In meinem Garten lebt/überlebt ein Gras, das widersetzt sich bisher erfolgreich gegen jeden Kultivierungsversuch meinerseits. Und wie um mir auch noch zu zeigen wie unfähig ich bin und das es scheinbar doch geht, hält es mir auch noch die Nase hin.
Fragt mich nicht wie das Gras heißt. Ich bin weder Gärtner noch Botaniker aber ich tippe mal keine Segge (Carex) sondern eher eine der 300-400 Schwingel-Arten. Vielleicht Rotschwingel (Festuca rubra)?
Doch erst mal der Reihe nach. Im Frühsommer 2000 ging ich durch einen Wald ganz in der Nähe und sah auf einer Lichtung dieses hübsche Gras in Büscheln blühen. Also kam ich bei nächster Gelegenheit mit einer Schaufel wieder und stach einen starken Büschel aus. Zuhause wurde er dann aufs sorgfältigste getopft. Soweit so gut. Doch bis zum Frühsommer des folgenden Jahres hatte das Gras stark abgebaut.
Also ich wieder in den Wald und noch mal was ausgestochen und zuhause zum verbliebenen Rest gepflanzt. Doch leider mit dem selben Kulturergebnis.
Ihr ahnt es schon, im August 2002 erneuter Gang in den Wald zur Nachschubbeschaffung. Nur diesmal kam ich, warum auch immer, nicht zum Pflanzen. Der ausgestochene Grasbüschel blieb also wie er war, in Zeitung eingeschlagen und mit Tape zusammengehalten, unbeachtet auf dem Brett liegen. Tja und so liegt er noch heute, die Zeitung hat sich längst verabschiedet, und erfreut sich bester Gesundheit.
