Juniperus chinensis var. blauws

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greenhorn187
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von greenhorn187 »

Bodo.P. hat geschrieben:
Das ist ja schon nicht schlecht.
Finde ich maßlos untertrieben!
Das ist in meinen augen ein erstklassiger baum der vlt noch eine verfeinerung der polster braucht.
das nebari,die steinplatte und der baum sind eine perfekte illusion!
man sieht 25 sehr lohnenswerte jahre!
...noch acht minuten bis zur endlosen finsternis...
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avicenna
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von avicenna »

greenhorn187 hat geschrieben:Das ist in meinen augen ein erstklassiger baum der vlt noch eine verfeinerung der polster braucht.
das nebari,die steinplatte und der baum sind eine perfekte illusion!
Vielen Dank für eure Einschätzung :-D
Im Herbst war Chris P. bei mir und hat mir den Rat gegeben, einmal kräftig durch zu lichten um der Rückknospung eine Chance zu geben. Die Polster waren so dicht, dass der Baum zwar wollte aber nicht konnte. Jetzt hab ich mir endlich eben ein Herz gefasst und bin immernoch dabei, mit der Pinzette längere Schuppenstengel aus zu zupfen. Einen anderen Pflanzwinkel hab ich ihm auch gegeben, er fiel von der Seite betrachtet ein wenig nach hinten) und durchlässiges Substrat unterfüttert. Zur Zeit ruht er noch ein wenig auf einem kleinen "Hügel" den ich im nächsten Jahr anpassen will.
Bodo.P. hat geschrieben:Gönn dir mal einen WS mit dem Baum.
Was meinst du denn sollte dabei herauskommen ? Welche Idee fällt dir denn ein ? Mehr Totholz ? Scharibereiche ? Eine ausgelichtetere Sihuette ? Was wäre deine Idee ?
Für mich hat er eine satte Lage, ruht so vor sich hin ohne eine all zu sehr bewegte Geschichte im Hintergrund. Er wirkt wie ein Baum, der an seinem Standort keine bedeutsamen " Katastrophen " hat durchmachen müssen. Die Stammbewegung verläuft konisch ohne irgendwelche Brüche und Wind und Wetter scheinen an ihm keine wesentlichen Einflüsse gehabt zu haben. Ein Baum eben, der so vor sich hin wächst und schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat.
Wenn jetzt, so hoffe ich, durch das Auslichten seine einzelnen Polster sich verdichten, durch Düngung er ein sattes Wachstum zeigt, reicht das doch, oder ?

Saludos
avicenna
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zopf
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von zopf »

Hallo Dietmar
Von den Bäumen die Du bisher gezeigt hast ist dieser wohl der Beste.
Allerdings möchte ich Bodo beipflichten.
Der Baum hat nach den Bildern wohl alle Qualitäten
die aus Ihm einen Solitär machen können
aber wir sind wohl unterschiedlicher Meinung
wie weit er auf diesem Weg schon ist.
mfG Dieter

ps Wenn man über seinen Schatten springt
ergeben sich manchmal ganz neue Blickrichtungen.
grüsse an die bewohner von melmac
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BamBam
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von BamBam »

Hallo Dietmar,

Auch ich habe diesen baum ja schon in natura gesehen, und kann mir vorstellen, das da jede menge arbeit reingeflossen ist, aber das resultat daraus ist doch suprer geweorden! Und wenn mann dann mal fertig ist, mit der ganzen arbeit, und sieht was mann geschaffen hat, kann mann sich daran erfreuen !
Toller Baum, gefällt mir!

Mfg: Christian
Gruß Christian

Quäle nie ein Tier aus Scherz, den es fühlt wie Du den Schmerz!
Wer aufhört dazu zu lernen, hat aufgehört gut zu sein.
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Bodo.P.
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von Bodo.P. »

Hallo zusammen

Greenhorn: Mit Superlativen gehe ich halt sparsam um,nicht schlecht ist ungefähr Bundesliga, es gibt aber noch Europaliga und Weltliga.
Aviecenna : Deine Arbeit habe ich nicht runtergemacht im Gegenteil,der Baum ist es aber Wert das man das beste herausholt.
Nach solchem Material muß man lange suchen.
Wenn du mit dem Baum aber zufrieden bist ist alles ok.
Christians Bonsai-Schule ist ja bei uns, deshalb bin ich bei der Gesundheit von Wacholdern auf einem aktuellen Stand.

mfg
Bodo.P.
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avicenna
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von avicenna »

Bodo.P. hat geschrieben:der Baum ist es aber Wert das man das beste herausholt
Hallo Bodo,
ich denke hier will keiner Bäume niedermachen und so hab ich auch bei Weitem nicht daran gedacht, dass du den Baum usw. ... aber, ich wiederhole meine Frage an dich. Was würdest du unter ... "noch mehr Herausholen verstehen" ? oder die Frage an Chris P. wenn er den Beitrag lesen sollte, was könnte man noch besser machen ?
Ich weiß, dass Chris P. der " Oberförster" für Wacholder ist, keine Frage. Was wäre für einen solchen, vielleicht "untypischen Wacholder" drinnen ?
Es sei vielleicht aus meiner Sicht dazu gesagt, dass ich ihn nicht in eine "traditionell japanische" Form bringen möchte. Er soll natürlich gewachsen ausschauen und auch ein wenig "strubbelig" wirken und bloß nicht geleckte Etagen aufweisen ... Bei einem Beitrag von Mauro Stemberger in seinem Blog fiel mir eine Kiefer eher negativ auf, die er als Beispiel für Gesatltungsarbeit gezeigt hat. M.E. wirkt diese Kiefer plastifiziert, idealisiert ... in meinen Augen sehr wenig realistisch ... Also dort möchte ich niemals landen :-D .

saludos
avicenna
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Bodo.P.
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Aviecenna

Du bist mit deinem Baum so wie er ist zufrieden, darauf kommt es ja an.
Ich persönlich stehe mehr auf die "geschleckten" unde deshalb meinte ich das man mehr draus machen kann.
Genauer könnte ich erst etwas zu dem Baum sagen wenn ich den vor mir sehe.

mfg
Bodo.P.
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avicenna
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von avicenna »

Bodo.P. hat geschrieben:Ich persönlich stehe mehr auf die "geschleckten" Rinde
Ok, Bodo ... :-D , auf sowas stehe ich persönlich überhaupt nicht :). Ich habe noch nie solch geschleckte Borken oder Rinden bei Wacholdern in der Natur gesehen ... aber da sollen die Geschmäcker auch verschieden bleiben :)

Das Einzige, ich habs ja erwähnt, ist der allmähliche Abbau des "Hügels" auf dem der Baum zu ruhen scheint. Den will ich aber erst im nächsten Jahr angehen und das Substrat mehr und mehr austauschen.
Ich hoffe Chris P. schaut einmal hier in den threat :-D ...

saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von avicenna »

zopf hat geschrieben:Der Baum hat nach den Bildern wohl alle Qualitäten
die aus Ihm einen Solitär machen können
aber wir sind wohl unterschiedlicher Meinung
wie weit er auf diesem Weg schon ist.
Hallo Dieter,
mich würde sehr interessieren, was deine Hilfestellungen zu dem Juniperus sein könnten ? Magst du deinen Standort näher bestimmen ? Ich bin für jede Anregung, welcher Art auch immer, offen und dankbar. Wo würdest ihr die Vorderseite sehen, Bild 1 oder Bild 2 ?

saludos
avicenna
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Bild 1
Bild 1
juniperus 2011 hai yama ten fettich 02011.jpg (189.96 KiB) 815 mal betrachtet
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chris.p
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von chris.p »

avicenna hat geschrieben:
zopf hat geschrieben:Der Baum hat nach den Bildern wohl alle Qualitäten
die aus Ihm einen Solitär machen können
aber wir sind wohl unterschiedlicher Meinung
wie weit er auf diesem Weg schon ist.
Hallo Dieter,
mich würde sehr interessieren, was deine Hilfestellungen zu dem Juniperus sein könnten ? Magst du deinen Standort näher bestimmen ? Ich bin für jede Anregung, welcher Art auch immer, offen und dankbar. Wo würdest ihr die Vorderseite sehen, Bild 1 oder Bild 2 ?

saludos
avicenna
Dietmar,
normalerweise gebe ich ja keine Kritiken und Tips zu irgendwelchen Bäumen ab. Da ich mich aber selbst für den Baum sehr interessiere und ihn schon live gesehen habe und Du mich auch noch nett gebeten hast tue ich es doch. Allerdings Wacholderspezialist bin ich nicht, da gibt es hier ganz andere im Forum.
Zur Gestaltung sage ich nix , da das ja Geschmackssache ist.
Zur Art der Bearbeitung jedoch will ich mich gerne äußern.
Das putzen des Nadelgrüns ist bei Deinem Baum nicht sehr exakt ausgeführt, da hängen doch schon noch etliche schwache Triebe rum. Das hat jetzt auch nix mit "Naturalismus " zu tun sondern ist entweder schlampig gearbeitet um seiner selbst oder aus Nichtwissen.
Sauber geputzt und natürlich viel früher überarbeitet, sprich gedrahtet wäre der Baum sicher in jeder Ausstellung ein Augenschmaus.
Meiner bescheidenen Meinung nach besteht hier jede Menge "Luft nach oben"
grüße
CP
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zopf
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von zopf »

Hallo Dietmar
Der erste Punkt wäre das Pflanzen in eine Schale.
Das wird Dir gegen den Strich geben, aber die Oberflächenwurzeln
sind für einen Wacholder schon sehr schön
und verlieren durch die jetzige Pflanzung den grössten Teil Ihrer Wirkung.
Ausserdem ist das Pflanzgefäss (ganz allgemein formuliert) viel zu gross,
dadurch wirkt der Wacholder weniger wie ein Baum
eher wie ein Bäumchen.
Den zweiten Punkt hat Chris angesprochen,
Wacholder putzen ist der wohl wesentlichste Arbeitsschritt
um einen "schönen" Wacholder zu erhalten.
Dabei geht es um keinen Stil, oder seine persönliche Auffassung
der Wirkung eines Wacholders.
Zum zweiten Punkt kann ich Dir anbieten am 9.4 zum Werner zu kommen,
dann kann ich Dir zeigen wie man einen Wacholder putzt
und mir den Baum auch anschauen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Carmen_G.
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von Carmen_G. »

Hallo Dietmar,

Sehr schönes Material Dein Wacholder! *daumen_new*
Was das putzen angeht, da schließe ich mich an. Das Grün hängt doch noch etwas wirr durch die Gegend und wenn Du die schwächeren Triebe entfernst wird der aum um so gesünder wieder austreiben.

Den Stamm so geschleckt zu machen ist auch nicht immer so mein Ding. Es kommt auch auf die Sorte an. Bei Wacholdern mit der glatten, streifiger abblätternden Rinde ist das je nach Gestaltung für mich o.k.

Bei naturalistisch gestalteten Wacholdern, noch dazu denen mit der groben Rinde finde ich sie in Natur wesentlich schöner und passender.

Was die Frage Schale oder Platte angeht...gerade naturalistisch gestaltete Bäume finde ich auf Deinen Platten sehr passend! Speziell bei diesem Baum stelle ich mir gerade vor wie die Wurzeln noch zur Geltung kommen würden wenn sie in einer Schale wären. Bei Bild 2 als evtl. Vorderansicht so gut wie gar nicht mehr. Wenn das Bild nicht täuscht müßtest Du den Baum so tief einpflanzen, daß der dünnere Stammteil seine Wurzeln unter der Oberfläche hätte oder den Baum so weit nach hinten kippen, daß der ganze Baum nach hinten wegläuft...also keine gute Lösung.
Bild 1 wäre eine Schale möglich, aber ich finde auch hier würde der Wurzelansatz eher verlieren. Um das zu vermeiden müßte der Baum auch in einer Schale auf einem Hügel stehen und wenn dieser zu hoch wird finde ich das auch nicht schön.
Wäre es mein Wacholder, ich würde ihn auf einer Deiner Platten lassen, evtl. etwas kleiner wie schon angesprochen wurde und nur versuchen den Hügel flacher wie jetzt zu bekommen. (Ähnlich wie eingezeichnet, von der anderen Seite aus entsprechend)
Dietmar Wacholder 2.jpg
Dietmar Wacholder 2.jpg (139.71 KiB) 722 mal betrachtet
viele Grüße
Carmen
Liebe Grüße
Carmen
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avicenna
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von avicenna »

chris.p hat geschrieben:Das putzen des Nadelgrüns ist bei Deinem Baum nicht sehr exakt ausgeführt, da hängen doch schon noch etliche schwache Triebe rum. Das hat jetzt auch nix mit "Naturalismus " zu tun sondern ist entweder schlampig gearbeitet um seiner selbst oder aus Nichtwissen.
Vielen Dank für deine Einschätzung Chris ! Nach meiner Einschätzung habe ich dem Baum schon eine riesige Menge "Grün" entfernt. Vielleicht kann man es im Vergleich zu den schlechten Anfangsbildern erkennen. Durch die dichten "Puschel" zeigte er jeweils nur immer an den licht zu gewandten Stellen richtig kleine Schuppen und sehr vitalen Wuchs. Du hast mir ja an einem Beispielpart gezeigt, wie sehr man auslichten sollte. Durch das Auslichten entstand bei mir Unsicherheit insofern, als dann jetzt längere Triebe stehenblieben die vorher durch ihre dichten Nachbartriebe gehalten wurden. In meiner Vorsicht über das Maß des Wegschneidens von Grün und dem Hoffen auf eine entsprechende Rückknospung, fehlt mir in der Tat der Mut und die Erfahrung ( oder das Vertrauen). Es ist somit eher keine Schlampigkeit, sondern eher ein Nichtwissen, fehlendes Vertrauen und fehlender Mut, dass das Maß der Rücknahme und somit die Radikalität (Konsequenz) bestimmt :) . Meinst du denn, ich könnte noch mehr wegnehmen, ohne den Baum für den Neuaustrieb zu sehr zu schädigen , weil ich ihm doch dadurch Energiefläche nehme die für die Rückknospung wichtig ist, oder ?
chris.p hat geschrieben:Sauber geputzt und natürlich viel früher überarbeitet
hier beschreibst du genau den Knackpunkt ! In den letzten Jahrzehneten, kann man ja schon sagen, habe ich immer lediglich die großen Astpartien gezogen und nie gedrahtet. Das Grün lediglich an den Polsteraußenrändern gestutzt, was dann dort zu einer dichten, lichtundurchlässigen Grünmatte geführt hat. Innere Passagen hatten wegen Lichtmangel nie eine Chance zur Rückknospung. Er wollte zwar immer aber die inneren Austriebe " verhungerten dann fast auf halbem Wege. Besonders deutlich wird dies an der bislang "Rückansichtsseite"(Bild 1). Sie lag ständig an der lichtabgewandten Seite hinter den dichten Nadelpolstern der Vorderseite und deren Verzweigung undVvitalität der Triebe spricht jetzt über ihre Bedingungen über viele, viele Jahre. Früher und konsequenter gehandelt hätte sicher schon viele Schritte weiter geführt.

saludos
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von avicenna »

zopf hat geschrieben:aber die Oberflächenwurzeln
sind für einen Wacholder schon sehr schön
und verlieren durch die jetzige Pflanzung den grössten Teil Ihrer Wirkung.
Ausserdem ist das Pflanzgefäss (ganz allgemein formuliert) viel zu gross,
dadurch wirkt der Wacholder weniger wie ein Baum
eher wie ein Bäumchen.
Hallo Dieter, vielen Dank für deine Antwort.
In der Tat triffst sprichst du einen Punkt an, über den ich auch schon nachgedacht habe bezüglich des "Hügels" auf dem er zu ruhen scheint und dem vorrangigen Landschaftsausschnittseindruck den ich vermitteln möchte. Dazu kommt noch, dass der Baum sehr sonnenexponiert steht und in den Sommermonaten in prallster Sonne " ein Mehr " an Substrat sicherlich ein Polster der Sicherheit schaffen kann. Dennoch gebe ich zu, dass der Hügel selbst ein wenig zu hoch ist, ich dies aber erst im nächsten Jahr angehen möchte. Ich habe ja schon an einigen Stellen erwähnt, dass ich eher als Autodidakt über Jahrzehnte unterwegs war und erst in den letzten Jahren über das Internet mehr Einblick in die Szene erhalten habe ... so auch die Infos und den Nutzen über "modernes Substrat" bekommen habe. Der Baum hat noch sehr große Anteile von altem Substrat, dass ich damals aus 1 Teil Torf, einem Teil Sand und einem Teil Lehm gemischt habe. Die Wurzeln sind somit sehr fein und hoch verdichtet und ich habe eher Furcht davor, dass ich durch ein zu abruptes Austauschen dem Baum Schaden zufügen könnte. Das mag mit ein Grund dafür sein, dass die Platte eher ein wenig größer ausgefallen ist, weil ich dann mit seinem Wurzelballen leichter auf Fibrotherm und Lava setzen konnte ...

Die Geschichte mit dem Ausputzen hat mir Chris bei seinem Besuch bei mir gezeigt und auch in einer für mich beeindruckenden Konsequenz . Ich hab daneben stehend oft gesagt ... " Was ? das schneidest du alles weg ? !! ... Letztlich macht es logisch Sinn, der Baum bekommt mehr Licht in den inneren Passagen und knospt zurück. Das zeigt er ja bereits auch an vielen Stellen ... Mein Problem damit ist nur, dass ich eben über Jahrzehnte nicht so verfahren bin und nun denke, wenn ich jetzt plötzlich so radikal vorgehe, vielleicht zu radikal, schade ich dem Baum vielleicht und er verabschiedet sich mit einigen Astpassagen. Sagt mir wenn ich mit meiner Befürchtung falsch liege !! Ich habe bezogen auf Wacholder in solchen Situationen wenig Erfahrung und nehme Tipps ( sicher eher vorsichtig :) ) , gerne an von Leuten die sich aus der Erahrung her sicher sind.

saludos
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Re: Juniperus chinensis var. blauws

Beitrag von avicenna »

Hallo Carmen,
vielen Dank für deine "Analyse" :-D
Shaki hat geschrieben:Was das putzen angeht, da schließe ich mich an. Das Grün hängt doch noch etwas wirr durch die Gegend und wenn Du die schwächeren Triebe entfernst wird der aum um so gesünder wieder austreiben
... also ihr meint es ist möglich ohne zu viel Schaden zu setzten ? ... dann mach ich das mal ... aber ganz vorsichtig, wie gesagt, so viel Erfahrung hab ich bei Wacholdern nicht und da ist schon ne riesige Menge an Grün gefallen ... vergleicht einmal das schlechte Eingangsbild zu Beginn des threats und den Jetztzustand. :)

Mit deinen Ausführungen zum Einsetzen in eine Schale bin ich mit dir vollkommen in Übereinstimmung :-D . Schöner hätte ich das nicht formulieren können :) . Ich würde auch eher einen Verlust der Nebariwirkung sehen, weil eben der Hügelcharakter das Nebari erst entstehen lässt und ihm die Möglichkeit eröffnet sich so auszubilden .
Dem Rechnung tragend würde auch eine Verkleinerung der Schale selbst zu einer abrupten Abgrenzung führen und den Hügelcharakter noch mehr verstärken. Der "Hügel" soll ja , wie erwähnt, im nächsten Jahr angegangen werden. Würde ich die Schale verkleinern, läge das gleiche Problem wieder vor, oder nicht ?
Durch die jetzigen Ausmaße können die Ränder mehr auslaufen, flächiger wirken, den dann reduzierten Hügel mehr verschwinden lassen. Sicherlich wird der Baum daurch mehr in eine Landschaft eingegliedert und ordnet sich unter, ist mehr Teil ... aber immerhin noch ein sehr dominantes ... Würde er sich als Wacholderbaum in einer Landschaft befinden, wird er auch gerade durch seine für Wacholder ungewöhnliche Wuchsform ( wie ich finde), als sehr sehr großer Baum in unserer Wahrnehmung erscheinen ( nicht als Busch, sondern als riesiger Baum eben).

Also, eine Verkleinerung der Felsenplatte würde eher den "Hügel" auch wenn ich ihn im nächsten Jahr ein wenig reduziere, eher wieder verstärken und den Hügel zurückholen. Durch die gleichbleibende Größe kann ich den Hügel mehr in die Länge ziehen , ihn eher glätten ohne am Nebariverlauf zu verlieren ...

saludos
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