Anfänger + Spitzahorn = viele Fragen

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mydear
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von mydear »

ania hat geschrieben: 10.04.2019, 23:36 Rainer - du meinst aber dünne junge Triebe? Oder auch dicke Äste/Stämme? Bei denen weiß ich nur von Ficus und Weide dass sowas geht, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.
Ja, danke dass du es klarstellst. Mir ging es um kleine Triebstecklinge vom Frühjahrs-Rückschnitt. Die können für Wälder, Bohr- oder Wurzelablaktionen oder geduldige Nachzucht hergenommen werden.

Grüße
Rainer
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Deniz
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von Deniz »

Ich hab auch 2 so schäbige Ginsengs, einen hab ich mal im Ikea gekauft und den anderen Geschenk bekommen. Ich würd da gerne versuchen die Propfstelle mit Luftwurzeln zu überdecken.
Der eine Ginseng ist schon seit ein paar Wochen in in einer Plastiktüte, den anderen da muss ich noch umtopfen und dann pack ich den auch in ne Tüte.
Ob das funktioniert dass sich genug Luftwurzeln bilden, die dann die Propfstelle überdecken weiß ich allerdings nicht.
Aus dem den man da sieht möcht ich ne Halbkaskade machen :b
ficus.jpg
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baeumchen
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von baeumchen »

baeumchen hat geschrieben: 10.04.2019, 08:28 also die erste (sittlich bedenkliche) idee äußere ich jetzt mal nicht ...

wenn dir aus sentimentalen gründen an dem baum was liegt, würd ich die mittlere wurzel raus nehmen,
den beiden seitlichen wurzeln eine drahtmanschette verpassen, kurz unter der wurzel-verzweigung,
dann die pflanze so tief setzen, dass oberhalb der drähte eine neuer wurzelkranz entsteht ..... und dann einen baum draus bauen
Ich hänge in keinster Weise an diesem Prachtstück. Mein Gedanke war nur der, dass man vielleicht etwas schönes daraus machen könnte.
Aber diese Verstümmeln was du mir beschrieben hast erinnert mich eher an einen Plan für Frankenstein's Monster Ficus :lol:

Die Idee Stecklinge daraus zu machen um einen richtigen Ficus zu ziehen ist in der Theorie zwar gut, aber in der Praxis ist mir das zu langwierig.
Ich habe einen Beitrag von Achim gelesen, darin schrieb er man wartet erstmal 8-9 Jahre ehe man etwas damit anfangen kann. Das hat mich etwas abgeschreckt.
[/quote]

Es gibt ein wunderbares buch mit dem titel >> Bonsai - A Patient Art <<
das triffts im kern ... alles andere liefert keine vernünftigen ergebnisse

ich hab übrigens einen ficus-steckling am start, der im dritten jahr schon ganz gut daher kommt
grobes substrat und der richtige dünger, kombiniert mit viel licht und wärme machen es möglich

und von wegen "frankenstein´s monster-ficus .... den hast du jetzt schon :shock:

die idee hinter dem vorschlag war, den größten nachteil, den der baum im moment hat, vorteilhaft zu nutzen
und diese üblen, völlig überproportionalen wurzeln als start für ein nebari zu verwenden
ist übrigens ein ganz gängiges verfahren, um wurzeln an der stelle zu erzeugen, an der sie gewünscht sind.
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart

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mydear
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von mydear »

Der_Bonsaianer hat geschrieben: 10.04.2019, 15:44 Die Idee Stecklinge daraus zu machen um einen richtigen Ficus zu ziehen ist in der Theorie zwar gut, aber in der Praxis ist mir das zu langwierig.
Ich habe einen Beitrag von Achim gelesen, darin schrieb er man wartet erstmal 8-9 Jahre ehe man etwas damit anfangen kann. Das hat mich etwas abgeschreckt.
Also 10 Jahre brauchst du auf jeden Fall. Ich habe seit 1990 mehrere Stecklinge von Ficus retusa und Ficus pumilla gezogen. Sie wären schon wesentlich größer und dicker, wenn ich sie konsequent umgetopft, gedüngt und im Sommer nach draußen gestellt hätte. Sie fristeten an Nordfenstern ein trauriges Dasein. Dafür waren es extrem problemlose und anspruchslose Zimmerpflanzen. Z.B. ein 1,50 m Hochstamm, ein kleiner dicker Knubbel (der mal zurückgetrocknet ist und wieder ausgetrieben hat) und auch ein ganz netter Zimmer-Bonsai.



Grüße
Rainer
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Der_Bonsaianer
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von Der_Bonsaianer »

mydear hat geschrieben: 10.04.2019, 23:31
Der_Bonsaianer hat geschrieben: 10.04.2019, 23:01 Bezüglich abschneiden oder abmoosen: Einfach nur Abschneiden und in Wasser oder Substrat stellen klappt nicht mit Gartenbäume?
Doch, das klappt im Frühjahr zB mit Zierquitte, Ulme, Fächer- und Dreispitzahorn sogar recht gut. Beides ist möglich. Also die frischen Triebe erst mal in Wasser einige Tage stehen lassen und dann in die Erde stecken. Es geht auch direkt in die Erde zu stecken, viel besser im Garten als in Töpfen. Die Triebe sollten weder zu große, noch zu weiche Blätter haben. Ich schneide oft die Triebspitze weg. Klar funktionieren nicht alle, doch es macht richtig Spaß.

Grüße
Rainer
Ok also wenn ich das richtig verstanden habe, habe ich drei Möglichkeiten.
a) Abmoosen bei einem schon etwas älteren, als Bonsai geeigneten Ast
b) einen frischen Trieb (4-8cm?) abschneiden und ins Wasser oder Erde als Steckling
c) Yamadori
Sämlinge lasse ich bewusst aus :lol:

Dann werde ich wohl a) und b) an mehrere Baumarten testen.
Und für Indoor, vermutlich eine Ulme vom Blumenhandel *daumen_new*

Benötigen die Stecklinge und die abgemoosten Exemplare eine Sonderbehandlung?
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mydear
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von mydear »

Der_Bonsaianer hat geschrieben: 11.04.2019, 16:03 Dann werde ich wohl a) und b) an mehrere Baumarten testen.
Und für Indoor, vermutlich eine Ulme vom Blumenhandel *daumen_new*

Benötigen die Stecklinge und die abgemoosten Exemplare eine Sonderbehandlung?
Ich wünsche dir viel Erfolg auf diesen Wegen.

Keine Sonderbehandlung, sondern einfach Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Pflanzenbedürfnisse. Gute Pflege ist das Erfolgsgeheimnis. Nicht zu Tode pflegen, keine permanente Staunässe, öfter mal wachsen lassen um kräftige Pflanzen zu erhalten.
Abmoosen ist deutlich aufwändiger, liefert dafür fortgeschrittenere Rohlinge. Bei Stecklingen ist die wachsen-lassen-und-zurückschneiden-Methode sinnvoll.

Grüße
Rainer
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ania
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von ania »

d) Baumschulware gestalten (dazu gibt es einige sehr gute Dokus hier im Forum)
e) Rohling vom Fachhandel
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Stefan72
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von Stefan72 »

Der_Bonsaianer hat geschrieben: 11.04.2019, 16:03 [...] Und für Indoor, vermutlich eine Ulme vom Blumenhandel *daumen_new* [...]
Sorry, aber Ulmen sind keine Indoors. Das geht auf Dauer nicht gut. Schau mal über die Suchfunktion nach Ulmen-Threads.
Freundliche Grüße, Stefan

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist in das Gelingen verliebt statt ins Scheitern.
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von Der_Bonsaianer »

Stefan72 hat geschrieben: 11.04.2019, 19:59
Der_Bonsaianer hat geschrieben: 11.04.2019, 16:03 [...] Und für Indoor, vermutlich eine Ulme vom Blumenhandel *daumen_new* [...]
Sorry, aber Ulmen sind keine Indoors. Das geht auf Dauer nicht gut. Schau mal über die Suchfunktion nach Ulmen-Threads.
Wie wäre es stattdessen mit einem Geld oder Jadebaum? Gefallen mir auch gut und sind laut Internet Pflegeleicht.
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Stefan72
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von Stefan72 »

... für die Pflege im Haus sicher die beste Wahl. Aber auch die beiden freuen sich über echtes Sonnenlicht, wenn es nicht kalt ist.
Freundliche Grüße, Stefan

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Der_Bonsaianer
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von Der_Bonsaianer »

Stefan72 hat geschrieben: 12.04.2019, 16:45 ... für die Pflege im Haus sicher die beste Wahl. Aber auch die beiden freuen sich über echtes Sonnenlicht, wenn es nicht kalt ist.
Beim Dehner gibt es unter anderem auch noch einen Fukientee, Liguster, Ulme und paar Outdoorbonsais.

Gestern war ein wilder, rotblättriger Haselnussbaum/strauch fällig, musste weg. Habe mir aber 3 kleine Äste abgeschnitten und in Erde gesteckt :lol: Vielleicht bilden sich Wurzeln.
Einen kleinen, ich glaube Ahorn habe ich samt Wurzel auch ausgegraben und in einen Topf, vorerst nur mit Gartenerde gesteckt. Nicht optimal aber kommendes Wochenende kaufe ich mir TPK, gebr. Blähton und Kokohum. Ein gängiges Mischverhältniss ist scheinbar 10:3-4 bzw. 20% Kokoanteil, habe ich jedenfalls schon öfters gelesen.
Falls sich jemand fragt: Wieso steckt der Wahnsinnige wahllos irgendwelche Äste in die Erde :lol: -> experimentieren gefällt mir und sammle dadurch Erfahrungen aus erster Hand *daumen_new*


Wäre noch eine dritte Zutat empfehlenswert um die, doch etwas geringe Wasserspeicherung vom Blähton auszugleichen aber gleichzeitig keine Staunässe zu verursachen oder sollte ich einfach etwas mehr Kokoshum hinzufügen?
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baeumchen
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Re: blutiger Anfänger - Vorstellung/erste Versuche/Fragen

Beitrag von baeumchen »

@ "Der_Bonsaianer"

du schreibst in deinem letzten eintrag, dass du gerne experimentierst und erfahrungen sammelst,
deshalb stecklinge machst von allem was dir vor die schere kommt
weiter vorne schreibst du, dass dir verschiedens zu langwierig ist .....

sinnvoll wäre da folgender weg um den lernprozess zu beschleunigen:

such dir in deiner näheren umgebung einen arbeitskreis, wegen erfahrungsaustausch,
oder jemanden der seminare anbietet, da wirst du dann am objekt geholfen ...

und fachliteratur (auch der pflegekalender und sonstiges hier im forum) ... lesen, lesen, lesen
und ausstellungen ... schauen, ganz genau hin schauen und reden mit den leuten
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart

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Stefan72
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Re: Der Bonsai unter allen Bonsais - Ficus Ginseng

Beitrag von Stefan72 »

Der_Bonsaianer hat geschrieben: 14.04.2019, 13:06 [...] Falls sich jemand fragt: Wieso steckt der Wahnsinnige wahllos irgendwelche Äste in die Erde :lol: -> experimentieren gefällt mir und sammle dadurch Erfahrungen aus erster Hand *daumen_new* [...]
... rechne mit 96% Ausfallrate. Es wird nur in den aller seltensten Fällen gelingen, etwas in den Boden zu stecken und dann kommen Wurzeln - bei Weiden allenfalls. Der Weg, den Frank angedeutet hat, ist krisensicherer und verdirbt Dir den Spass an Bonsai nicht sofort...
Freundliche Grüße, Stefan

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baeumchen
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Re: blutiger Anfänger - Vorstellung/erste Versuche/Fragen

Beitrag von baeumchen »

@ "Der_Bonsaianer"

NACHTRAG: anstatt von dem haselstrauch aus dem garten nur stecklinge zu schneiden,
wäre eine andere möglichkeit gewesen, den alten strauch als gartenyamadori zu bergen
und langsam in einen bonsai um zu formen ...
aber auch da bist du, je nach größe des fundstückes 5 bis 8 jahre beschäftigt
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart

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Re: blutiger Anfänger - Vorstellung/erste Versuche/Fragen

Beitrag von Der_Bonsaianer »

Ich meinte, nur einen Steckling als Anfangsprojekt wäre mir zu langwierig/langweilig. Aber nebenbei gerne.
Als Gartenyamadori dachte ich auch, allerdings kam er mir alles andere als "dafür geeignet" vor, sofern es überhaupt "nicht geeignete" geben sollte.

Danke auch für die anderen Tipps *daumen_new* lesen ist sicherlich ein guter Anfang.
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