Frage an die Schalenexperten

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Reinert
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Frage an die Schalenexperten

Beitrag von Reinert »

Nach dem ich ein paar kleine Schalen getöpfert habe, wollte ich für meinen Ahorn ein etwas größeres Exemplar herstellen.
Dies ist mir dann auch bis zum Glasurbrand ganz gut gelungen.
Naja, als ich die Schale vom Glasurbrand holte, fragte mich der Keramiker ob man nicht in der Mitte der Schale noch einen Fuß anbringen könnte.
Der Boden meiner Schale hat sich leicht nach unten gewölbt und wackeln tut sie jetzt auch :cry:
Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit?
Habe noch nie Schalen mit einem Fuß in der Mitte gesehen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Reinert
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Ich bin zwar kein Töpfer, hab auch noch nicht so viele Schalen gemacht, aber
ich mach das so:

Wenn ich die Schale trockne mach ich das zuerst in dem sie auf ihren Füssen, also richtig rum steht, damit sich der Boden dabei nicht durchhängt lege ich Tonstreifen unter (mit Zeitungspapier dazwischen), diese Tonstreifen lass ich dann beim
ersten brennen auch mitbrennen, die können dann beim Glasurbrannd ebenfalls untergelegt werden.
bisher liessen sie sich nach dem brennen auch wieder ohne weiteres lösen.
Ich hab Spass !
grüsse stefan
jonesbonsai
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Beitrag von jonesbonsai »

Hallo,

ich hab zwar fast keine ahnung vom Schalen brennen, aber wenn ich deinen Text so gelesen habe, würde ich beim nächsten Mal beim Glasurbrand die Schale einfach anders rum in den Ofen stellen lassen.

Gruß

Karsten
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Delamitri
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Beitrag von Delamitri »

Ich bin zwar kein Experte, was die Herstellung von Schalen angeht, aber ich habe mindestens eine Schale, die einen "Mittelsteg" aufweist. Es handelt sich um eine größere ovale Schale von Axel Brockmann. Aber "üblich" scheint es nicht zu sein. Vielleicht ist es auch von der verwendeten Tonsorte abhängig :?: *schulter zuck*
Bis bald!

K.

"Was machen Sie da?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: "Ich gestalte Bonsai."
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Reinert
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Beitrag von Reinert »

Vielen Dank für eure Antworten!
Keine schlechte Idee Stefan :D Das werde ich mal ausprobieren.

Karsten glaube das die Biegung sich dann einfach nach innen wölbt

Delamitri glaube das der Ton richtig ist.
Der Keramiker meinte das es an der hohen Temperatur liegt (1250°C)
Der Ton fängt an zu glühen und verschmilzt.
Kann natürlich sein das verschiedene Tonarten auch verschieden stark weich werden. Da muss ich mal nachfragen :D

Und noch ein paar Bilder von meiner deformierten Schale

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Reinert
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dommsen
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Beitrag von dommsen »

Gefällt mir gut die Schale! Welche Maße hat sie denn, wenn ich fragen darf?!
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HexenSandra
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Beitrag von HexenSandra »

Mir gefällt die Schale auch sehr gut. Und irgendwie fand ich, würde eine Eiche sich sehr gut da drinne machen, finde ich jedenfalls, war mein erster Gedanke! :oops:
Machst DU mit? => BFF Zuwendung
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Reinert
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Beitrag von Reinert »

Hallo,
freut mich das sie euch gefällt!
Die Schale ist 31x21x10 cm groß
Ist ein bißchen hoch geworden :wink:
Möchte da meinen Fächerahorn reinpflanzen.
Die Glasur müsste ganz gut passen.
Viele Grüße
Reinert
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Erwin
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Beitrag von Erwin »

Reinert hat geschrieben:Vielen Dank für eure Antworten!
Keine schlechte Idee Stefan :D Das werde ich mal ausprobieren.

Karsten glaube das die Biegung sich dann einfach nach innen wölbt

Delamitri glaube das der Ton richtig ist.
Der Keramiker meinte das es an der hohen Temperatur liegt (1250°C)
Der Ton fängt an zu glühen und verschmilzt.
Kann natürlich sein das verschiedene Tonarten auch verschieden stark weich werden. Da muss ich mal nachfragen :D

Und noch ein paar Bilder von meiner deformierten Schale

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Reinert
Son Streifen unterlegen ist eine Option. Habe auch schon mal kleine runde Stücke mit einem Rohr ausgeschnitten; geht auch. Ist aber eigentlich überflüssig. Wenn die Schale größer ist als 40/45 cm und Du den Boden zu dünn machst, passiert das ohehin schon beim Trocknen. Da lege ich immer was unter. Ansonsten geht´s auch ohne.

Zur Bemerkung von Karsten: Wenn man die Schale einfach andersrum dreht, stellt man sie dann auf Stelzen? Durch das Gewicht der Schale drücken die sich dann auch hoch, wenn der Boden weich wird und man bekommt Beulen im Boden. Oder wohin soll die Glasur ablaufen? Dann kriegst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit Tränen auf dem Rand.

Ob sich der Boden durchbiegt, hängt mit der maximalen Brenntemperatur zusammen. Wenn der Ton einen Brennbereich bis 1300 ° C hat, ist 1250° sicher richtig. Wenn man bis an den Grenzbereich geht, fängt der Ton an zu verglasen und wird weich. Dann hängt der Boden durch. Habe auch einige von der Sorte fabriziert. Sieh das mal so: Das gibt einen besseren Wasserablauf.... :wink:

Ansonsten je nach Tonsorte immer 30° unter der maximalen Temperatur bleiben, dann sollte das nicht mehr passieren.

Erwin
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Erwin Grzesinski hat geschrieben:... Dann hängt der Boden durch. Habe auch einige von der Sorte fabriziert. Sieh das mal so: Das gibt einen besseren Wasserablauf.... :wink:
Aber nur, wenn an der tiefsten Stelle auch ein Wasserabzugsloch sitzt und die Stelle nicht bis auf den Boden durchhängt. :wink:


Hallo Reinert,

Dein Fächerahorn muss aber ein mächtiges Teil sein, wenn er in solch einer tiefen, massigen Schale gut wirken soll! Da muss er ja an die 10 cm Stammdurchmesser haben!
Die Glasur finde ich sehr schön, aber wenn ich mir einen rot austreibenden Fächerahorn dazu vorstelle, könnte sich das ein bisschen beißen!
Bei einem grünen (normaler A. palmatum) würde es aber gut passen.
Ich bin ganz neugierig, zeig den Baum doch mal! :wink:

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Reinert
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Beitrag von Reinert »

Morgen Erwin,
vielen Dank für deine ausführlichen Tipps! :D
Habe Fuchs W2/40 benutzt. Hat einen Brennbereich von 1000-1280 °C bin ja dann ca 30°C unter der max Temperatur.
Habe eine Wandstärke von 7 mm. Ist das vielleicht zu dünn bei dieser Schalengröße?
Hatte auch kleine Problem beim töpfern :lol:
Meine ersten Schalen habe ich mit Hilfe von Rigips und Styropor gefertigt, wie es auf der Homepage vom FranzH steht :D hat auch super geklappt!
Die für meine Verhältnisse große Schale habe ich frei aufgebaut. Ging auch ganz gut bis zu den Füßen. Musste sie ja dann umdrehen und die Wände fingen an sich zu biegen. Habe sie dann noch einen Tag trocknen lassen und dann konnte ich die Schale umdrehen ohne das sie wie ein Kartenhaus zusammenklappt.
Viele Grüße
Reinert
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greenhussy
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Beitrag von greenhussy »

Hallo Reinert!

Mir gefällt die Schale auch wirklich gut! Was für eine Glasur hast du denn benutzt?

Lieben Gruß,
Martina
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Reinert
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Beitrag von Reinert »

Morgen Heike
die Höhe der Schale ist echt ein Problem!
10 cm Stammdurchmesser hat er noch nicht ganz erreicht :lol:
Müssten so um die 5 sein.
Glaube mache noch eine flachere für den Ahorn.
Anbei noch ein Bild von meinem Ahorn

Morgen Martina
freut mich das dir die Schale gefällt. Habe Prisma Flüssigglasur in der Farbe Herbstgold benutzt.

Viele Grüße
Reinert
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Reinert,

das ist ein wirklich schöner Ahorn!
Dem solltest Du wirklich eine flachere Schale töpfern, so um 6 cm hoch!
Die erste Schale würde den Ahorn optisch etwas erschlagen...

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Reinert
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Beitrag von Reinert »

Hallo Heike das glaube ich auch.
Dann werde ich mich mal ans töpfern begeben :D
Dann klappt es vielleicht auch mit dem Boden :wink:
Viele Grüße
Reinert
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