Neuaustrieb wird schwarz - woher kanns kommen?

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peer
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Neuaustrieb wird schwarz - woher kanns kommen?

Beitrag von peer »

Hallo folk,

bei meinen Ahornarten ist es am stärksten zu beobachten - allen voran Berg- u. Spitzahorn: Angesetzte Knopsen sind dem Anschein nach ausgetrocknet und abgestorben und der junge Austrieb bzw. Triebspitzen werden schwarz / braun und geht ein.

Ich bilde mir ein, dass alles anfing, nachdem ich vor etwa 2 Wochen nach den ersten Anzeichen von Mehltau mit der Chemiekeule rangegangen bin. (Die verwendeten Mittel sind auf den Fotos zu sehen). Könnte es sein, dass die Mittel den Neuaustrieb gekillt haben?

Ein verspäteter Frost oder so, gab es bei uns meines Wissens nach nicht.

Allerdings habe ich dieses Jahr die meisten Pflanzen in eine neue Akadamamischung umgetopft und einen starken Wurzelschnitt vorgenommen - vielleicht hat die übliche, relativ hohe Düngung mit abwechselnd Flüßigdünger, organischem Dünger und Blaukorn den Bäumen zugesetzt.

Was denkt ihr woher es kommt und wie ich damit umgehen soll?

So sieht das aus - ihr seht - auch andere Pflanzen, wie Eiche, die durchaus das Mehltaumittel abbekommen haben kränkeln:

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Der Mehltau ist nicht weg, aber mir scheint er verbreitet sich zumindest nicht weiter aus - ich werde mal den Mehltauschreck an die Sache gehen, aber für den Moment: Blattschnitt oder einfach in Ruhe lassen?

Und hier noch ein anderer Patient, für den ich keinen neuen Thread eröffnen wollte: Kann mir jemand sagen was diese Buche hat, und was ich dagegen machen kann? Die meisten Triebspitzen sind befallen.

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Vielen Dank für eure Hilfe.

Liebe Grüße
Beste Grüße, Peer
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Peter L
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Re: Neuaustrieb wird schwarz - woher kanns kommen?

Beitrag von Peter L »

Moin moin,

Deine Buchen haben Wollläuse. Mit Neudosan, Brennesselbrühe, Marienkäfer o.ä. kannst Du sie erstmal loswerden.

Gegen den Mehltau hat sich der, bei Forummitgliedern schon bekannte, Mehltauschreck bestens bewährt. Die Chemikeule hat bei manchen Arten einen zu harten Einfluss.

LG Peter
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Heike_vG
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Re: Neuaustrieb wird schwarz - woher kanns kommen?

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Peer,

Deinen Bäumen hast Du eine Menge zugemutet. Diese Spritzmittel sind zwar im allgemeinen sehr verträglich, aber wenn sie auf sehr weichen frischen Austrieb gespritzt werden und vielleicht sogar noch ungenau (sprich etwas zu stark) dosiert sind, kann das schon zu solchen Schäden führen.
Außerdem staune ich, was für Dünger Du verwendest! Ich habe schon oft gehört, dass wenn jemand Blaukorn für Bonsai verwendet hat, starke Schäden aufgetreten sind. Das Zeug ist so aggressiv und stark, das würde ich niemals an meine Bonsai lassen.
Warum düngst Du so dermaßen stark und konzentriert? Das Risiko von Überdüngungsschäden ist dabei sehr groß, vor allem wenn die Bonsai bei großer Wärme trocken werden.
Eine starke stickstoffreiche Düngung macht außerdem anfälliger für Schädlinge.
Bei mir hat sich eine Kombination von Biogold und zusätzlich wöchentlich normal dosierter Flüssigdünger (außer an sehr heißen Tagen, dann wird verschoben) bewährt, das gibt super Wachstum und Gesundheit.

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
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peer
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Re: Neuaustrieb wird schwarz - woher kanns kommen?

Beitrag von peer »

Hallo Heike - danke für die Diagnose. Daran wird es wohl gelegen haben. Das nächste mal den Mehltauschreck :)

Bei Blaukorn scheinden sich ja die Geister - Aber ich dünge das 1 - 2 mal zwischen März und Mai, je nach Pflanze und in homöopathischen Dosen und feuchten Perioden - hatte noch nie Probleme damit. Anonsten verwende ich genau wie du mal BioGold - mal einen anderen Organischenfestdünger und einmal die Woche Flüssigdünger.

Peter - danke für die Wollausdiagnose.
Beste Grüße, Peer
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achim73
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Re: Neuaustrieb wird schwarz - woher kanns kommen?

Beitrag von achim73 »

hallo peer,
die symptome, die deine bäume zeigen (mehltau so früh im jahr bei trockenem, warmen wetter) und die wolläuse sind erstmal ein deutliches zeichen dafür, dass deine pflanzen schwach sind und sich nicht wohlfühlen. und da würde ich ansetzen, denn nach meiner erfahrung kann man eine zeitlang an den symptomen herumdoktern, meist wird es dadurch aber eher schlimmer, weil es die bäume zusätzlich belastet. bei dir tippe ich auf eine störung im bereich substrat-giessverhalten-düngung.
ich kann dir nur nochmal den artikel substrat-giessen-düngen von walter ans herz legen. seitdem ich konsequent die wurzelballen meiner bäume von altem substrat befreie und in sehr durchlässiges, mehr oder weniger mineralisches substrat (im wesentlichen blähton und etwas akadama) setze, habe ich auch mit viel wasser und dünger sehr viel weniger probleme, und den bäumen geht es augenscheinlich gut. dieses jahr habe ich so gut wie keine blattlausprobleme, der einzige baum, der rumzickt, ist eine hainbuche mit unsaniertem kernballen.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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