurieder »

Hallo zusammen,

Melkfett hab ich auch schon ausprobiert, - es verhindert Rücktrocknen zuverlässig.

Der Nachteil ist, dass sich speziell im Hochsommer das Zeug am Baum verflüssigt.
Macht dann zwar immer noch dicht, sieht aber besch.... aus !

An einer Rotbuche z.B. sieht man dann auf 10m einen fettig dunklen Ring am Ast oder Stamm.

Anfang dieses Jahres hab ich in einem Beitrag (in irgendeinem Forum) etwas über Bienenwachs gelesen.
Da Bienenwachs ja nicht gerade streichfähig ist, hab ich dem Wachs nach und nach soviel Melkfett einverleibt, bis es sich willig mit dem Finger auftragen ließ.

Bis Stand Heute bin ichs zufrieden :D

Selbst dieser Mördersommer schaffte es nicht, die Paste zum Schmelzen zu bringen.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das Ganze im Winter verhält.

Aber vielleicht bin ich ja auch nur doof und mach mir die Arbeit umsonst :wink:
Grüße aus dem Donauried
Hermann.

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achim73
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Beitrag von achim73 »

hmm, interessant, interessant :P werd ich ausprobieren...
aber so wie ich das bisher verstanden hatten, dringen doch gerade über grössere schnittstellen gerne mal pizinfektionen in die pflanze ein.
ich wusste nicht, dass das ganze mehr oder weniger nur der "kosmetik" dient.
d.h., wenn sich der baum in den kopf setzt, sich einen pilz einzufangen,
kann man ihn sowieso nicht daran hindern ?
nur die kritische zeit verkürzen ?
Gruss, Achim
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donaurieder
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Beitrag von donaurieder »

sonicbody hat geschrieben: aber so wie ich das bisher verstanden hatten, dringen doch gerade über grössere schnittstellen gerne mal pizinfektionen in die pflanze ein.
Über winzig kleine Öffnungen, auch die, die nicht durch Gestaltungstechniken entstanden sind, ebenso.
sonicbody hat geschrieben:ich wusste nicht, dass das ganze mehr oder weniger nur der "kosmetik" dient.
Wenn du damit meinst, dass ein, für die Gestaltung wichtiger Ast durch Rücktrocknung abstirbt, nur weil ich einen Seitenast bis ultimo zurückgeschnitten habe, kann man das schon als kosmetisches Problem werten.
sonicbody hat geschrieben:d.h., wenn sich der baum in den kopf setzt, sich einen pilz einzufangen,
kann man ihn sowieso nicht daran hindern ?
nur die kritische zeit verkürzen ?
Umgekehrt wird sogar ein ganzes Paar Schuhe drauss, ... wenn der Pilz ein winziges Pförtchen findet ... :wink:
Grüße aus dem Donauried
Hermann.

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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

chimairon hat geschrieben:Oder ist das beim Spätsommertreffen durchgesickert nachdem der Zirbenschnaps zum Einsatz kam? :lol:
Ja, ja. - Nach dem Zirbenschnaps kommt immer Melkfett zum Einsatz ....... :roll:

:wink: :lol: :lol:
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

sonicbody hat geschrieben:hmm, interessant, interessant :P werd ich ausprobieren...
aber so wie ich das bisher verstanden hatten, dringen doch gerade über grössere schnittstellen gerne mal pizinfektionen in die pflanze ein.
ich wusste nicht, dass das ganze mehr oder weniger nur der "kosmetik" dient.
d.h., wenn sich der baum in den kopf setzt, sich einen pilz einzufangen,
kann man ihn sowieso nicht daran hindern ?
nur die kritische zeit verkürzen ?
Pilzsporen (viele verschiedene...) sind überall in der Luft, am Schnittwerkzeug usw. vorhanden. - Eine Infektion des Holzes von Bäumen kann daher definitiv nicht verhindert werden ....... :?
Vielmehr besitzen Gehölze (je nach Baumart unterschiedlich) die Fähigkeit, Wunden "abzuschotten" - sowohl im Astbereich, wie auch im Wurzelbereich (dort um ein Vielfaches stärker...)
Die ganze "Schmiererei" mit Wundverschlussmitteln (vor allem in der Baumchirurgie) ist eigentlich *für die Würscht* (= umsonst).
Mehr möchte ich zu der Sache nicht mehr verlieren. :roll:
Näheres zu dieser Thematik lässt sich in älteren, ausführlichen Beiträgen hier im BFF nachlesen.
Rentner

Beitrag von Rentner »

Hier sind meine Erfahrungen mit Wundverschluss (Japanknete) im Bild dargestellt. Der Konkavschnitt erfolgte jeweils im März, die Aufnahmen entstanden im August:
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Ich verweise zum Thema Wunden an Bäumen auf folgenden Artikel aus dem Fachwissenbereich:

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic?f=66&t=20052

Gruß

Holger
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