Heute habe ich mich mal wieder mit der Carmona beschäftigt. Dieser Baum ist immer wieder eine Herausforderung.
Aber ich habe dieses Jahr neue Erkenntnisse gesammelt. Nachdem Jerry Meislik mir empfohlen hatte, den Baum durchwachsen zu lassen, habe ich also die Triebe schön wuchern lassen und nur im Spitzenbereich geschnitten. Zu meiner Freude haben sich die langen Triebe in Stammnähe fröhlich verzweigt, was bei anderen Baumarten so meist gar nicht klappt, da sie sich lieber so weit außen wie möglich erst verzweigen, oft erst nach einem Schnitt. Das ist hier anders.
Die langen Triebe habe ich nun immer abwärts und ein wenig in Form gedrahtet und zu meiner Freude - auch das ist bei anderen Baumarten oft nicht der Fall - sind sie an den Enden trotzdem immer fleißig weitergewachsen. Hier gibt es also tatsächlich mal Pluspunkte bei der Carmona.
Das Drahten selber ist allerdings sehr unangenehm, weil dabei viele Blätter abfallen, die eigentlich nur relativ gering berührt wurden. Die Blattbüschel sind dicht und dazwischen hindurch ordentlich zu drahten ist sehr schwierig, ohne ständig Blätter rieseln zu lassen.
An der Stammrückseite löst sich zum Teil die tote Rinde, einiges davon sitzt aber noch fest. Ich lasse dem einfach Zeit, bis sich die Rinde leichter von selbst ablöst, denn dann sieht das darunter zum Vorschein kommende Holz schöner aus.
Ein Fungizid habe ich bisher nun doch nicht verwendet, weil der Baum von Gesundheit und Wachstum dieses Jahr gut dastand und ich es nach einer Weile auch erst einmal vergessen hatte. Sollten noch Probleme auftreten, so werde ich das noch in Erwägung ziehen.
Liebe Grüße,
Heike