Schwarze Stämme an Ahorn

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Sabsi
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Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Sabsi »

Hallo!

Ich habe seit etwas über einer Woche einen neuen Jungen Ahorn "Little Princess" bei mir stehen. Habe ihn online gekauft und geschickt bekommen. Erster "Fehler", es sollte ein Dreifachstamm sein, ist es aber nicht :roll: es ist wohl ein Doppelstamm und ein Baum daneben, aber damit kann ich leben...

Das Problem ist, alle 3 Stämme sind schwarz :shock: Zuerst dachte ich mir da hat jemand etwas rauf gepinselt. Aber dann las is von diesem Welkepilz!
Was sagt ihr dazu? Wenn man es abkratzt ist er darunter grün, man sieht es glaube ich auf einem Foto!?

Wäre dankbar für eure Hilfe, und wichtig wäre mir noch ob ich ihn wegstellen sollte von anderen Bäumen?

Lg Sabsi
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espanna
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von espanna »

Hallo Sabsi,

ich vermute dass dein Ahorn hin ist, sorry.
viewtopic.php?f=9&t=41878
Versuche es mit einen Grünen Fächerahorn ;)
Gruß
László

"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
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Ferry
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Ferry »

Das sieht nicht gut aus, aber ich würde den Baum behandeln und mindestens bis nächstes Jahr weiterpflegen.

Wenn es der Welkepilz ist, dann müssten bald Blätter verwelken. Ein Frostschaden sieht manchmal ähnlich aus.

Fosetyl-Aluminium ("Aliette") ist eingeschränkt gegen Verticillium-Welkepilz wirksam. Das gibt es in kleinen Packungen im Gartenmarkt zu kaufen.
LG,
F.
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Stefan72
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Stefan72 »

Sabsi hat geschrieben: 25.05.2017, 18:03 Wäre dankbar für eure Hilfe, und wichtig wäre mir noch ob ich ihn wegstellen sollte von anderen Bäumen?
Ich würd´s zur Sicherheit machen. Wenn es der Welkepilz ist, wo nach es aussieht, dann ist der Baum jetzt quasi hochinfektiös :(. Also immer auch Hände waschen, wenn Du mit ihm zu gange warst und andere Bäume auch noch angefasst werden sollen.
Freundliche Grüße, Stefan

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist in das Gelingen verliebt statt ins Scheitern.
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maiku
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von maiku »

Welkepilz. Ich hatte die gleiche Sorte, begann genauso. Ist jetzt im Bonsaihimmel.
Alle Werkzeuge und Schalen desinfizieren, Baum komplett entsorgen.
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Sabsi
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Sabsi »

Danke für eure Hilfe! Ist leider nicht erfreulich zu hören :(
Ich habe an dem Baum noch gar nichts gemacht, habe ihn so gekauft :lol: :evil:
Hoffentlich steckt er mir nichts an...
Schade drum, mein erster Ahhorn...
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Andreas Ludwig
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Andreas Ludwig »

Der Welkepilz wird nicht über Luft, Insekten oder Berührung (Ausnahme: Schnittgeräte, diese abflammen) übertragen, sondern ist im Boden.
Das bedeutet, du müsstest deine kompletten Substrat-Reserven austauschen, falls du nach dem Erwerb umgetopft hast. Falls nicht, dann lass es. Er befällt zuvorderst Ahorn, alles andere kommt weit dahinter. Das wiederum bedeutet, dass du jetzt nicht panisch alles umtopfen musst. Es wird genügen, den Ahorn inklusive Ballen und anhaftendem Substrat in die Tonne zu geben, die einem Ofen zugeführt wird. Pilze überleben das nicht.
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Heike_vG »

Also für mich sieht das so aus, als würde der Ahorn noch im Plastikcontainer und in der Humuserde aus dem Gartencenter stehen.
Solche Pflanzen, wenn man sie denn für Bonsai kaufen möchte, gibt es im Prinzip in jeder Baumschule / Gartencenter, wo man sie sich vor dem Kauf richtig anschauen und sich vergewissern kann, dass keine Krankheiten und Schädlinge zu sehen sind. Ich sehe überhaupt keinen Grund, solche Massenware online zu kaufen. Vielleicht ist das jetzt einfach als Lehrgeld zu betrachten...

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Stefan72
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Stefan72 »

Andreas Ludwig hat geschrieben: 27.05.2017, 16:56 Der Welkepilz wird nicht über Luft, Insekten oder Berührung (Ausnahme: Schnittgeräte, diese abflammen) übertragen, sondern ist im Boden.
@ Andreas: Das mit dem Abflämmen war mir bisher klar. Aber so wie Du schreibst, scheint eine Übertragung von Baum zu Baum nicht möglich zu sein? Wenn man manchmal liest, dass man kranke Bäume im geschlossenen Plastiksack im Hausmüll entsorgen soll oder komplett mit Substrat verbrennen, dann hat das den Anschein, dass da Sporen fliegen könnten? Der Kranke kann also neben dem Gesunden stehen, das Berühren des infizierten Substrats oder der Kontakt mit kranken Pflanzenteilen führt nicht dazu, dass ich den Pilz auf andere Substratoberflächen "impfe"? Ich frag' deshalb so nach, weil der Heilung kranker Bäume landläufig wenig bis keine Chancen einräumt werden und im Umgang mit kranken Bäumen zur größten Sorgfalt angehalten wird. Wenn die größte Gefahr gebannt ist, wenn man die kranken Bäume entsorgt und das Werkzeug desinfiziert, dann wäre das ja schon mal eine Erleichterung.
Freundliche Grüße, Stefan

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Andreas Ludwig
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Andreas Ludwig »

Stefan72 hat geschrieben: 28.05.2017, 17:39Aber so wie Du schreibst, scheint eine Übertragung von Baum zu Baum nicht möglich zu sein?
Doch – eben über das Substrat. Also indirekt schon.
Stefan72 hat geschrieben: 28.05.2017, 17:39Wenn man manchmal liest, dass man kranke Bäume im geschlossenen Plastiksack im Hausmüll entsorgen soll oder komplett mit Substrat verbrennen, dann hat das den Anschein, dass da Sporen fliegen könnten?
Nö. Man möchte nur erreichen, dass der komplette Krankheitsherd vernichtet wird – inklusive Substrat. Siehe unten.
Stefan72 hat geschrieben: 28.05.2017, 17:39Der Kranke kann also neben dem Gesunden stehen, das Berühren des infizierten Substrats oder der Kontakt mit kranken Pflanzenteilen führt nicht dazu, dass ich den Pilz auf andere Substratoberflächen "impfe"?
Doch. Pilze sind komplizierte Wesen. Sie bilden einerseits Myzele aus, oft im Boden, andererseits Fruchtkörper (das, was wir gerne pflücken). Von einem «Pilz» zu reden, ist etwa so richtig, wie wenn wir eine Weintraube mit dem Stock gleichsetzen.
Stefan72 hat geschrieben: 28.05.2017, 17:39Ich frag' deshalb so nach, weil der Heilung kranker Bäume landläufig wenig bis keine Chancen einräumt werden und im Umgang mit kranken Bäumen zur größten Sorgfalt angehalten wird. Wenn die größte Gefahr gebannt ist, wenn man die kranken Bäume entsorgt und das Werkzeug desinfiziert, dann wäre das ja schon mal eine Erleichterung.
Ehm – eben: Das Substrat. Da ist nämlich das Myzel drin. Zu Pilzen muss man wissen, dass sie aus einigen wenigen Zellgruppen eine komplette Lebensform rekonstruieren können (dost hätte wir keine Champignons...). Das bedeutet, ein Fitzelchen Myzel reicht, um dir auch in ein, zwei oder fünf Jahren neuen Ärger zu machen. Das Myzel überlebt im Boden, darum die Sache mit dem Substrat.

Also: Isolieren – nachhaltig zerstören (Feuer ist da nicht übel) – nächster Versuch.
Welkepilze sind sehr, sehr hartnäckig. Ich würde sie jetzt mal mit «Krankenhauskeimen» vergleichen.
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Stefan72
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Stefan72 »

Andreas, Danke für die Erläuterung. So kannte ich das bisher auch. Wahrscheinlich hab' ich Dich nur falsch verstanden, was die Übertragung angeht.
Freundliche Grüße, Stefan

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Sabsi
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Sabsi »

Oje, jetzt klingt es noch erschreckender... vor allem der Vergleich zu Krankenhaus Keimen :shock:

Aber zum anderen, Heike, ich habe den Baum aus einem Bonsai Online Handel, mit einem anderen Baum zusammen geschickt bekommen, die hatten auch Bäume die viel reifer usw waren... mir gefiel er als zukünftiger "Dreifachstamm" :oops: aber mir ist schon klar man sollte vorher wohl GENAU überlegen wo man bestellt!

Naja, danke für eure Hilfe! Ich habe ihn gestern weggebracht "in die Natur" zu unseren Pferden unter einen alten Nussbaum... Ich werde ihn weiter versuchen am Leben zu erhalten das Ergebnis davon werde ich berichten.

Ich bringe es nicht übers Herz ihn gleich wegzuwerfen, er ist zwar nichts wert usw aber jegliche Pflanze liegt mir iwie am Herzen! Und dort kann sonst nichts passieren außer das es mit ihm zu Ende geht...

Bin gespannt, aber mache mir nicht viele Hoffnungen leider.
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baeumchen
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von baeumchen »

nun muss ich mich doch einklinken ....

nimmst du den pferdemist evtl zur kompostierug und vom kompost für die bonsai,
oder für den garten rund um die bonsai?
damit würdest du den ganzen garten systematisch mit dem oben beschriebenen mycel impfen .......

so sehr ich dich verstehe, wenn du die pflanze erhalten möchtest - mir geht es auch immer so -
so sehr muss ich dir ans herz legen einen radikalen schnitt zu machen, wenns um pilzerkrankungen geht

ich bedaure sehr, dir da keinen mut machen zu können,
aber deinen anderen bäumen zuliebe - bereite dem ahorn ne feuerbestattung
und behalt ihn in lieber erinnerung!

gruß
+
schulter-tätschel

Frank
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart

Nichi nichi kore kōjitsu
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Kathrin
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Kathrin »

sehe ich auch so: Weg mit dem kranken Baum!
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Stefan72
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Re: Schwarze Stämme an Ahorn

Beitrag von Stefan72 »

"Was die Arzneien nicht heilen, heilt das Messer. Was das Messer nicht heilt, heilt das Feuer." Hippokrates

Soll heißen: Es gibt nichts mehr, was Du noch tun könntest. Der Baum ist nicht mehr zu retten, Prognose infaust. Um den Pilz unschädlich zu machen, wäre verbrennen das beste. Mindestens aber in einem Plastiksack in den Restmüll. Auf keinen Fall auf den Kompost oder schreddern und unter die Rosen - das würde den Pilz nur weiter verteilen. So romantisch das Bild des sterbenden Ahorns im Schatten des alten Nussbaums bei den Pferden auch sein mag, jetzt ist beherztes Handeln angesagt. Leider :( .
Freundliche Grüße, Stefan

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