Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
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fliegenwippi
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Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von fliegenwippi »

Liebe Forumsgemeinde

Wer kennt das nicht, da hat man nun ein für sich passendes Ausgangsmaterial gefunden und möchte ein ansprechendes Nebari erreichen. Zur Verbesserung gibt es hier im Forum schon diverse Beiträge und Anleitungen, die von Bohrablaktion, Anplattungen bis hin zur einzelen Wurzelabmoosung reichen.

Nachdem ich nun schon länger recherchiere gerade hinsichtlich der Entwicklung eines radialen Wurzeltellers möchte ich hier meinen Versuch vorstellen um geeignetes Stecklingsmaterial für das Propfen von Jungpflanzen am Nebari zu erreichen. Heike hat eine tolle Entwicklungsgeschichte gepostet, die unter anderem das Anpropfen von Jungpflanzen an einen Fächerahorn hier sehr detailliert erfolgreich dargestellt.

http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.ph ... 1&start=75

Das Hauptproblem dabei ist meist dass die Wurzeln der Jungpflanzen vor der Propfung aufgrund des natürlichen Wachstums als auch danach senkrecht in den Boden nach unten Wachsen, anstatt waagrecht bzw. halbschräg, wie es bei einem radialen Wurzellteller gewünscht ist. Hierfür habe ich eine eigens konzipierte Box gebaut um gewünschtes Ausgangsmaterial zu bekommen.
Hierfur verwende ich Stecklinge eines Dreispitz, welche ich im Vorjahr gewonnen habe und heuer das erste Mal umgepflanzt werden.
Für den Bau der Kiste benötigt man Siebdruckplatten, Schrauben, ein Netz für die Abzugslöcher und Trennwände für die einzelnen Stecklinge.
Das Ziel sind schräg wachsende Jungpflanzen, welche einen einseitigen Wurzelansatz haben, welcher sich waagrecht bzw. flach ausbildet, um ein natürliches Aussehen nach der Propfung zu erzielen.

Unten angefüngt einige Bilder als Erklärung bzw. Anleitung für meinen Versuch, ob es klappt werden wir vielleicht nächstes Jahr sehen, ich hoffe es und werde euch weiter berichten.

1. gewünschtes Endprodukt :)
2. Material
3. Bau eines Rahmen als Basis
4. Fixierung des Boden mittels Schrauben
5. Einfügen des Netzes für die Abzugslöcher
6.Befestigung der Trennwände und Böhren der Löcher für die Fixierung der Stecklinge
7./8.Demo für die Montage der Stecklinge (Korkkeile korrigieren die gwünschte Wuchsrichtung)
Dateianhänge
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Georg
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von Georg »

Das ist eine schöne Darstellung.
Du kannst das Ergebnis auch mit weniger Müher erreichen; nimm enfach eine Styroporkiste, mach im Boden genügend Löcher rein und an der Seite je Jungpflanze ein Loch und ziehe vorsichtig die Jungpflanze durch das Loch bis zum Wurzelansatz, sodaß die Jungpflanze waagrecht fixiert ist. Mit der Zeit wächst die Pflanze nach oben und Du hast deine Pflanze für die Nebaripfropfung.
Gruß
Georg
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Graph
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von Graph »

Ich lass mal das Kommentar hier um Updates zu erhalten, sehr interresant *daumen_new*
Mit freundlichem Gruss
Raphael
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fliegenwippi
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von fliegenwippi »

@ Georg

Vielen Dank für deinen Kommentar, da hast du natürlich recht, diese Variante ist sicherlich einfacher, hat du eventuell Fotos vom Ergebnis?

Lg
Markus
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Wil
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von Wil »

Hallo,

ich finde dein Experiment sehr interessant aber auch sehr aufwendig, für ein paar Wurzeln. Ich will dir deinen Versuch nicht mies machen, aber du kannst auch mit viel weniger Aufwand, viel mehr Wurzeln bekommen: 9cm Töpfe. Die sind einfach nur geil, du steckst einen Steckling rein, wartest ein Jahr und hast Wurzeln ohne Ende.


LG Wil
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Georg
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von Georg »

fliegenwippi hat geschrieben:@ Georg

Vielen Dank für deinen Kommentar, da hast du natürlich recht, diese Variante ist sicherlich einfacher, hat du eventuell Fotos vom Ergebnis?

Lg
Markus
Hallo Markus,
das habe ich nicht. Aber es war ein Artikel aus, wenn ich mich richtig erinnere,einer älteren BonsaiArt. Ich fand damals die Idee simpel und einleuchtend. Und sie funktionierte auch.
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fliegenwippi
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von fliegenwippi »

hier noch einige bilder vom umtopfen

lg
Dateianhänge
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zopf
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von zopf »

Hallo
Finde ich richtig gut, auch den Aufwand den Du betreibst.
Lieber am Anfang Alles so gut wie möglich machen
und mit den Jahren, der Erfahrung den Aufwand verkleinern.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Norbert_S
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von Norbert_S »

Wenn du mit einjährigen Sämlingen arbeitest, dann musst du nur die Ränder der Kiste einschneiden und die Sämlinge nach außen vorstehend in waage einpflanzen.
Da die Jünglinge wieder senkrecht nach oben wachsen, entsteht so ganz natürlich der von dir erwünschte ablaktionsfreundliche Bogen.

Aber auch mit deiner Methode wirst du Erfolg haben und in den Folgejahren die jungen Bäume gut benutzen können.
Norbert

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fliegenwippi
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von fliegenwippi »

Ja ich hoffe dass das gut klappt, immer wieder interessant zu sehen welche Methoden es gibt und wie einfach man manchmal zum Ziel kommt!! Ich mach es mir bissi komplizierter! Danke für euren Zuspruch

Werde vom Ergebnis berichten

LG
Markus
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Günter Maier
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Re: Projekt/Experiement: Jungpflanzenzucht f. Nebaripropfung

Beitrag von Günter Maier »

Hallo Markus,

genau das was Norbert schreibt ,hab ich schon irgentwo im Netz gesehen,
da wurden die Jungplanzen direkt von aussen, waagerecht durch ein Loch in die Kiste geplanzt.
Da ging es um eine Styroporfischkiste, dabei konnte man die Setzlinge später einfach herausschneiden,
ohne die Pflanze zu beschädigen. Also eigentlich gar kein so großer Aufwand.
Und durch das Hochwachsen entstand automatisch ein 90° Bogen der wunderbar am Stamm anzuplatten war.
liebe Grüße
Günter
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